Archive for Dezember, 2009

Harmonie

aiDer Weihnachtstag nahm noch eine sehr positive Wendung. Mein Auge schien immer besser abzuheilen. Teilweise konnte ich die Augenklappe sogar für ein paar Minuten abnehmen, ehe ich mir die nächsten Salben und Tropfen hinter die Bindehaut kippen musste. Fast stündlich.

Daniel meldete sich kurz vor 19 Uhr in Skype. Wir haben uns gestern spontan zum Einkaufen verabredet. Nach gut zwei Wochen haben wir uns wieder gesehn. Es tat gut. Ich habe mich bei ihm für einen bösen, dreiseitigen Brief, den ich ihm am 10.12. in den Briefkasten steckte, entschuldigt. Ich hab Mist gebaut. Er hatte das nicht verdient.

“Magst Du mit mir essen gehn?” schrieb ich ihm und suchte sehr lange nach geöffneten Restaurants - aber no chance. Schließlich bestellte ich uns zwei Pizzen. Plötzlich befand ich mich etwas im Organisationsfieber. Michi noch was Nettes vor die Tür legen, einen Kurzbesuch von zwei türkischen Kumpels abfertigen - und Daniel zu erwarten. Auch wenn wir getrennt sind; ich finde seine Anwesenheit sehr schön; vorallem, dass ich ihm wieder in die Augen sehen durfte. Mit meinem Brief, der teilweise sehr unter die Gürtellinie ging, hatte ich ihn fast für ganz verloren. Auch als Mensch und als Freund. Ich möchte einen solchen Umstand nie wieder herbeiführen.

Der Abend verlief harmonisch, mit ein, zwei Diskussionen über Geschehenes, die wir aber recht gut meisterten. Mit zwei White Russian, die Daniel mixte, mit Wort und mit ein wenig Witz.

Es war ein schöner Ausklang, der mir viel bedeutet, den ich in Erinnerung behalte. Die unerträgliche Last ist abgefallen. Ein anfänglicher Horror-Tag, nahm doch noch eine positive Wendung. Das Leben ist manchmal wirklich schwarz-weiß

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O’ du schreckliche

horror7.00 Uhr. Nach gerade mal drei bis vier Stunden Schlaf wache ich unter heftigsten Schmerzen im linken Auge auf. Die Schmerzen strahlen bis in den Hinterkopf aus und ich sehe kaum noch etwas. Ich springe aus dem Bett und will die Jalousien hochziehen. Noch ärger! Ich vertrage kein Licht. Panik. Das Auge hat gestern schon begonnen, wieder zu reizen und zu tränen. Ich vermute, dass es von der Verletzung durch die Stechpalme im August kommt. Monatelang war Ruhe; nun scheint es arg zu werden.

Ich rufe Markus, meinen Nachbarn an, bitte ihn, mich in die Klinik zu fahren. Ich hab das Gefühl, blind zu werden. Markus kann nicht fahren. Er sagt mir, dass er mir zu Weihnachten gerne das Taxigeld schenken würde. Ich lehne dankend ab, da er es momentan selbst finanziell nicht einfach hat. “Ich bekomm das schon irgendwie hin” sage ich und laufe nervös auf und ab, kann nicht fassen, dass ich immer weniger sehe. Schließlich ruft Markus im Klinikum Großhadern an. Dort wird er an die Augenklinik verwiesen. Er ruft ein Taxi, das rasch erscheint und drückt dem Fahrer 30,00 EUR in die Hand. Danke Markus…. Ohne Dein Handeln wäre ich wohl jetzt auf dem Auge blind.

Der Fahrer ist ein freundlicher Grieche. Seltsam, als ich gestern Nacht von meinem Besuch nach Hause fuhr, war der Taxifahrer auch Grieche… Er führt mich zum Taxi und fährt los. Ich weiß nicht, wo wir sind; ich erkenne nur noch schemenhaft die Umgebung, kann nicht raussehn, dann ist es, als wäre ich komplett blind. Ich halte es nur mit Sonnenbrille aus. An der Klinik in Sendling angekommen, führt mich der nette Mann zu den Ärzten. Ich mache eine vierstündige Tortour aus Warten, Untersuchungen, Behandlungen und Lasern durch.

