PROLOG

heart01Ich verkörpere einen Menschen mit vielen Gegensätzen und unterschiedlichsten Facetten. H³ - HERZ, HIRN, HUMOR sind heutzutage leider nur noch bei den wenigsten Menschen vorhanden. Ich bin schüchtern und forsch. Ich bin Langweiler und Draufgänger. Ich bin traurig und zum Heulen komisch. Ich bin Stubenhocker und Party-Guy. Ich bin ein Träumer, dennoch Realist. Ich bin nass und trocken, Liebender und Geliebter, Verführer und Verführter, Dreckschwein und Sympath, Frieden und Krieg; ich bin Liebe und Hass, traurig und zum Heulen komisch. Ich hasse Kälte und Hitze - Ich bin der geduldige Choleriker. Ich frage und gebe Antwort. Eine interessante Mischung, die stets darauf wartet, gezündet zu werden.

In den Zeiten des Leidens schreibe ich gerne lyrische Texte; weniger in guten Phasen. Auch wie mich mein Leben in München seit 1997 geprägt hat, wie es verlief und wie es weitergeht und endet, das erfahrt ihr hier. Ab und an lass ich hier aber auch mal Luft ab zu allen möglichen Themen, die die Welt & mich beschäftigen.

Unter REGIE: Mein Leben findest Du Auszüge aus meiner gerade entstehenden Autobiografie.

Kommentare sind immer willkommen.

Das Landgericht(LG) in Hamburg hat mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - “Haftung für Links” entschieden, dass es das Wesen von Links nicht verstanden hat. Deshalb distanziere ich mich hiermit von diesem Landgericht, allen Inhalten dieser und anderer Websites, allen Links, vor allem aber von der deutschen Justiz. Und ich distanziere mich ausdrücklich!

Warum nenne ich mich Contrapunctus? Weil der Name, aus der Musik abgeleitet, sehr zu meiner Person und meinem Charaktér passt:


Contrapunctus, auch Kontrapunkt
(von lat. punctus contra punctum = „Note gegen Note“) ist ein musiktheoretischer Begriff mit mehrfacher Bedeutung.

In seiner einfachsten Bedeutung steht er zunächst für „Gegenstimme“ und bezeichnet eine Tonfolge, die gleichzeitig mit einer gegebenen Melodie erklingt. So nennt man beispielsweise die Stimme, die in einer Fuge gleichzeitig mit dem Thema bzw. Soggetto erklingt, dessen Kontrapunkt.

Davon ausgehend bezeichnet der Begriff Kontrapunkt auch die Kunst bzw. Technik, Gegenstimmen zu gegebenen Tonfolgen zu erfinden, die sowohl einen vertikal (harmonisch) sinnvollen Zusammenklang ergeben als auch eine horizontal-lineare (melodisch) sinnvolle Eigenständigkeit aufweisen.

Der Kontrapunkt als Kompositionstechnik unterlag in der Musikgeschichte sich wandelnden Regeln, die von der wechselnden Bewertung von Konsonanzen und Dissonanzen abhingen. Eine wichtige Rolle spielt der Kontrapunkt in polyphoner Musik, in der die beteiligten Stimmen nach Gleichwertigkeit und Unabhängigkeit streben (im Gegensatz zur Homophonie, die von einer Hierarchie zwischen übergeordneter Melodie und untergeordneter Begleitung geprägt ist).

Da die Beherrschung kontrapunktischer Gesetze für die Komposition polyphoner Musik von großer Bedeutung ist, wird der Begriff Kontrapunkt in seiner umfassendsten Bedeutung auch häufig mit Polyphonie gleichgesetzt.

Quelle: Wikipedia


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Gayromeo und die User des Grauens

GayromeoNach nunmehr fast 10 Jahren Aktivität bei Gayromeo, dem bekanntesten deutschsprachigen Anbieter für Schwule und meinem oft maßlosen Ärger über das dortige Klientel, habe ich mir erlaubt, diese Menschen, die mir seit dieser Zeit so sehr an die Nüsse gehen, in Sparten zu unterteilen. Gerade in Phasen, in denen ich mir sehnlichst ein perfektes Gegenüber wünsche, tauchen diese „Trolle“ im Übermaß auf und verärgern mich bis aufs Blut. Und sie werden in den letzten Jahren immer mehr. Und schlimmer.

Hier eine kleine Übersicht über die Sparten von Gayromeo-Usern, die mich auf keinen Fall anschreiben brauchen:

Der Leseschwächling: Meist 30+ und des Schreibens mächtig (meist nur vorgefertigte Texte) aber übersieht, dass Du nur Leute bis etwa 25 suchst.

Der Profilstalker: Er weiß zwar, dass er zu alt ist, schaut aber beinahe täglich auf Dein Profil. Wahrscheinlich wichst er auf Deine Bilder.

Der Beleidigte: Auf eine Antwort, dass er doch Profile lesen solle, oder dass er Dir zu alt ist, wirft er meist mit Beleidigungen wie etwa „Kinderficker“ um sich.

Die Tunte: Man sieht ihm auf 10km gegen den Nebel an, dass er schwul ist und reagiert meist zickig, wenn er einen Korb erhält.

Der Sexsüchtige: Meist schon erkennbar an seinen Profilbildern. Genitalien und Hinterteil sind größer als sein Hirn.

Der Freier: Meist wesentlich älter als Du und lockt sehr schnell mit Taschengeld, wenn Du ihm einen Korb erteilst.

Der Stricher: Solche Profile überleben meist nicht lange, da der User in seinem Profil deutlich erkennen lässt, dass er Geld für Sex nimmt.

