Archive for Welt & Politik

Diese Welt…

contrapunctusMeine Hände sind leer
Und müde mein Geist.
Mein Herz schlägt schwer
Das Nichts in mir kreist.

Wie kann ich das abwenden?
Wo finde ich mein Glück?
In meinen leeren Händen
Zerbricht es Stück für Stück.
Das letzte Fünkchen Glück.

Die Angst hat meiner Seele
Große Mauern aufgebaut.
Der Kloß in meiner Kehle
Hass und Trauer in sich staut.

Ich werd die Welt niemals verstehen.
Nicht ihre Freuden, nicht die Leiden.
Dies täglich stumpfe Weltgeschehen
Möcht ich zu gerne meiden.

Überall Lügen, Gier und Neid
Krieg, Moralismus und Hass.
Der Welten schönes Kleid
Wirkt erschöpft und leichenblass.

Ich glaub nur, das was ich sehe
Und das ist schon zu viel.
Egal, wohin ich gehe
Diese Welt ist nicht mein Ziel.

22.09.2015 - 00.32 Uhr

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10 Jahre Gayromeo

internet-liebeNachdem ich im Artikel Gayromeo und die User des Grauens versucht hatte, User dieser Plattform in Schubladen zu stecken, gehe ich heute noch einen Schritt weiter. Ich möchte Anfänge, Erlebnisse, Erlerntes und Kurioses der letzten zehn Jahre einmal zusammenfassen und berichten, wie ich heute darüber denke. Über Gayromeo, seine User und das Résumé daraus.

Wenn ich meine Besucherliste heute so durchsehe, fällt mir anhand der Profile nicht nur auf, dass fast alle Besucher wesentlich älter sind, als ich, sondern dass ihre Headline im Profil deutlich ist. „Barestute sucht aktiven Ficker“ heißt es da oder: „Reinkommen, abspritzen, gehn!“  Mir wird schlecht. Ständig. Und am schlimmsten wird es, wenn ich Nachrichten öffne, die etwa lauten: „Hey, geile Pics, Bock jetzt?“ oder: „ Hast XL? Mich nerven solche Nachrichten unheimlich, vor Allem, wenn sie noch von Usern stammen, die jenseits meiner gesuchten Altersklasse liegt. Und da beginnt der geniale Spruch „Wer Dich will, den willst Du nicht und wen Du willst, der will Dich nicht!“ zu greifen. Denn eine Antwort auf Zuschrift von Typen, die einem auf den ersten Blick gefallen würden, erhält man fast nie. Ich spreche absichtlich in der dritten Person, da ich aus sicheren Quellen weiß, dass dieses Phänomen nicht nur mich beschäftigt.

Dann wird zum Teil gar nicht mehr gelesen, was man in seinem Profil mitzuteilen hat. Selbst die Headline, die deutlich besagt, was man sucht und was nicht, wird nicht ernstgenommen. Da kommen dann Nachrichten von z.B. Gerd, 43, in denen er beschreibt, von wann bis wann er in München im Hotel wäre und auf was er so alles abfährt. Oft sind diese Nachrichten von sog. Plus-Usern (Bezahlende Mitglieder) schon vorgefertigt und werden nur noch per Klick ausgewählt. Solche Umstände kotzen mich ja erst richtig an, und nicht selten mache ich meinem Ärger dann Luft und teile Beleidigungen aus. Mein Lieblingsspruch in solchen Fällen lautet: “Schreib Dich nicht ab. Lern lesen!”

Früher, also als Gayromeo noch in den Kinderschuhen steckte, war das anders. Der Umgang untereinander war noch viel scheuer, unschuldiger und etwas niveauvoller als heute. Selbst auf Blind Dates ließen wir uns ein, weil das Zeitalter der Digicams und Smartphones noch nicht reif war. Dieses Portal bescherte mir auch schon sehr gute Zeiten mit wunderbaren Menschen. Das mag zum einen daran liegen, dass heute um ein Vielfaches mehr User angemeldet sind, als vor zehn Jahren. Das Angebot ist groß. Und wird das Angebot zu groß, wird auch die Wahl immer schwieriger. Wer entscheiden kann, zwischen Liebe, Treue, Harmonie oder schnellem Sex, Anonymität und Perversionen, oder aber zwischen dem Typ von nebenan und dem Katalogmodel, der wird wohl mit der Zeit immer anspruchsvoller und erhofft sich immer eine Steigerung seiner Wünsche und Lüste, bis er selbst gar nicht mehr weiß, was er eigentlich will.

Zum anderen würde ich mittlerweile sogar behaupten, dass  fremde Menschen auf digitalen Bildern oftmals ganz anders auf uns wirken, als sie in Wirklichkeit sind und wir zu schnell und abwertend entscheiden. Würden wir aber denselben Menschen irgendwo in einer Bar oder einer Mensa treffen, kann es passieren, dass wir uns unheimlich angezogen von dieser Person fühlen, die wir zuvor im anhand einiger Bilder im Internet abgelehnt hätten. Ich spreche da wirklich aus Erfahrung; und man sieht in diesem Beispiel sehr deutlich, wie sehr viele Menschen dadurch allein bleiben und vereinsamen. Und das geht sicher nicht nur Schwulen so. Wobei es für einen, der auf Frauen steht, sicher bessere Gelegenheiten gibt, eine dergleichen kennen zu lernen.

An Alter und Aussehen liegt es also weitestgehend nicht; da hatte ich in der Vergangenheit genügend Erfahrungen, die mir beweisen, dass dahingehend noch alles in Ordnung ist.  Ein Freund sagte mir mal, dass es wohl daran liege, dass sich in München mit einem Job kaum mehr jemand über Wasser halten kann. Viele machen Schule, Studium, Arbeit und wären an den Wochenenden auch noch ausgelastet, würden daher nur die schnelle Nummer nebenbei suchen und hätten für Liebesduselei keine Zeit. Das wirkt zu polemisch auf mich. Ich denke, es liegt am Angebot und an dieser Stadt.