Als der Arzt mich dann fragt, ob ich eine organische Erkrankung hätte, werde ich stutzig. Ich erzähle ihm von meinen Vorgeschichten und was sonst grade so ansteht. “Jetzt ist alles klar.” sagt er und ich bemerke, dass schon wieder ein Grieche vor mir sitzt. Er mahnt mich, dringendst die Darmsache behandeln zu lassen. Sowas geht in manchen Fällen schwerwiegend auf die Augen. Ich habe noch Glück, denn das Auge könnte bereits tot sein. Eine junge Ärztin kommt hinzu. “Sie sind noch so jung! Mit 10 cm weniger Darm, kann man leben, mit Metastasen aber nicht! Wollen sie sterben?? Jetzt reißen sie sich zusammen, das kann doch nicht wahr sein! Sie müssen erst blind werden, um zu sehen, wie krank sie sind!”

All das sagt sie vor anderen Patienten im Raum und sehr laut. Es ist mir peinlich. Aber ich kann die Menschen eh kaum sehen. Der Doc verschreibt mir 5!! verschiedene Salben und Tropfen, bittet mich, täglich zur Untersuchung zu kommen. Auf meine Frage, was mir im Extremfall blüht, antwortet er. Das kann wieder werden. Aber eine schleichende Erblindung des linken Auges kann er im Moment nicht 100%ig ausschließen. Schock. Mit diesen Worten entlässt er mich. In der Apotheke werde ich fast 30,00 EUR los. Tolles Weihnachten! Schon gestern hatte ich das dumpfe Gefühl, dass heute was Schlimmes passiert… Gebeutelt von Panik, Fassungslosigkeit und Schmerz gehe ich vorsichtig durch die Straßen. Ich erkenne nur noch den Boden bis zu 2,3 Meter vor mir.

In der Landwehrstraße finde ich endlich ein kleines kroatisches Imbisslokal. Ich gehe rein und bestelle ein Bier. Muss erstmal verdauen, was grad um mich geschieht. Ich mag das nicht glauben. Nach dem Bier und vier Zigaretten, gehe ich zu einer Trambahn Haltestelle. Ich kann nicht sehen, welche Bahn einfährt und frage einen Mann. Es ist die 18. Er nimmt mich am Arm und führt mich in die Bahn, zu einem Platz. Es ist mir fast peinlich, aber ich kann die Menschen sowieso nicht sehen. Ich sehe nur den Boden unter mir. Es ist ein Albtraum. Am Gondrellplatz angekommen, suche ich schnellstens mein Zuhause. An Kreuzungen und Ampeln habe ich Angst, die Straße zu überqueren. Endlich Zuhause. Ich muss meine Wohnung abdunkeln, hatte der Arzt gesagt. Kein Blitzlicht, kein grelles Licht.

Ja, hier sitze ich nun, mit abgedunkeltem Raum und Bildschirm, Sonnenbrille, Verband und Augenklappe. Es fühlt sich immer noch an, wie ein böser Traum… O’ du schreckliche…. Bitte bitte, lass heut noch was Positives geschehn, ich kann einfach nicht mehr…

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Kapitel 25

“Kapitel 25 - Absturz” ist nun online. Rechts oben unter “Der Roman” oder über diesen Link:

http://www.jam-websolutions.de/johnhp/blog/?page_id=571

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Schlaf

Denn wer liebt, der ist voller Sehnsucht und findet nie ruhigen Schlaf, sondern zählt und berechnet die ganze Nacht hindurch die Tage, die da kommen und gehen.
Chrétien de Troyes, Yvain / Botin der Königin

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Kapitel 24 – 2007

Kapitel 24 - René ist nun online. Rechts oben unter “Der Roman” oder über diesen Link:

http://www.jam-websolutions.de/johnhp/blog/?page_id=553

Kann sein, dass diese Nacht auch noch Kapitel 25 erscheint. Ist aber nicht sicher.