Der Fremdgeher: Hat einen Partner im Profil, schreibt Dich aber an, um „Kaffee“ mit Dir zu trinken. Nett für den Fick zwischendurch, aber ungeeignet für eine Beziehung!

Der Bilderlose: Sehr oft ein Faker, der schon mal gelöscht wurde, hat einen Partner, oder er ist so hässlich/fett, dass er sich nicht traut, Bilder einzustellen. Angst vor Outing bei Freunden ist heute unbegründet!

Das Großmaul: Interessiert sich in den ersten Chats blendend für Dich und lässt irgendwann nichts mehr von sich hören. Oft werden als Ausrede schulischer Druck, Stress in der Arbeit, etc. genannt.

Der Chatwichser: Wenn Du noch keine im Profil hast, verlangt er meistens nach Nacktbildern von Dir und fragt Dich ewig lange über Deine Vorlieben aus.

Der Faker: Oft erkennbar an Serienbildern in Hochglanz, die aus dem Netz bekannt sind. Gästebuch meist abgeschalten. Die ganz Dummen schneiden nicht mal das Logo der Produktion raus.

Der Szenegänger: Möchte Dich auf jeden Fall im Kraftakt (München) oder ähnlich bekannten Szenebars treffen, um mit Dir anzugeben und Dich Mutti vorzustellen, die hinter der Bar arbeitet.

Wenn Du Dich in keine dieser Beschreibungen einordnen kannst, trau Dich und schreib mich an ;) Mein Nickname ist sicher nicht schwer zu finden, wenn Du Dich auf diesen Artikel verirrt hast. Er lautet wie mein Künstlername.

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Es kam kein Zug nach nirgendwo

verlassener-bahnhofEs kam kein Zug nach nirgendwo
und kam er doch, stieg ich nicht ein.
Über Jahre ging das so
und ich kam nie wieder heim.

Viele Tausend Stunden lang
am Bahnsteig ich verbrachte.
Schlimm war es ab Herbstanfang
und als bald der Winter lachte.

Wart schon lange auf den Zug
der mich nach Hause bringt.
Hoff, im letzten Atemzug,
mir die Reise bald gelingt.

Doch es kommt kein einz’ger Zug.
Kein einz’ger Zug nach Nirgendwo.
All mein Warten war nicht klug.
Kannt‘ ich doch das Risiko.

Geh den Weg nun ganz allein,
ohne langes Warten.
Denn ich weiß, es muss nun sein.
Ich muss von neuem starten.

17. 02. 2012 - 20.55  (Gewidmet Wolfi M., wegen der herrlichen Zweideutigkeit)

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Heimat

heimatBilder alter Kindertage
überschatten meinen Traum.
Bilder, die ich kaum ertrage,
schweben täglich durch den Raum.

Ich seh die Uferpromenade
die auf meine Schule zielt.
Hoff auf Mutters Gnade,
ein schlechtes Zeugnis ich erhielt.

Doch Mutters Zorn bleibt niemals aus;
werd auch heute ihn erleben.
Fliehe schreiend aus dem Haus,
bin von Einsamkeit umgeben.

Ich hör der Lehrer strenge Worte
„So wird nichts aus dir!“
Egal wo, an jedem Orte;
wen’ge kamen klar mit mir.

Glücklich war ich meist allein,
am Ort, der sich hier Heimat nennt.
Ich konnt nie wie die Andern sein;
es ward mir nicht vergönnt.

Darum, Heimat alter Tage,
darum meid ich heute Dich!
Zu umfangreich ist meine Klage.
Die Klage an mein altes Ich.

16.02.2012

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Melancholie & Wehmut

melancholieSeh ich einstge Fotos an,
hör ich alte Lieder,
denk ich dann und wann
daran…
und häufig immer wieder,
wie mein Leben mir zerrann.
So drückt es mich hernieder;
mein Leben spielt Tyrann.

Alle meine Lebenssäfte,
viere an der Zahl,
verlassen ihre Kräfte,
schwarze Galle, voller Qual.

Des Teufels Prüfung schmerzt in mir
geht tief an die Substanz.
Und weckt in mir die tiefe Gier,
nach einem letzten Lebenstanz.

Leben! Wo bist du hingegangen?
Deine Bilder aus den alten Jahren
halten meine Seel gefangen,
die in tiefschwarz-sternenklaren
Nächten in mein Innres drangen.

Leben, sag! Wo bist du hin?
Ich bitt Dich, komm zurück!
Ohne dich machts keinen Sinn,
ohne dich und ohne Glück.

11.02.2012 - 23.45

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Geistiger Tod

kill meDas Jahr 2012 begann beschissen. Wobei ich unsere gemeinsame Silvesterfeier noch zum letzten Jahr zähle. Es war trotz einiger widerer Umstände ein sehr gutes Jahr 2011. Und Anfang Januar kamen schon die ersten Katastrophen. Die Wirtschaftskrise traf auch mich. Keine Aufträge mehr, überhöhte Preise, mein Graskonsum stieg schon seit einem Jahr bis ins Unermessliche. Dazu die vertrackte Lage mit René, dem ich durch mein Geständnis, dass es mit uns nicht klappen werde, nicht weh tun wollte. Ich hatte schon im letzten Jahr das böse Omen, dass 2012 das Jahr der Trennungen sein wird. Und René sollte nicht die einzige Trennung sein.