Nehmen wir meine letzten Beziehungen, oder jene, die es hätten werden können.  Kein einziger meiner Partner stammte aus München. Die Münchner hingegen, die ich bisher traf, blieben meist eine einmalige Nummer oder ich hörte nie wieder von ihnen. Dann gibt es noch die Erfahrung, dass sich ein Exfreund von mir, als er nach München kam und nur wenige Jahre in der Münchener Schwulenszene arbeitete, zu einer arroganten Schlampe entwickelt hat. Jahre zuvor, als er noch auswärts lebte, war das ein wunderbarer Mensch. Und da sind wir schon bei meinen Antworten auf die Frage, warum ich denn nicht in das wahre Leben da draußen gehe und mich ein wenig durch die Szene tummle. Ich mag die Szene nicht. Zum Einen aus den oben erwähnten Gründen, zum anderen ist es mir zu aufwendig und teuer, Abende lang in irgendwelchen Bars rumzusitzen und für jede Kippe nach draußen rennen zu dürfen. Ich weiß, dass ich die Münchener Schwulen damit sehr diskreditiere, und es tut mir leid, wenn sich damit auch jene angesprochen fühlen, die nicht so sind. Aber es sind nun mal meine Erfahrungen.

Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, wünschen sich sicher viele, dass sich abends die Tür öffnet und ein lieber Mensch hereinkommt, der einen in den Arm nimmt. Und der absolut immer da ist, wenn man zusammen sein möchte. Aber es gibt leider noch mehr von der Sorte, die einfach nur eine Nummer suchen und wieder abziehen. Ich gebe zu; auch ich habe mir meine Hörner ordentlich abgestoßen und war selbst in manchen Beziehungen nicht immer treu. Aber diese Zeit ist lange vorbei; heute schätze ich andere Werte, die in einem solchen Internet-Sexsklaven-Haufen leider immer seltener zu finden sind. Ich spreche hier keineswegs nur von Gayromeo. In sämtlichen Portalen scheint das so an der Tagesordnung zu sein. Am Schlimmsten finde ich ja jene, die öffentlich im Profil ihren Arsch und ihre Genitalien in die Cam hängen oder solche Bilder in einer ersten Message anhängen. Leute, ich bin keineswegs prüde; aber habt ihr das denn so nötig? Ist Euch jeglicher Verstand von Werten und Niveau abhanden gekommen?

Heißt das also für uns, „back tot he roots“? Wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe, gehe ich in die Schreinerei? Werden wir in Zukunft abends wieder beim Bierchen am Tresen sitzen, während im Hintergrund deutscher Schlager trällert? Oder Nächte in Clubs abhängen, verkatert aufwachen und uns nicht mehr erinnern, wer da im Bett liegt?

Da also beides für mich nicht in Frage kommt, weder die Kneipentouren, die Szene und ihr Getue, die 50jährigen Daddys und die jungen Schlampen, werde ich wohl nur abwarten können, bis sich der glückliche Zufall mal wieder von selbst ergibt. Stalker blocken, Perverse ärgern, mit Leuten chatten, die nach Tagen noch nicht wissen, was sie eigentlich wollen und gähnend auf meine Besucherliste sehen.

Bedenkt bitte, dass es nicht „Gayromeo“ ist, das Schuld an dieser Misere ist, sondern jeder einzelne User und dieser Zeitraum, in dem wir leben. Ich bin den Machern dieser Plattform immer noch dankbar, dass ich durch ihr ins Leben gerufene Portal schon einige gute Menschen kennen lernen durfte, ohne dafür jemals einen Beitrag zahlen zu müssen. Und wenn es auch nur ein total loyaler und lieber Kerl ist, der fast nebenan wohnt und mit dem man sich gut versteht. Auf die meisten User jedoch, möchte ich sicher dankend verzichten. Gayromeo ist, was DU draus machst.

John

04.11./08.11.2012

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2011

Wirtschaftskrisen, Gier und Neid,
Lügenpolitik und Hass.
Fast schon täglich noch mehr Leid,
unsre Welt wird blass.

Meere, dick mit Öl verschmiert
fluten unser Land.
Und von den Medien regiert,
blieb die Wahrheit unbekannt.

Gestürzte Mächte, Terroristen
tief im Meer versenkt.
Und von den Egoisten
wird weiter unsre Welt gelenkt.

Jugendfrust, Gewalt und Mord
hämmern auf uns ein.
Doch keiner weiß die Antwort
und übt sich im „Betroffen sein“.

Das einst hochgelobte Griechenland
ist der neue Sündenbock.
Wer mal die Demokratie erfand
sitzt nun tief im Krisenschock.

Mit dem Abgang vieler Diktatoren
ging ein Schwung durch jedes Land.
Das „WIR“ im Volk wird neu geboren,
auch als „OCCUPY“ bekannt.

Doch trotz aller Zuversicht;
die Zukunft sieht recht düster aus.
Ich rück sie ins wahre Licht
für Dich, doch lass die Medien raus!

Hol Dir Wahrheit stets beim Volke,
dann wird Dir sehr schnell klar,
die Medien sind `ne Wolke,
nichts, was sie sagen, wahr.

Mein Kurzfilm: 2011 - Ein Film an den Himmel

unterschrift1

24. Oktober 2011 – 17.20

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2012

Sonnensturm

Katastrophen auf der Welt, es gab sie immer;
seit der Mensch zu denken wagt.
Jedoch sie werden stetig schlimmer;
auch wurde es vorhergesagt.

Nostradamus, Maya und die Bibel
schworen das Ende schon früh herbei.
Was kommt, bleibt irreversibel
und ist uns jetzt noch einerlei.