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The Party is over

The Party is over

I lost you in the morning
When the snow felt in our world
I lost you in the cold
Between these shades of our illusions
I found an empire of love and pain
Within this kiss - this kiss goodbye
For I will never
Forget your face
Behind the window
Of this parting train

I asked the moon
To bring you back into my arms
I called the win to guide your way
I begged the earth to hold you tight
Keep you from harm
I send you kisses in my dreams
For I know
We had our time
I close the door
The party is over

Imposing our love
Through all the years we have to face
Now I am on my own
Passing through these fields of memories
All these visions of my temple dream
I sacrifice my everything
For I will never
Forget your face
Behind the window
Of this parting train

I asked the moon
To bring you back into my arms
I called the win to guide your way
I begged the earth to hold you tight
Keep you from harm
I send you kisses in my dreams
For I know
We had our time
I close the door
The party is over

by Lacrimosa - Das ist nur für Dich, und ich wünschte, es stammte aus meiner Feder…

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Ich verlasse heut Dein Herz

Ich Verlasse Heut’ Dein Herz

Verlasse Deine Nähe
Die Zuflucht Deiner Arme
Die Wärme Deiner Haut
Wie Kinder waren wir
Spieler - Nacht fur Nacht
Dem Spiegel treu ergeben
So tanzten wir bis in den Tag

Ich verlasse heut’ Dein Herz
Verlasse Deine Liebe

Ich verlasse Deine Tränen
Verlasse was ich hab’
Ich anbefehle heut Dein Herz
Dem Leben - der Freiheit
Und der Liebe
So bin ich ruhig -
Da ich Dich liebe!

Im Stillen
Lass ich ab von Dir
Der letzte Kuss - im Geist verweht
Was Du denkst bleibst Du mir schuldig
Was ich fühle das verdanke ich Dir
Ich danke Dir für all die Liebe
Ich danke Dir in Ewigkeit

Ich verlasse heut’ Dein Herz
Verlasse Deine Liebe
Ich verlasse Dein Herz
Dein Leben - Deine Küsse
Deine Wärme - Deine Nähe -
Deine Zärtlichkeit

by Lacrimosa

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Hausverbot

Nach einer Nacht mit heftigsten Albträumen, mehrmaligem Aufwachen und Angstzuständen führt dieser Tag nichts Gutes im Schilde. Wie immer koche ich meinen Tee auf, räume etwas auf und langweile mich am PC. Meine Stimmung ist alles andere als gut, aber ich versuche, das Beste draus zu machen. Die Albträume der letzten Nacht hängen mir immer noch nach. Mein Exfreund, der sich in einen “Erzengel Michael” verliebt und ihm eine Herzengirlande malt, die blutende, nach Luft gurgelnde Bettelfrau am Bushäuschen, wie ich im Gefängnis von Wärtern traktiert werde, weil ich jemanden ermordet habe und den Rest weiß ich jetzt (18.40) nicht mehr genau…

Gegen 16.30 Uhr, nach einem wieder mal unnötigen Skype-Wortgefecht zwischen meinem Ex und mir sage ich den Termin bei meinem Psychoanalytiker telefonisch ab. Zum Glück muss ich nur auf den AB sprechen. Ich kann da nicht hin. Ich fühle mich schlecht und minderwertig. Gegen 17.00 Uhr zieh ich mir was über, vermumme mich so, dass mich keiner erkennt und bring mein Leergut zu Tengelmannn. Ich hab eine innere Wut und Traurigkeit in mir, die man kaum beschreiben kann. Und ich hab das dumpfe Gefühl, dass mir heute noch jemand begegnet, der mich provoziert.