Auch Elke, jene Frau, die ich im Mai letzten Jahres kennen gelernt hatte und die mir das Jahr über viel Kraft gab, entfernte sich zum Ende des Jahres immer mehr von mir. Alles begann, als sie am 3. Advent zu Besuch kam und ebenso schnell wieder verschwand, weil eine Graswolke in der Wohnung stand, die sie nicht vertrug. Nach diesem Katastrophenabend war alles nicht mehr wie vorher zwischen uns. Danach kamen von ihrer Seite überwiegend nur noch Vorwürfe und Ablehnung auf mich ein gehagelt. Sie wollte weder mehr hören, noch lesen, wie schlecht es mir ständig ginge und über meinen neuen Freund wollte sie am besten so wenig wie möglich erfahren. Mein Facebook-Posting über die Bettelkinder (Sternsinger) beendete schließlich unsere „Freundschaft“, da sie darin ihren 14-jährigen Sohn, der selbst mal Sternsinger war, beleidigt sah. Obwohl ich nie wusste, dass er das mal war. Es interessierte mich in diesem Moment auch wenig, da ich diesen Post jedes Jahr zu „Hl. Drei Könige“ ablasse. Alle Geduld und Verständnis, die sie jemals für mich empfand, warf sie einfach über Bord und sortierte mich aus ihrem heilen Leben aus, in dem sie mich erst so offenherzig empfangen hatte. Sie hatte ihre Gründe nun zusammen um mich zu kicken. Nur für was wollte sie mich als Freund? Einer, der ihr ständig vorheuchelt, wie gut es ihm geht? Ich verzichte mittlerweile dankend, denn FREUNDE stehen immer hinter mir, egal wie es mir geht und was ich aus mir mache!

Meine Alkoholabstürze mehrten sich im neuen Jahr, so auch in der Vollmondnacht zum 09. Januar. Am nächsten Tag erfuhr ich durchs Internet, was es mit den tauben Fingern an meiner linken Hand auf sich hat. Ein Ulnarisrinnen-Syndrom, eine Art Nervenentzündung. Es genügt ja nicht schon meine seit November nicht endende Gürtelrose, meine Schmerzen, Panikattacken und der ganze restliche Scheiß, der noch auf mich zukommt.

Kurz rappelte ich mich wieder auf und verlor sehr schnell wieder die Kontrolle… Noch am 16. Januar räumte ich mein Wohnzimmer um und strich eine Wand rot. Ich dachte, die Umstellung würde mir helfen. Jedoch war es nur ein Tropfen im heißen Wüstensand. Und eben, während ich das schreibe, erfahre ich im Chat von Heiko, dass Vollmondnacht ist. Nun weiß ich auch, warum schon wieder diese innere Unruhe in mir herrscht und ich noch nicht, wie in den letzten Tagen auch, schon im Bett bin.

Am 20. Januar kam der verspätete Winter. 20 cm Schnee hatten wir hier auch nicht jedes Jahr. In dieser Nacht erlebte ich mein bisher wohl letztes Glück. Klaus und ich bauten einen Schneemann im Garten. Woher kam diese plötzliche Freude? Jemand schenkte mir nach Tagen von Abstinenz was zum Rauchen…

Ein paar Tage später, schwelgte ich in Kindheitserinnerungen und sah mir alte Videos an, auf denen auch meine verstorbene Mutter zu sehen ist. Es machte mich noch weiter fertig. Alles überschattet vom drohenden Ende der Beziehung zwischen Rene und mir. Und sie kam sehr bald darauf, nach wieder massenhaft verlorenen Tagen. Als ich ihm am Abend des 24. Januar wieder nicht sagen konnte, wie ich zu dieser zerrütteten Beziehung stehe, löschte er gegen 21.45 Uhr kurzerhand unsere Beziehungsverbindung in Facebook. Eigentlich hätte es mir Recht sein sollen. Nur die Umstände, die zu seiner Verzweiflung und zu unserem Ende geführt hatten, verkraftete ich im Nachhinein ganz und gar nicht. Seit Tagen ohne Gras, warf ich mir dann Schmerzmittel ein um den Seelenschmerz zu vergessen und trank dazu Rotwein. Nicht wenig. Es wurden in dieser Nacht und mit dem Telefonat mit Rene etwa drei Flaschen. Und irgendwann verlor ich mein Bewusstsein…

Gegen sechs Uhr morgens kam ich zu mir,  in meinem Bett liegend, während mir jemand immer wieder ins Gesicht haute und mich rüttelte. Als ich bei mir war, konnte ich erkennen, dass Notärzte, Polizisten und Feuerwehrmänner in meiner Wohnung standen. Ich war sehr verwirrt. „Was macht ihr hier? Wie kommt ihr hier rein??“ fragte ich die Menschen verwirrt. „Durch die Tür“ sagte ein Polizeibeamter lächelnd, der mir später auch eine seiner Zigaretten anbot, da ich keine mehr hatte. Im Laufe des Aufklarens und dem Gespräch mit den Beamten stellte sich heraus, dass mein „Partner“, so wie sie sagten, den Notarzt verständigt hatte, da er glaubte, ich liege mit einer Überdosis tot in der Wohnung. Nach etwa einer halben Stunde Gesprächen hatte ich die Leute aus meiner Wohnung und soff weiter. Eigentlich wäre ich in wieder mal in der Psychiatrie Haar gelandet, aber Dank meines geschickten Mundwerks und meiner Ausreden ist das nicht geschehn. Sehr erbost teilte René telefonisch mit, was ich von seiner Aktion halte. Heute wäre ich froh, sie hätten mich für ein paar Wochen in die geschlossene Anstalt gesteckt.  An diesem Tag wurde es sehr kalt.

Mit Dezemberrosen warst Du mein
und bliebst bei mir.
Im Januar-Eis war’n wir allein
mit einem leeren Blatt Papier.