Bankenkrisen, Gier und Neid,
Hungervölker, Beben, Fluten.
Alles, was geschieht zur Zeit,
lässt Schlimmeres vermuten.

Auch die Wissenschaft ist sich im Reinen:
Der Sonnensturm im nächsten Jahr
lassen sich nicht verneinen
und auch nicht die Gefahr.

Das Magnetfeld der Erde
wird kräftig wanken;
und alles, wie wir es jetzt kennen,
existiert dann nur noch in unseren Gedanken.

Schon jetzt kannst Du es fühlen,
vergleich das Früher mit dem Jetzt:
Was damals nur sehr selten war,
ist nun durch das Extrem ersetzt.

Die Menschheit wird depressiv und krank;
sie schlagen, töten, rauben.
Und selbst Deiner hauseigenen Bank
kannst Du bald nicht mehr glauben.

Sie bauen heimlich Städte, tief unter unserem Verderben,
für die Mächtigen und Reichen dieser Welt.
Und bald fragen sich die unseren Erben:
Wo ist’s hin, das Steuergeld?

Vögel fallen tot vom Himmel,
Wale enden wirr am Strand.
Die Regierung und die Presse
sind zur Stummheit gar verbannt.

Man weiß genau warum:
Der Mensch ist dumm.
Sagst Du ihm, was geschieht;
er eine große Unruhe nach sich zieht.

Egal, was uns 2012 auch geschieht;
es ist der Anfang von Neuem,
der Ereignisse nach sich zieht,
von den wir jetzt noch träumen.

Eine Menschheit voller Güte
und unmessbarem Glanz.
Eine Welt in neuer Blüte,
ganz ohne Diskrepanz.

Glaub nicht alles, was uns der Machthaber nicht sagt!
Man erfährt alles, wenn man es nur hinterfragt.

28./29.07.2011

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Facebook und Dein bester Freund Sugar Mountain

fbIm letzten Artikel http://www.contrapunctus.me/?p=1285 hatte ich Euch über die Freundesammelmaschine berichtet, über meine Erfahrungen mit meinen „Freunden“ und Euch aufgezeigt, dass sich ein jeder von Euch darin wieder findet. Mindestens, meine „Freunde“ in der Facebookliste. Und heute lasse ich meinen Gedankenschwall über Deinen besten Facebookfreund „Sugar Mountain“ ab. Auch, wenn Du ihn nicht in Deiner Liste siehst; er war vom ersten Tag an Dein stetiger Begleiter und weiß immer, was Du gerade tust. Denkst. Fühlst. Verlangst. Siehst. Hörst. Wünschst. Kaufst… Ich könnte diese Phrase unendlich fortsetzen. Ja, er weiß auch bald all jene Dinge, die Du nur in Deinen heimlichen Gedanken mit Dir trägst.

Ich möchte Euch und mich nicht lange mit den Begebenheiten aufhalten, die zu Facebook führten. Ein jeder, der „The Social Network“ gesehen hat und die Zeit besitzt, das unzensierte Internet zu durchforsten, weiß aus sämtlichen Quellen, dass es so oder etwas anders dazu geführt hatte, wie es jetzt eben ist. Der junge Student Sugar Mountain hat seine Intelligenz und sein studiertes Wissen genutzt. Für eine anfangs recht unspektakuläre Sache. Und daraus ist ein derzeit 50-70 Milliarden schweres Unternehmen geworden. Mit einem steilen Wachstum nach oben, versteht sich. Und ich weise schon jetzt darauf hin, dass all meine Ansichten über Facebook aus unterschiedlichen Quellen, sowie auch aus eigenen Gedankengängen und Erfahrungen entsprangen, und somit auch nicht alle eindeutig belegbar sind. Erfahrungen und Quellen werden zu Vermutungen. Erst Forschungen liefern Ergebnisse. Und das kann Facebook. Es erforscht DICH.

Früher haben uns Straßen- oder Haustürbefragungen und Werbepost unheimlich genervt. Heute ist das nicht mehr nötig, weil Du dem Anbieter über Facebook durch das Klicken des „Gefällt mir“ Buttons schon signalisierst, dass Du von seinem Produkt überzeugt bist. Freunde von Dir sehen Deine Aktivität und werden dadurch vielleicht zu potentiellen „Neukunden“. Dein Freund muss Dich auf der Straße nicht mehr fragen, wie Dein geiler Duft heißt. Er weiß es bereits, weil Du es in Facebook angeklickt hast. Das ist das Geschäftsmodell von Facebook. Derzeit. Aber es entwickelt sich weiter zur Superlative unvorstellbaren Ausmaßes.

Wir sind ja nicht alle „Gefällt mir“ Klicker. Es gibt ja noch, wie im letzten Artikel erwähnt, die berühmten „Herzchen-Sammler“ und „virtuelle Schokolade-Verschenker“. Auch von denen profitiert Facebook, weil hinter jedem Klick eine mächtige Firma steht, die unserem besten Facebookfreund Sugar Mountain und seinen Mitbeteiligten Millionen in die Taschen spielt. Jeder Deiner Klicks auf einen Spruch oder ein Produkt ist für die Konzerne kostenlose Werbung in Deinem Namen. Und von den sogenannten Freundesammlern, die ich im letzten Text erwähnt hatte, profitiert Facebook und „Sugar“ das meiste, weil sie ihre „Werbung“ einer noch größeren Zielgruppe zugänglich machen.

Auch die unbewusste Beeinflussung seiner Mitmenschen macht sich Facebook zugute. Frau Mustermann, die ich im letzten Artikel schon erwähnte, erfährt nicht mehr von einer Freundin im Park, dass ihr das neue Top bei „Creation & Asozial“ so gut gefällt, sondern sie sieht auf Facebook, dass es auch drei anderen Freundinnen gefällt. Da beginnt der unbewusste Einfluss.