Vier Stunden später erschien ich zu meinem Ersttermin bei einer Psychiaterin in meiner Nähe. Ein Termin, für den ich lange gekämpft hatte. Als sie von meiner Anamnese und dem Geschehnis der letzten Nacht erfuhr, sagte sie nur: „Ich kann ihnen nicht helfen. Sie sind ein Fall für die Klinik.“ Danke Deutschland. Ab Mittag, war Julie bei mir und achtete auf mich. Ich befand mich den ganzen Tag über in einer Art Manie und Depression zugleich. Ich war betrunken, kotzte Blut, hatte schwere Schmerzen und war zwischendurch aufgesetzt lustig. Das ging bis in den späten Abend. Mir ist es bis heute kaum erklärlich, wie Julie meinen Zustand, den sie zum ersten mal, seit wir uns kannten mitbekam, ertragen konnte. Ich war noch etwa drei Tage auf diesen Tabletten „drauf“ und hatte schlimmste Schmerzen, ehe sich mein körperlicher und geistiger Zustand zur „Ruhe“ legte.

Danach wurde diese schier gespenstische Ruhe um mich immer stärker. Und gerade im neuen Jahr, zum Februar, als ich eigentlich dachte, das Schlimmste wäre überstanden, kam der Winter mit vollster Wucht. Nicht etwa wie 2006, sondern mit trügerischem, hässlichen Sonnenschein und eisiger Kälte bei über minus 20°C. Und es kamen Diagnosen von Ärzten…

Seit Ende Januar schreibe ich nun gar nichts mehr in meinem persönlichen Facebook-Profil. Anfangs war es schwierig, aber mit der Zeit wurde meine Abneigung, Dinge zu schreiben, die mich gerade beschäftigen, immer größer. Die derzeitige Wetterlage und die verbundene Kälte sind neben verregneten Sommern das Schlimmste, was ich mir unter „Wetter“ nur vorstellen kann und ziehen mich noch mehr runter. Meine Schmerzen, die oft akut und dann stundenlang auftreten, nehme ich zähneknirschend hin. Ich nehme seit meiner Tablettenintoxikation keinerlei Medizin mehr zu mir. Das Schlimmste an allen Umständen mag wohl meine Depression sein, die so schlimm, wie selten zuvor auf mich einschlägt. Nein, ich sitze nicht zuhause und weine. Ich habe meist keine Tränen mehr. Ich bin stumm und liege solange wie nur möglich im Bett. Nur weil mir das Liegen nach Mittag irgendwann lästig wird, stehe ich irgendwann auf und versuche etappenweise, meinen Haushalt ordentlich zu halten. Ich bin wohl der einzige Mensch mit schweren Depressionen auf dieser Welt, der in einer ordentlichen Umgebung haust. Ich möchte niemanden sehen und wünsche mir ab und an doch, dass bestimmte Menschen nach mir sehen, aber genau DIESE tun es eben nicht. Und ist jemand bei mir, bringe ich oft keinen Ton raus. Selbst mein Kater flüchtet seit Wochen immer wieder ins Bad, weil er meine Laune fühlt. Der Einzige, der WIRKLICH für mich da ist, ist Klaus. Er geht für mich einkaufen, weil ich selbst das nicht mehr schaffe, versucht mir etwas Trost zu spenden, auch wenn es nicht mehr ankommt. Bevor ich zum Briefkasten stürme, vergewissere ich mich, dass kein Nachbar auf den Hausfluren läuft, da mir eine Unterhaltung und vor Allem die Frage „Wie geht’s Dir?“ unangenehm ist. Ich habe an nichts mehr Freude, kaufe mir nun auch kein Gras mehr, weil es meine Stimmung nur noch kurzfristig steigert. Mein Handy ist meist aus oder lautlos. Auf Mails in Facebook antworte ich nur noch, wenn ich sie mal sehe oder mit höchster Unlust. Oder gar nicht. Ich wäre im Moment am liebsten im Koma, bis alles ein Ende hat. Oder zumindest bis diese Kälte weg geht. Sie macht mich noch mehr kaputt. Mein größter Hass, der sich nicht auf Menschen und ihr Tun richtet, richtet sich gegen Kälte und Winter. Denn ich kann dagegen rein gar nichts ausrichten, außer in ein warmes Land zu gehen, aber dafür fehlt mir das Geld. Es wäre ein Traum… Weg hier…

Ich wäre gern verliebt, aber denke im gleichen Atemzug schon wieder daran, wie schnell das enden kann. Ich träume seit Monaten sehr stark und wirr. Und wieder vermehrt von Max. Im wahren Leben hält er mich von sich fern und nachts in meinen Träumen lässt er mich nicht in Ruhe. Es macht mich zusätzlich fertig.

Mein Vater ist ein Ignorant. Vor zwei Wochen schrieb ich ihm zum ersten Mal in meinem Leben aus eigenen Zügen einen ehrlichen, langen Brief und er bleibt: ignorant. Keine Antwort. Ich vermisse meine Mutter.

Jeder Tag ist nur eine Qual. Auch wenn ich weiß, dass ich es im Gegensatz zu vielen anderen Menschen auf der Welt sehr gut habe. Ich sehe es jeden Tag in verschiedensten Nachrichten. Aber das hilft mir nicht. Ich bin appetitlos, leblos und unfähig. Ich warte hier nur noch auf meinen Final Day. Denn ab dann wird alles gut.

08. Februar 2012 - 01.50

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Eisig kalte Stürme

gefrorenes-herzEisig kalte Stürme brausen
von Osten her durchs Land.
War lange nicht da draußen.
Fühl mich leer und ausgebrannt.

Das Leben drauß‘ im Eis erstarrt,
so wie die meine Seele.
Grausam schwarze Gegenwart.
Kloß in meiner Kehle.

Ein Nichtstag jagt den andern
und schlägt wie‘s Wetter auf mich ein.
Möcht so gern im Frühling wandern,
möcht so gern am Leben sein.

Doch eisig kalte Stürme brausen
auch in meinem Kopf.
Nach diesen langen Atempausen
hängt meine Seele nun am Tropf.

Die Schönheit einstig guter Tage
und die Sehnsucht nur daran,
werden zu Tortour und Plage,
die ich nicht mehr ertragen kann.

Eisig kalte Stürme brausen
nun schon lange Zeit.
Und in meinem Kopfe hausen
Scham und Ausweglosigkeit.

30.01.2012 – 21.30

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The End

blutroseIch weiß. Ich hab Seal seinen Twitterspruch geklaut. Aber er passt leider so gut. Nur dass es bei René und mir nicht sieben Jahre waren, sondern eher sieben Wochen. Eigentlich wusste ich schon so lange, dass es nicht weiter gut geht. Nur wollte ich diese „Wahrheit“ nicht sehen, nicht anerkennen und nicht hören. „Es wird schon“ hatte ich mir immer zwanghaft eingeredet, weil ich diesen jungen Mann einfach so sehr schätze. Endlich hatte ich da einen Menschen, der jeden meiner Makel akzeptiert, der mir keine Schande aus meiner Vergangenheit und meinem Jetzt nachträgt. Und doch ging diese Partnerschaft kaputt.

Dass auch Dezemberrosen nicht für die Ewigkeit geschaffen sind und irgendwann verdorren, war mir bewusst. Und trotzdem war diese Dezemberrose das Symbol für unsere Liebe. Ich versuchte Wurzeln aus ihr zu ziehen, jedoch sie verdorrte.

Zu ähnlich waren wir uns. Nein, ich möchte sogar behaupten, wir waren uns in vielen Situationen zu gleich. Stetig wurden meine negativen Gedanken bejaht, statt dementiert, zu oft waren meine Leiden die seinen und zu oft fühlte ich mich, als würde ich kopiert. Vielleicht fühlte René das auch umgekehrt so. Aber es nahm mir auf Dauer jeden Antörn für ihn, obgleich er dafür gar nichts kann. Schon zu Anfang an, begonnen in seiner ersten vierseitigen Anschrift an mich, hob er mich auf eine Stufe, wo ich nicht hingehöre. Ich fühlte mich angepriesen, vergöttert, verehrt. Ich dachte immer, ich wünschte mir das. Leider musste ich feststellen, dass mir solches gar nicht recht behagt. Ich benötige ein Gleichgewicht. Jemand muss mir auch mal sagen können: „So nicht John!“

Wie auch immer, nun haben wir gestern Abend mehr oder weniger „beschlossen“, diese Partnerschaft nach fast zwei Monaten aufzugeben. Ein Ende mit Schrecken; aber vielleicht ist es ein Neuanfang für uns. Für mich im Moment eher nicht. Ich fühle mich scheiße. Scheiße ist gar kein Ausdruck. Ich fühle seit Wochen meine linke Hand nur noch zur Hälfte, verlasse das Haus kaum mehr, bin appetitlos, liege oft den halben Tag mit schwersten Depressionen im Bett, fühle an nichts mehr Freude, möchte am liebsten sterben. Schmerzlos. Es ist ein Graus, einem Jungen weh zu tun, der alles Menschenmögliche versucht hat, mir zu gefallen. Ich hab das schon mal erlebt und ich schwor mir, es darf nie wieder geschehn. Nun ist es wieder geschehn. Ich kann einfach nicht mehr. Alles was ich anfasse oder beginne, geht kaputt.

Auch mein Gram darüber, dass ich es wohl nicht mehr schaffen werde, jemals glücklich werden zu können, entschied nun darüber, dass ich allein bleiben werde. Nie wieder werde ich jemanden finden, der zu mir passt und ich möchte das auch nicht mehr. Denn: Ich bin nicht pässlich!

Ich scheiße auf dieses Leben, welches seit meiner Kindheit Krieg mit mir führt. Meinem letzten Glück sei Dank, dass ICH es nicht selbst beenden muss, weil es schon am Ende ist.

25.01.2012 – 00.50

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Nichts

nichtsIch möcht jetzt einfach nichts mehr sein,
weder Staub, noch ein Atom.
Mein Herz verwandelt sich in Stein,
meine Lieb‘ in blanken Hohn.

Wie wär jetzt diese Leichtigkeit,
zu schweben, wie ein Nichts?
Wie wäre es denn ohne Zeit,
als Nichts im Sog des Lichts?

Am Grund des Sees will ich mich finden,
Nahrung für die Fische sein.
Während meine Sinne schwinden,
bin ich hoffentlich allein.

Hoch drob’ am Ast, da will ich baumeln,
Tod in lieblicher Natur.
Noch einmal durch den Lichtschein taumeln,
Alles das! Das möcht ich nur.

Voll Alk und Drogen möcht ich sein,
das Leid in mir nicht mehr erkennen.
Tabletten, Gras und guter Wein
werden mich vom Leben trennen.

Der Tod ist nur ein Neuanfang.
Selbst Asche ist etwas.
Nur wird mir dabei Angst und Bang,
begänn mit mir von neu der Spaß.

Drum bitt ich darum, nichts zu sein,
weder Staub, noch ein Atom.
Taucht meine Seele in Säure ein!
Ja, das wär mein Lohn.