Leider wird über Facebook und seine Marktstrategie zu sehr das berichtet, was ich im letzten Absatz erklärt habe und was sowieso schon fast jeder 15jährige begreift. Über die Technologie dahinter und deren Ausmaß spricht kaum einer. Aber ich. Weder bin ich Student, noch ein recht guter Mathematiker oder Gelehrter. Aber ich besitze genug geistigen Horizont um aus 1+1 ein Ergebnis erzielen zu können, sowie man das auch aus Erfahrung, Quellen und Tatsachen tut.

Natürlich hat Dein bester Freund Sugar Mountain keine Zeit, um all Deine Statusmeldungen und Klicks zu lesen. Ich vermute, er liest nicht mal die seiner echten Freunde. Und trotzdem weiß er alles über Dich. Absolut alles. Und wenn er es heute noch nicht weiß, dann weiß er spätestens alles über Dich, wenn Du über Deine ersten grauen Haare an Deiner Pinnwand berichtest. Und selbst, wenn Du es nicht tust, werden es Deine Freunde auf Deinen Bildern irgendwann kommentieren. Oder sie erzählen es sich untereinander im Chat. Und auch, wenn Du deren Kommentare löscht; Sugar Mountain hat alle Infos noch im System und darf es laut Deiner Einverständnis in die Datenschutzerklärung auch weiterhin verwenden. Und nicht nur Deine gelöschten Kommentare, Deine gesamte Identität und Dein ICH.

Alles beginnt schon dabei, wenn Du Dich registrierst und vor Allem, das WIE. Sugar Mountain möchte Dir nicht im Vorfeld schon eindeutig klar machen, dass Du ALLES über Dich Preis gibst, wenn Du Deine Profileinstellungen nicht peinlich genau beachtest.

Regel Nr. 1: Ist Dir alles scheißegal, oder noch besser; Du bist ein Narzisst und zählst zudem noch zu den Freundesammlern, die stündlich und minütlich Anerkennung durch Kommentare und „Gefällt mir“ Klicks brauchen, dann lies hier erst gar nicht weiter, verwende möglichst Deine echte Identität und spritz ab, wenn wildfremde Menschen auf der Straße Deinen Namen rufen.

Regel Nr. 2: Möchtest Du nicht in diesem unbezahlten, milliardenschweren Werbestrom mit schwimmen und Deine eigene Identität bewahren, dann lies weiter oder lösch Dich aus Facebook. Oder hör auf Dein Gefühl und benutze es in gesundem Maß. Das machen aber leider die wenigsten.

Ich komme nun auf eine ganz andere Seite von Facebook zu sprechen. Nicht, nur, dass Du mit jedem einzelnen Wort, das Du auf Deiner Pinnwand veröffentlichst, eine gute, unbezahlte Werbefigur für Sugar und seine Investoren bist; Facebook erstellt aus den Informationen, die Du anderen zugänglich machst, Deinen „inneren“ Fingerabdruck – eine geistige DNA. Dies machen unzählige, programmierte Algorithmen möglich, die in das System eingepflanzt sind. Waren sie zuvor noch dafür gedacht, Dein Konsumverhalten zu kontrollieren, zielen sie nun auf Deine Persönlichkeit. Nach nicht mal zwei Jahren aktiver Schreiberei und Klickerei weiß das System nun, wer Du bist. Selbst jene geheimen Wünsche, Vorstellungen und Gedanken und seien sie noch so verboten, wird das System über Dich entschlüsseln.

Heute wird Dir noch die Seite „Scheiße“ empfohlen, weil sich das Wort in unzähligen Deiner Beiträge wiederfindet. Morgen weiß Facebook, in welche Behandlung Du Dich begeben musst, weil Du depressiv oder schizophren bist. Und Du gehst irgendwann hin, weil einer Deiner Facebookfreunde auch dort war und es weiter empfohlen hat. Dein bester „Freund“ Sugar Mountain sitzt in seinem lederbezogenen Stuhl und rechnet weiter. Und bald ist Dein innerstes, Deine zweite DNA geboren. Nicht etwa, weil Du ALLES über Dich an der Pinnwand schreibst. Allein Deine oft und meist benützten Wörter und Klicks, dazu zählen auch all Deine Kommentare, durch Algorithmen gedreht, verwertet, gezählt, und wieder durch mir unbekannte Programme gedrescht, spucken ein Ergebnis aus: DICH.

Ich möchte mir und uns nicht ausmalen, was geschieht, wenn es zur Fusion zwischen GOOGLE und Facebook kommen würde. Unweigerlich könnten diese Institutionen zur totalen Personenüberwachung genutzt werden. ALLES, was sie anbieten, selbst die legendäre Suchmaschine, erstellen Dein Profil. Glücklich ist, wer heute noch kein I-Phone besitzt oder Facebook nicht über Handy nutzen kann. Wer darüber glücklich sein kann, ist konsumgeil und wird auch künftig jeden Scheiß mitmachen. Ohne nachzudenken, zu was er führen könnte.