24.01.2012 – 22.40

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Zwei Herzen

zwei-herzenZwei Herzen voller Einsamkeit
fanden sich in der Novemberblüte.
Ich dacht, der Frühling wär nicht weit
und mit ihm die Liebe, Wärme, Güte.

Zwei Herzen still in Trauer
haben alles stets versucht,
zu durchbrechen diese Mauer
von Depression und Flucht,
so lang nach uns gesucht…

Zwei Herzen rein, in tiefen Schmerzen
hatten nur den einen Glauben
an die Verschmelzung ihrer Herzen
unter lüstern Weines Trauben.

Zwei Herzen mit dunkler Geschichte
wollten sich gleich alles sagen.
Jedoch wir schrieben nur Gedichte
um uns zu lieben und anzuklagen.

Zwei Herzen, sich zu nah und doch zu fern,
wollten sich beweisen:
„DICH! Sonst hab ich keinen gern!“
Und in wen’gen Worten, in ganz leisen
wurd der eine dem andern fern,
lag in Gedanken schon auf Gleisen
und sah noch mal den Abendstern.

Zwei Herzen, die sich einst gefunden
werden immer wieder gern
in tausend alten Stunden
wühlen in ihrer Liebe Kern.

Zwei Herzen sind nun schwer.
Können aus Liebe jetzt nicht mehr.
Der eine zu schwarz,
der andere zu weiß.
Der andere braucht nen Arzt,
der eine auch, im Todesschweiß.

Zwei Herzen weinen nun heraus
all erdenklich kalten Schmerz.
Keines sagt „Es ist jetzt aus“
denn wir sind ein ganzes Herz.

Zwei Herzen, scheiß auf den Titel, das Wort!
Ich werd immer da für Dich sein,
egal was passiert; Dir bin ich niemals fort.
Nie lass ich Dich allein.
Und niemals dort.
Dein Herz ist zu rein,
als dass es in meinen Händen schmort.

18./19.01.2012 – 01.15

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Alles wird gut

Weg ins LichtAlles wird gut, ich glaub daran;
es kann nicht schlimmer werden.
Zu wenig hab ich bisher getan,
für mein Glück hier auf Erden.

Alles wird gut,
ein Wunsch aus reinem Herzen.
Nie wieder Blut!
Nie wieder Schmerzen!

Alles wird gut, nicht nur für mich
wird wieder die Sonne scheinen.
Sie scheint auch bald für Dich
und nicht für irgendeinen.

Alles wird gut, und nimmer für die bösen
Menschen dieser Welt.
Auch uns wird’s Glück sehr bald erlösen,
ohne Materialismus und viel Geld.

Alles wird gut, Du kannst mir glauben.
Blick nach vorn und find Dein Ziel.
Ewig den Verstand ausrauben,
bringt uns leider nicht sehr viel.

Alles wird gut, Du wirst es sehn,
ich spürs, die gute Stunde naht.
Neue Wege werd ich gehn,
verlasse meinen alten Pfad.

10.01.2012 – 21.40

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Schlitz mich auf!

blutSchlitz mich auf, genieß mein Blut
in Deinen vollsten Zügen.
Tiefrot und echt – es tut Dir gut;
ich werd Dich nicht belügen!

Schlitz mich auf und saug mich aus,
bis da nichts mehr von mir ist.
Zieh mir die Gedärme raus,
mit Hunger, Gier und List.

Schlitz mich auf, in voller Lust!
Nimm mein Hirn zuerst.
Danach nimm Dir noch meine Brust,
mit dem Herz, das Du zerstörst.

Schlitz mich auf in vollster Güte,
friss den Rest, der Dir noch bleibt.
Doch meine Seele bleibt die Blüte,
die ständig neue Knospen treibt.

09.01.2012 - 18.00

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Weggeworfen

Herz herausgerissenGibs nur zu, es war Dein Spiel,
fast genau ein Jahr.
Über mich weißt Du nun viel,
wer ich bin und wer ich war.

Schenkte Dir all mein Vertrauen,
und meine Liebe auch dazu.
Künftig hüt‘ ich mich vor fremden Frauen,
denn seit meiner Kindheit seh ich zu,
wie sie auf mich herunter schauen
und mir mein Leben teils versauen.
Frauen, lasst mir meine Ruh!

All Deine Güte und Geduld;
warn vermutlich niemals echt.
Gibst mir ein Gefühl von Schuld,
und dass ich sei mehr schlecht als recht.

Schon so lange kennst Du meinen Schmerz
hast auch gute Zeiten schon gesehn.
Nun grundlos stichst Du mir ins Herz,
sagst nur, ich soll einfach gehn .

Wie heuchlerisch warn Deine Worte:
„Wir lieben dich, so wie du bist!“
Denn als ich in der Hölle schmorte,
hast Du einfach Dich verpisst!

Ich glaub Dir künftig gar nichts mehr,
egal, was Du mir sagst.
Die Last auf mir, sie wiegt zu schwer,
weil Du nicht Dich mal fragst:
War das wirklich fair?

Du warfst mich einfach weg,
nur weil Dir meine Meinung nicht passt.
Wie ein Stück Dreck,
fühl ich mich nun gehasst.

Wer Deiner Meinung widerspricht,
den stichelst Du bis auf sein Blut.
Fräulein, so was macht man nicht!
Sowas ist nicht gut.

Trotzdem denk ich wirklich gern
an unsre Illusion zurück.
Leider liegt sie nun sehr fern,
und mit ihr auch das unsre Glück.