Ein Freund schrieb vor ein paar Wochen an seine Pinnwand: „Facebook fördert die Scheu vor Menschen. Zum Glück hab ich kein Internet mehr!“ Ich hab da nicht nur auf „Gefällt mir“ geklickt, sondern auch kommentiert, dass da durchaus was dran sei. Welcher von den eingefleischten Facebookern besucht denn noch seine Freunde an Regentagen? Sie hocken alle Zuhause vor ihren Laptops und beschweren sich, wie langweilig es ist, spielen Farmville, oder nerven ihre durchschnittlich 130 Freunde mit massenhaft Youtubevideos, die im Endeffekt doch kaum einer ansieht. Ein Phobiker, der sowieso schon mit seiner Umwelt zu kämpfen hat, verliert durch Facebook sehr schnell das Gefühl der Einsamkeit. Und umso einsamer er im realen Leben wird, umso mehr wird er zu erzählen, zu klicken und zu beschweren haben. All das, selbst jedes von dir geschriebene Smiley, merkt sich das System hinter Facebook. Vielleicht gehen wir Menschen irgendwann gar nicht mehr vor die Türe, weil wir doch bald alles über Facebook tun können. Nur eben virtuell. Die echten Gefühle bleiben da aber auf der Strecke und schon heute wundere ich mich manchmal, wie verschieden manche Freunde auf mich wirken. In Facebook so, privat ganz anders.

Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten: Du verkaufst Deine Seele an Facebook; warum nicht gleich dem Teufel? Wenn Du schon in dieser Sucht drin bist, wirst Du nur schwer wieder herauskommen. Es zielt doch alles darauf hin, dass eines Tages ohne Facebook gar nichts mehr läuft. Schon heute bekommt man zur Antwort, wenn man keinen Facebookaccount besitzt: „Alter.. aber sonst alles OK? Strom und Wasser haste schon?“

Grob betrachtet sieht es so aus: Du bekommst die Vorteile (Alte Freunde, Neue Freunde, Veranstaltungen, Werbung, Anerkennung, schnelle, unkomplizierte Kommunikation mit der gesamten Welt, auf Dich zugeschnittene Angebote und Unmengen mehr…), die Dir durch Facebook zuteilwerden, gratis. Und dafür verkaufst Du am Ende dieses Geschäfts Deine Seele. Ist das wirklich das, wonach wir streben?

Damit, wonach wir streben und was wir dafür bekommen, befassen sich meine Gehirnwinde im nächsten Artikel, wo Facebook nur noch eine unerhebliche Nebenrolle spielen wird.

John

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Ihr frommen Kirchenbrüder!

Ihr frommen Kirchenbrüder!

WO ist denn Euer Gott?

Euer Gott, der Kinder verhungern lässt.
Euer Gott, der reichen Arschlöchern noch mehr Reichtum schafft.
Euer Gott, der Arme noch Ärmer werden lässt.
Euer Gott, der Krankheiten und Seuchen zulässt.
Euer Gott, der zusieht, wie hinter der falschen Fassade Eurer Frömmigkeit Kinder von “seinen Bediensteten” missbraucht werden.
Euer Gott, den es nicht kümmert, wie seine “Schäfchen” sich und ihre Welt zerstören.

Ja, WO ist denn Euer Gott?

Euer Christentum ist seit Jahrtausenden geprägt von grausamen Verbrechen gegen die Menschheit! Euer Vatikan ist eine Sekte und die größte Geldmaschine der Welt!

Euer Gott existiert NICHT!

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Blumenkübel

Ach, Du schöner Blumenkübel
einst voller grüner Pracht.
Man hat Dir mitgespielt ganz übel,
kein Mensch gab auf Dich Acht.

Nun liegst Du da in Scherben,
Dein grüner Schmuck gebrochen.
Ich hoff, Du wirst nicht sterben,
erhol Dich ein paar Wochen.

Ach, Du schöner Blumenkübel,
beib uns treu, sonst wird uns übel.

06.08.2010

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Frank Torthoff und die Schwulen - Satire?

homophobieEin guter Freund schickte mir heute ziemlich entsetzt einen Artikel in Skype, den ich mal dringend lesen sollte. Ich bin bekannt dafür, zum Gegenschlag auszuholen, wenn in Artikeln über Minderheiten gehetzt, übel mitgespielt und laienhaft berichtet wird.

Auch wenn ich gegen die Verbreitung jeglicher Anti-Schwulen- oder Anti-AusländerProbaganda bin; diesen Artikel sollte man sich mal zu Gemüte führen und sich bewusst werden, welch kranke Menschen wohl dahinterstecken:

http://elternimnetz.heliohost.org/artikel/schock-diagnose-homosexuell-wenn-der-eigene-sohn-schwul-wird/

Zuerst dachte ich, dieser Artikel muss eine Satire sein; so etwas kann doch heutzutage kein normal denkender Mensch schreiben. Aber als ich begann, nach diesem selbsternannten “Journalisten” Frank Torthoff zu recherchieren, fiel mir auf, dass dieser Mensch weitaus mehr Unwesen treibt als ich annahm und unter der Netzgemeinde schon als eine Art Hassfigur gehandelt wird.

In seinem Artikel bezichtigt er Homosexuelle als geistig behindert und rät Eltern dieser gottlosen Wesen, sie in therapeutische Einrichtungen zu schicken. Ich würde eher Herrn Torthoff zu einer Langzeittherapie raten und bitte ihn, uns Menschen mit seinen geistlosen und überaus dummen Artikeln in Ruhe zu lassen. Ich habe die Seite “Eltern-im-Netz” inkl. Link bereits an zuständige Stellen, sowie die Landesmedienanstalt geschickt. Weitere Schritte behalte ich mir noch vor. Ich werde das Treiben dieses Herrn Torthoff sehr gut beobachten, soviel ist sicher. Ein “Journalist”, der seine persönlich Meinungen oder seine Homophobie mit seiner Arbeit in Verbindung bringt, ist parteiisch und meines Erachtens nach kein Journalist.

Herr Torthoff treibt auch in Twitter sein Unwesen. So schreibt der homophobe Journalist z.B.: “Mit Schwulen möchte ich nichts zu tun haben. Bitte sagen Sie mir, wie ich Ihren Account blockieren kann.” http://twitter.com/eltern_im_netz/status/10562481825

An anderer Stelle schreibt Torthoff: Artikel: “Ich wollte doch nur bessere Noten” - Amok-Schwein von Ludwigshafen packt aus http://twitter.com/eltern_im_netz/status/9727706202 Natürlich heiße ich Amokläufe nicht gut. Wäre Torthoff aber wirklich ein Journalist mit zufriedenstellender Recherche, so wüsste er, dass es Schweine wie ER sind, die Jugendliche in den Selbstmord oder in Amokläufe treiben.