Weggeworfen, wie’n Stück Dreck
wurd ich öfter schon im Leben.
Lieber ist mir, ich verreck,
als solls sowas nochmal geben!

John

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2011 - A review

20112011 begann anders als die Jahr‘ zuvor,
ohne Sucht und ohne Kater.
Mit Leiden und Humor,
im Gesamten adäquater.

Den anfangs kalten Januar
teilte ich mit großen Schmerzen.
Doch bald schon ward er wunderbar
gar frühlingshaft in meinem Herzen.

Jedoch dann fehlte mir
zu oft mein grüner Freund.
Zu groß war meist die Gier
nach meinem täglich Joint.

Viele Wochen ohne roten Wein
nahmen mir oft die Geduld.
Ohne Joint war ich allein
und suchte überall nach Schuld.

Erste Räusche folgten bald,
ertrank den Kummer und das Leid.
Ein Absturz wie gemalt-
und ganz Facebook wusst Bescheid.

Der Krebs, er konnt mich gut verzehren
bald war an mir fast nichts mehr dran.
Der Februar, er tat’s mir lehren:
Es wird Zeit, der Arzt muss ran!

Zeitnah ward entfernt das böse Tier,
der Märzen strahlte voller Güte.
Auch Balkon und Garten hier;
Geranien trieben erste Blüte.

Der April ward einem Maien gleich
mit bis zu 25° Grad.
Und zudem recht erlebnisreich.
Ich fand den neuen Pfad.

Mit Michi an den Tegernsee
und ne Mitbewohnerin im Haus.
Und was ich jetzt noch seh:
Auch die Wohnung sah bald anders aus.

Im Monat Mai, da kam die Elke
sehr plötzlich ein mein Leben.
wie eine Blume, die nie welke,
wie eines Weines junge Reben.

Wünschte mir nen Schrebergarten
als Rückzugsort für meinen Geist.
Jedoch ich musste lange warten-
bis man mich abweist.

Ein heißer Juni kam geschwind daher,
mit dem Zug nach Rosenheim.
Und als genügte das nicht mehr,
lief ich noch in Franken ein.

Verblieb bei Heiko ein paar Tage,
die schönsten in sechs Jahren,
erinnere ich mich vage,
seit wir Freunde waren.

Mein Geburtstag war so regenreich
und kalt wie nie zuvor.
Er war gar einem Winter gleich,
Graupelmetastasen ,
einer Winterleich‘
krochen an meiner Seele empor.

Kurz drauf, war Passau noch mein Ziel,
ich wollt ihn kennen lernen.
Wohl erhoffte er zu viel.
Und was, steht in den Sternen.

Jerosch kam in den August,
als ich schreiben wollte.
Als die letzte Sommerlust
den Berg hinunter rollte.

Er war ein Weiser,
ganz meiner Seele gleich.
Seine Worte waren leiser,
sein Geist an Wissen reich.

Am End des Monats kam der Bau,
Arbeit ohne Ende.
Mein Chef war eine Frau,
mit ihr spachtelte ich Wände.
Bis der Streit kam, Seelen grau
Der Job, er fand jäh ein Ende.

Nimmer viel gab der Oktober,
die Depression nahm überhand.
Meine Stimmung wurde grober,
egal, in welcher Lage ich mich fand.

Der November wollte besser sein;
das versprach schon sein Beginn.
Ich kroch in XXXXXXs Bett hinein
und fühlte den Gewinn.

Der war jedoch von kurzer Dauer,
ich fühlte seine Kälte.
Es überkam mich alte Trauer,
mit der ich mich einst schon quälte.

In dieser ersehnten Nacht
erreichten mich sehr viele Zeilen
eines Menschen Macht.
Sie mochten mich ereilen,
mein Geist war neu erwacht.

Jedoch die alte Depression
war stark und stur denn je.
Seine Lieb‘ erreicht mich schon,
durch Kälte, Eis und Schnee.

Es waren die Dezemberrosen;
sie beendeten das Jahr.
Wann immer wilde Stürme tosen,
hat René mein Herz, für immer gar.

So ging das recht bewegte Jahr
in turbulentem Schritt.
2012 war schneller da,
als ein neuer Lebensabschnitt.

02.01.2012 – 22.05

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Warum

0_bigWarum immer Böses tun
und nicht Gutes geben?
Warum immer ICH bedacht
in diesem kurzen Leben?

Warum könnt Ihr nehmen
und nicht selbstlos sein?
Ich muss mich für Euch schämen;
Eure Seele ist nicht rein.

Warum wird Natur zerstört
nur für euren Spaß?
Natur, die nicht mal uns gehört,
erstickt in warmem Gas.

Warum seid Ihr so ICH-bedacht
auf unsrem Garten Eden?
Auf euch, Ihr Menschen geb ich Acht!
Wir müssen drüber reden!

Warum spielt ihr euren Gott
in dieser schönen Welt?
In Wirklichkeit seid Ihr bankrott -
es geht nur ums „liebe“ Geld!

Warum ständig Kriege schüren,
Völker unterdrücken?
Menschen ins Verderben führen,
mit Hinterlist und Tücken?

Warum kann es nicht friedlich sein,
auf dieser kranken Welt?
Am End‘ seid Ihr allein
und nichts gibt’s, was Euch hält.

Warum denn nur glaubt Ihr mir nicht,
was ich Euch hier beschreibe?
Das Wahre steht in Eurem Gesicht
und steckt in Eurem Leibe.

Warum seh ich nur die Lüge
in eurer Mensch-Natur?
Ich kenn Euch zu Genüge,
ihr seid Primaten nur.