Auch wenn uns dieser Mensch “nur” Satire verkaufen möchte; ich denke irgendwo sind Grenzen. Es gibt genug “dumme” oder weniger erfahrene Menschen, die diesen Schwachsinn glauben und andere dann damit belästigen.

Ein anderer Blogger äußert sich ebenso zu diesem Thema. Lesenswert: http://www.blog.briwsion.de/?p=229

Oder hier: http://marceldams.blog.de/2010/01/20/rassistischer-eintrag-homosexualitaet-eltern-im-netz-de-vu-7797950/

Auch Simon berichtet: http://simon1981heu.wordpress.com/2010/03/17/was-wenn-mein-sohn-schwul-wird-ein-onlinebericht/

Nachtrag: Ein Phantom namens Keyser Söze behauptet nun mir gegenüber, nach all der aufgeheizten Stimmung, dass die Seite “Eltern-in-Netz” eine reine Satire zur regulären Seite “Eltern-im-Netz.de sei. Bei näherem Betrachten der Artikel möchte man das auch glauben. Angesichts der bösen Stimmung in den Kommentaren wird doch aber klar deutlich, dass 90% der Leser diese Satire nicht verstehen. Ich finde das irgendwie nicht lustig…

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Wir sind UNZURECHNUNGSFÄHIG!

lissabonvertragDas was im Moment und in naher Zukunft auf uns zukommt ist nichts anderes als die Folge jahrzentelanger Volksverdummung durch Staat, Wirtschaftsmafia und Medienlobby.
Man sehe sich nur das Ergebnis der Bundestagswahl an. Jeder normal denkende Mensch hätte ein solches Wahlergebnis verhindern müssen.

Wir bekommen, was wir selbst “verdient” haben. Wir haben uns jahrzehntelang von staatlich koordinierten Medien verdummen lassen und uns am Ende selbst verkauft. Denn wir wissen nicht mehr, was wir tun. Wir sind ein bequemes InternetVolk geworden, stets bereit, das Internet mit seinem Jammern und Klagen zu verstopfen, aber kein einziges Ei mehr in der Hose, um gemeinsam auf die Straße zu gehen und dem Rest da oben zu zeigen WER das Volk ist.

Jeder jammert nur und erzählt, was MAN tun MÜSSTE. Diese Einstellung ist zu bequem. Wo ist der Revolutionsgeist in uns geblieben? Ist die Vision von Deutschland gestorben?

Wenn wir so weitermachen, haben wir auch keine bessere Zukunft zu erwarten.

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F. - W. Steinmeier begeht politischen Selbstmord

F.-W. SteinmeierSteinmeier äußerte im FOCUS-Interview Sympathien für eine Koalition mit der FDP. Ich dachte, erst: Das kann nicht wahr sein.
Jeder konnte die Äußerung Westerwelles über die “faulen Hartz-4-ler” nachlesen. Wenn die SPD so weitermacht, kann sie das “S” im Parteinamen streichen. Steinmeier sieht seine Felle schwimmen und will mit aller Macht an die Macht. Die SPD verrät einen Großteil ihrer Wählerschaft. Ich wette, nach der Wahl gibt es massenhaft SPD Austritte.

Ich kann mich ganz gut an die Tage erinnern, wo die SPD die Zusammenarbeit mit der Linken überhaupt ausgeschlossen hat. Dann kam für die Landesverbände grünes Licht bei Landesregierungen mit der Linken Partei Bündnisse einzugehen, aber für die Bundesregierung käme so etwas nicht in Frage. Jetzt schließt Steinmeier Bündnisse auf Bundesebene nur noch bis 2013 aus. Herr Steinmeier, für wie doof halten sie das deutsche Volk? Die Menschen in Deutschland halten doch jetzt schon wieder ihr Geld fest, weil sie Angst haben dass nach dem 27. September wieder die Steuerhyänen regieren könnten. Wo sehen sie ihren Erfolg? In dem, dass sie bei den aktuellen Wahlumfragen schlechter dastehen wie vor 4 Jahren?

CDU und FDP machen nur eine Politik für das Kapital und gegen die Arbeitnehmer. Wer Arbeitnehmerrechte stärken will, darf eine Zusammenarbeit mit den Linken nicht ausschließen. Berlin zeigt, daß eine Zusammenarbeit zwischen SPD und den Linken kein Schaden für das Land bedeutet !

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DEUTSCHLAND 09 - Wo bleibt das Volk?

Im Rahmen des heutigen Kinostarts DEUTSCHLAND 09 möchte ich meine persönlichen Gedanken und Meinungen über Deutschland, die BRD und sein schlafendes Volk kundtun.

Die Zeit des Internets ist auch die Zeit des Bloggens, des Nörgelns und der schier unendlichen Informationsflut geworden. Ein jeder von uns hat heutzutage die Möglichkeit, Medienmeldungen aus anderer Sicht zu beleuchten, die Entwicklungen unserer Republik zu dokumentieren oder einfach seinen geistigen Schwachsinn für Millionen Bürger zugänglich zu machen. Früher war dies nur unseren Medienkonzernen möglich - Heute boomt der Internetjournalismus. NOCH ohne weitgehende Zensuren.

Millionen Bürger haben schon erkannt, wie es um unsere “Demokratie” und unsere “Freiheit” steht, ein Großteil derer verbreitet seinen Gram darüber in Blogs, ein kleiner Teil von ihnen geht auf die Straße oder versucht sich aktiv gegen den Unterdrücker-Staat zu wehren. Und was macht der Rest? Was macht die Vielzahl unserer Bürger? Sie tun nichts. Sie beugen sich jedem neuen Gesetz. Schimpfen, bloggen, kreischen, jammern - aber tun NICHTS. Sich der mahnenden Hand des Staates zu beugen ist wahrlich einfacher, als sich aktiv dagegen zu wehren. Und was nutzt es? Wo bleibt das Volk? Wo seid ihr? Versteckt Euch feige hinter Euren Blogs und meint, damit ist Deutschland geholfen.

Ein guter 70jähriger Bekannter erzählte mir mal, dass die Leute in den 20-er Jahren auf die Straße gingen, sich regelrechte Straßenschlachten lieferten, weil der Bierpreis um ein paar Pfennige steigen sollte. In anderen Ländern brennen Autos oder es finden wüste Aufstände auf den Straßen statt - und zwar solange, bis sich die Regierung beugt und einsieht, dass das Volk die Mehrheit ist, und nicht der Politiker. Hat uns der Staat heute so gut im Griff? Ja.

Er verkauft uns den Terror und die Angst. Scheint ein gutes Druckmittel zu sein. Warum sage ich “verkauft”? Weil ich der Meinung bin, dass nicht einmal die Hälfte, was uns über die Medien verkauft wird, auch der Wahrheit entspricht. Es existiert kein Terror in Deutschland! Den Terror macht unsere Regierung - und wir glauben brav daran, beugen uns jedem weiteren Gesetz, dass uns nach und nach mehr einschränkt. Back to the roots. Die ehem. DDR lieferte das klassische Beispiel. “Wir haben das Volk im Griff - und es kann uns nichts!” Macht nur so weiter und ihr werdet in absehbarer Zeit sehen, wie weit Euch das bringt. Schäuble freut sich wahrscheinlich heute schon auf das Videomaterial aus Euren Schlafzimmern, welches Euer netter Nachbar von nebenan mal schnell per Mail an die Staatssicherheit schickt. Düstere Zukunftsgedanken? Keineswegs. Ich sehe das so kommen - und neben mir einige Hunderttausend Infokrieger auch.

Trotz allem hat jedes Übel auch sein Gutes. Viele Länder, garnicht so weit entfernt von uns, würden uns beneiden. Wir haben NOCH ein einigermaßen funktionierendes Sozial- und Gesundheitssystem, wenn auch das langsam aber sicher den Bach runtergeht. In vielen anderen Ländern existiert die 2-Klassengesellschaft schon lange, aber auch uns erreicht diese Welle bereits.

Wir haben ein Arbeitsrecht, ein Mietrecht, wir können gegen Mobbing klagen und Schwule können heiraten. Und trotzdem, dass unser Paragraphenstaat jedes Kopfpflaster mit dem Lineal vermisst, stürzt dann in Köln ein ach so geliebtes Stadtarchiv mit Schätzen unermessbaren Wertes zusammen. Von den beiden jungen Toten, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten,  wird nur beiläufig gesprochen. Jugendliche werden gewalttätig oder laufen Amok. Weil keiner hinsieht. Unser System versagt - Nur das Volk wacht nicht auf.

Warum wacht es nicht auf? Nun, man sehe sich nur mal die groß angelegte Medienseuche an. Je dramatischer sich ein Bild oder eine Filmsequenz verkauft, umso mehr Einschaltquoten, sprich: Mehr Geld bringt es ein. Unsere Medienkonzerne setzen schon lange nicht mehr auf Wahrheit - sondern Dramatik. Der dumme Bundesbürger kauft uns das schon ab. Ob 9/11, Winnenden 03 RELOADED, Köln, alles ist mit Unwahrheiten behaftet und macht uns Angst. Die neue Art der Schocktherapie zeigt Wirkung. Und das ist der “offene Port”, wo sich unsere Unterdrückungspolitik einschleust. Wie ein Trojaner in einen unzureichend gesicherten Computer.

Wunderbare Vorraussetzungen um uns noch mehr Freiheiten zu nehmen. Gründe dafür gibt es täglich in unserem Zuscheiß-TV. Ich frage mich sowieso seit Jahren, warum man einen paranoiden Politiker, der ein schweres Attentat erlebt hat, mit Aufgaben wie der inneren Sicherheit behaftet. Das ist doch krank. Aber vielleicht haben unsere Infokrieger mit dem Statement: STASI 02 - RELOADED doch recht. Alles arbeitet derzeit darauf hin. Unterdrücke das Volk, damit die, die schon mächtig genug sind, noch mächtiger werden.

Ich habe bisher leider nur zwei Trailer des Films DEUTSCHLAND 09 gesehen, hoffe aber, dass er auch einige Wahrheiten aufzeigt. Ich werde ihn mir ansehen und anschließend darüber berichten. Und wie der Regisseur Dany Levy schon treffend sagte: Deutschland ist ein Land des Redens - nicht des Handelns…

http://deutschland09-der-film.de

oder:

http://www.youtube.com/watch?v=0BuoVwRF578&feature=dir

Deutscher Michel - wach endlich auf! Die Möglichkeiten, die Du jetzt noch hast, werden Dir sehr bald rapide genommen!

In diesem Sinne

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Gigolos und die ach so armen reichen Frauen

Wieder mal ein Thema, welches mich so dermaßen aufregt, dass ich dazu unbedingt mal Luft ablassen muss. Da wird jetzt der Fall “Klatten” in den Medien rauf und runtergekotzt (ist ja in der heutigen Zeit nichts Neues) und als ob das noch nicht genügt, bringt das “Zuscheiß-Fernsehen” auch noch all die anderen “armen, weiblichen Seelen”, die im Urlaub auf einen Flirt reingefallen sind. (Auch nix Neues in den heutigen Medien)

WACHT DOCH MAL AUF!