Warum wird meine Frage nicht erwidert;
Ich weiß es ganz genau:
Ihr seid nur außen bunt gefiedert
und nicht wirklich schlau.
Nicht im Leben eingegliedert
und im Herzen grau.

29.12.2012 – 05.20

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Ruhe

So bin ich ich, so nur kann ich sein,
genieße diese Stille.
Sitze hier allein im Kerzenschein,
denn es ist mein Wille.
Gedanken werden wieder rein,
wie nach der Ruhepille.
Nur so kann ich wieder SEIN.

26.12.2011 - 23.00

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Hermann Hesse

hermann_hesse

Eine Ode an meinen Freund

Ich bin nicht Hermann Hesse;
ich fühl‘ und denke nur wie er.
Auch wenn ich mich gern messe,
mit seinem Schriftenmeer,
so wie er, werd ich nicht mehr.

Hermann Hesse, Deine Schriften
erzählen mir mein Leben.
Nebst der Welten bösen Giften,
hat’s auch Gutes uns gegeben.

Wie gern wär ich Dein Freund gewesen,
in unsrer grauen Welt.
Viel von Dir hab ich gelesen,
was mich jetzt am Leben hält.

Hermann Hesse, Dein Gebrechen
trag auch ich in mir.
Ich lern nun meine Schwächen
dafür dank ich Dir!

26.12.2011 – 21.20

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Warum ich

Warum ich nicht so bin,
wie’s mancher so gern hätte?
Mir stand noch nie der Sinn,
nach deutscher Etikette.

Warum ich nicht so lieben kann
wie der große Rest der Welt?
Und wenn’s so wäre, dann
gäb‘s was andres, was Dich quält.

Warum ich nicht so scheine,
wie andre meinem Alter gleich?
Für mich sind’s Spießerschweine
und an Wissen wenig reich.

Warum ich die Welt so anders seh?
So anders als die Masse?
Weil sie tut mir so sehr weh,
so sehr, dass ich sie hasse!

26.12.2011 - 01.12

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Scheinheilige Weihnacht

presse_2007_12_13Scheinheilige Weihnacht überall,
Licht strahlt aus den Häusern.
Und der Menschen tiefer Fall
lässt sich nur so äußern:

Euer Fest der stillen Liebe
ist von Leid umschattet.
Ihr seid nichts als Lebensdiebe
und mit Mordlust ausgestattet!

Ob Gänslein, Pute oder Schwein,
hauptsach es schmeckt gut
stopft Ihr abends in Euch rein
vergoss’nes Unschuldsblut.

Niemals daran denken
dass dies tote Tier
Liebe könnt Dir schenken,
in Deiner Fleischesgier.

Saftig gut gebräunt
liegt’s auf Deinem Herd.
Hat von Liebe einst geträumt
und ist nun nichts mehr wert.

Außer die paar Taler,
die Du zahltest für die Leich,
Kreuzer für den Steuerzahler,
Millionen für das Reich.

Eure Weihnacht ist nur Mord
aus alter Tradition.
Ein Leben geht hinfort
für Euren Christenhohn.

Schenkt Euch einfach Liebe
ohne Mord an Euren Schwestern
und Brüdern; was noch bliebe,
das bleibt heute GESTERN.

Scheinheilige Weihnacht überall,
duftet durch die Lüfte, falscher Schall.
Weihnachtshohn, Weihnachtsbaum,
du stirbst ab heut in jedem Raum.

Aus der schöne Weihnachtstraum…

23.12.2011 – 23.58

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Was für eine kranke Welt

fragezeichenWas für eine kranke Welt
entsteht in letzter Zeit?
Es geht nur noch um Geld
und falsche Eitelkeit.

Was für kranke Leute
möchten mir was lehren?
Seh ständig wie auch heute,
man kann sie nicht bekehren.

Was für kranke Worte
erreichen meinen Geist?
an jedem Zufluchtsorte
der Lügengeist noch kreist.

Ach, welch kranke Erde,
schreit nach Luft und Liebe,
Ich richt an Gott Beschwerde
und ernte Seitenhiebe.

Was für kranke Scheiße
mag mich noch erwarten
auf dieser kleinen Reise
durch des Lebens Garten?

Was für eine kranke Welt
muss ich miterleben?
Alles, was mich bisher hält,
muss ich nach und nach…
aufgeben.

Welch ein Leben.
Welch eine Schmach.

Das kranke Leben eben.
Der Erden rote Reben.

Des Lebens Glück, das einst zerbrach…

23.12.2011 – 03:10

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Leeres Blatt Papier

Leeres BlattIch sitz vor einem leeren Blatt Papier
und möchte so gerne Worte fassen.
Doch sie fliegen vorbei an mir,
wie fliegend leichte Untertassen.
Da kann ich’s Schreiben auch gleich lassen.

Ich sitz vor einem leeren Blatt Papier
und denke ganz tief drin in mir:
Wo sind all die Worte hin,
die meinem Fetisch Nahrung geben?
Macht es jetzt noch einen Sinn,
zu schreiben oder aufzugeben?

Ich sitz vor einem leeren Blatt Papier,
mein Geist ist ausgelaugt und leer.
Ich könnte brüllen wie ein Tier
doch auch das Sprechen fällt mir schwer.

Ich sitz vor einem leeren Blatt Papier;
der Wind weht’s auf den Boden.
Nun sitze ich allein vor mir
und sterb in tausend Toden,
sterbe aus der Gier
nach einem Leben,
welches für mich unerreichbar ist;
nur der Tod kann mir das geben,
was das Leben mir zerfrisst.

17.12.2011 – 20.08

unterschrift1

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