Ist bisher EINE Frau vor Gericht gelandet, weil sie sich an nen reichen Mann geworfen hat? Ich könnte auf Anhieb mind. zehn Frauen aus der “Promiszene” nennen, die sich mal ganz lapidar ausgedrückt, “hochgevögelt” haben und den Typen irgendwann verließen. Ich lass es aber aus rechtlichen Gründen, diese Namen zu nennen.

Es scheint doch in der Moral unserer Gesellschaft schon ganz normal zu sein, dass die Frau mit der Kreditkarte des Mannes shoppen geht und nach der Scheidung auch noch ne fette Abfindung bekommt. Der Mann blutet immer (meistens jedenfalls), wenn die Frau nimmer will. Ich finde das so dermaßen ungerecht, weil jeder Mensch für sich selbst sorgen muss. Und das vorallem, wenn man sich trennt. So ist die Ausbeutung der Männer seit Jahrzenten und Jahrhunderten Kultur - und die arme Frau Klatten eine geschröpfte Milliardärin. Schließlich trägt sie Mitschuld. Sie hat sich auf den Firt eingelassen und einmal freiwillig 7 Millionen rausgerückt. Wie kann man nur so blöd sein?

Helg Skabi war jedenfalls auch ganz schön dumm. Hätte er sich mit den 7 Millionen zufriedengegeben, bräuchte er sich nun keine reiche Tante mehr suchen und auch nicht im Knast sitzen. Aber die Gier macht bekanntlich alles kaputt - man beachte die Banken, die sich in ihrer grenzenlosen Gier verspekuliert haben.

Es wird Zeit, dass auch Frauen, die sich (immer noch legal) das Vermögen des Partners krallen, genauso gleichberechtigt vor der Justiz behandelt werden. Denn: Es gibt mehr “Gigolinas” als Gigolos!

Und PS.: Ich spreche hier nicht von den normalen Hausfrauen, die einen Unterhalt für ihre Kinder einfordern, selbst was auf der Kante haben und auch selbst ihr Geld verdienen. Meine Mutter hat auch gearbeitet, mit zwei kleinen Kindern!!!

In diesem Sinne,

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AMOK für den Frieden?

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, über dieses Thema zu schweigen. Aber was ich da seit gestern in Blogs, YouTube Kommentaren und anderswo lese und was so mancher “kompetente” Geist vor den TV Kameras dazu sagt, haut mir langsam wirklich die Sicherung raus.

Immer wenn sowas geschieht, wird über die falschen Maßnahmen nachgedacht. Ein verschärftes Waffenrecht oder zensierte Computerspiele werden die innerliche Wut und den Hass eines solchen Menschen nie ändern. Er wird weiter hassen, wenn nicht noch mehr. Und was verboten ist, wird bekanntlich trotzdem getan; der Reiz des Verbotenen spielt da auch seine Rolle. Und eine Waffe…bekommt man wirklich immer, wenn man will.

Ihr merkt anscheinend alle immer noch nicht, wie medienverseucht unsere Gesellschaft ist. Nicht Computerspiele, Horrorfilme und herumliegende Waffen züchten solche Täter, sondern die Medien und die dadurch verseuchte Gesellschaft. Ja, IHR! Ihr alle da draußen seid mit Schuld. Oder habt ihr jemals einen Amokläufer erlebt, der selbstbewusst im Leben stand, Freunde hatte und allgemein aktzeptiert und geliebt wurde? Ich denke kaum…

Und anscheinend ist dieses Elend, was dann stunden- und tagelang in sämtlichen Medien rauf- und runterdiskutiert wird, noch nicht genug. Nein, man muss sich das auch noch in unzähligen YouTube Videos antun! Müsst Ihr Euch mit diesem Elend, welches zugleich auch geklautes Filmmaterial ist, brüsten, um möglichst hohe Quoten zu erzielen? Armseliges Volk!!! Hört endlich auf damit!

Ich heiße es wirklich nicht gut, was da immer wieder geschieht.. Dass es junge Menschen gibt, die anscheinend so sehr verzweifelt sind, dass sie keinen anderen Ausweg mehr finden, um ihren innerlichen Hass und die Wut zu stillen.  Dass unschuldige Menschen ihr Leben lassen müssen, damit der “Täter” seine innere Ruhe findet, ehe er sich selbst richtet. Aber vielleicht sind gerade jene schrecklichen Taten eine Wurzel für den Frieden. Den Frieden unter und mit unseren Jugendlichen. Indem endlich mal sinnvoll darüber nachgedacht wird, was mit unserer Jugend und unserem Weltbild los ist…

Nun einige kluge Köpfe waren heute auch zu hören. Ganz allgemein behandeln wir unsere Kinder und Jugendlichen lieblos. Wir sehen weg, wenn sie Fragen haben, wir haben keine Zeit, wenn sie mit uns sprechen wollen - wir beurteilen sie nach ihrer Leistung statt nach ihrer menschlichen Ausstrahlung und wir setzen sie ständig unter Druck.

Wir schauen weg, wenn sie sich prügeln, mobben, beleidigen und demütigen - wir schauen auch weg, wenn Erwachsene sich so verhalten - aber wir regen uns auf, wenn sie sich lieben.

Unsere Gesellschaft wird weiterhin solche Monster heranzüchten, wenn wir die Jugendlichen nur als human Kapital betrachten, die für uns mal die Rente herbeischaffen müssen.

Ich habe leider wenig Hoffnung, dass die Verantwortlichen etwas gelernt haben. Sie werden neue Gesetze diskutieren, die Strafen verschärfen, die bösen Videospiele wieder diskutieren aber das Kernproblem nicht erkennen. AMEN.

http://5on0fa6un.blog.de/2009/03/12/winnenden-5743820/

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