Während ich meine zwei Taschen mit Pfandflaschen in den Automat stecke, bemerke ich im Augenwinkel, dass ein Mann zwei Meter hinter mir steht und wartet. Das nervt mich. Hinter ihm steht dann noch ein Frau. Die beiden unterhalten sich, aber ich verstehe es nicht, weil meine Musik im MP3 Player läuft. Die leeren Tüten lege ich wie immer neben den Automaten. Plötzlich verstehe ich immer deutlicher, dass der Mann, mitte 50, mich anspricht. “Ja, werns wohl ihre Tüten wieder mitnehmen?!” raunzt er in ernstem Ton. “Einen Scheiß mach ich!” raune ich zurück und nehm einen Ohrstöpsel raus. “Ja wo komma denn do hie, wenn a jeder sein Müll do lässt! Sie nehma des jetzt mit, sonst ruf i die Geschäftsleitung!” provoziert er weiter. Filmriss. Ich laufe auf den Mann zu und schubse ihn. “Hast Du den ganzen Tag nichts anderes zu tun, Du Arschloch?!” schreie ich ihn an. “Musst Du mich bis aufs Blut nerven ja?” schreie ich weiter. “Hilfe, Hilfe!” ruft der Mann. Ich schreie ihn weiter an. Während er versucht, mich anzugreifen, schubse ich ihn nochmal kräftig; er fällt zu Boden. Kurz muss ich an die Bettelfrau denken, wie sie nach Leben gurgelt und das Blut spritzt. Fassungslosigkeit in den Gesichtern der Kunden. Bedienstete des Ladens kommen herbeigeeilt. Die Geschäftsführerin brüllt mich an: “Sie bleim jetzt do, ich ruf die Polizei! Sie ham ab sofort Hausverbot!” Zwei Türken mitte 20 halten mich fest. Der Mann will nochmals auf mich zulaufen, während ich mich aus der Gefangenschaft der beiden Türken befreie. Einem verpasse ich einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht. Er fällt gegen die Kühltruhe. Blut. Dann beginne ich unter Panik Konservendosen nach dem anderen zu werfen. “Keiner kommt mir zu nahe, oder es passiert was ganz schreckliches, das schwör ich euch!” schreie ich die Leute an, die sich in der kurzen Zeit um das Geschehen versammelt haben. Ich nehme meinen Rucksack vom Boden und renne aus dem Laden. Keiner folgt mir. Ich laufe richtung REWE und sehe die Polizei mit Blaulicht richtung Tengelmann fahren. Ich habe Panik.

Aber ich setze meinen Einkauf fort. Zwei Bockbier und eine Schachtel Zigaretten nehme ich mir mit und laufe weiter zu Netto. Warum musste das geschehen?
Die “Diebin” sitzt an der Kasse und fragt, was mit mir los ist. “Nix, es geht nur momentan alles drunter und drüber..” antworte ich und möchte so schnell wie nur möglich aus dem Laden. Ich laufe den dunklen Weg nach Hause. An den Blöcken riecht es nach angebranntem Fleisch. Ich muss kotzen. Ich kotze, bis ich das Gefühl habe, mein Magen kommt raus, weil nichts außer Flüssigkeit drin ist.
Anschließend sitze ich auf meiner Bank im Park, trinke ein Bier und denke darüber nach, was geschehen ist. Früher war das meine Bank zum Nachdenken. Nun steht sie unter Wasser…

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Lieber/s Weihnachtsmann/Christkind

…wie auch immer. Hier mein Wunschzettel:

- LIEBE

- GLÜCK

- ERFOLG

mehr nicht. Danke

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Halt mich

Aus schlaflos gelebtem Tagtraum erwacht
So bin ich der Sehnsucht Opfer
Aus kindgelebtem Vertrauen erwacht
So klaffen heute meine Wunden

Das Leben brennt mir von der Seele
Die Sehnsucht erfuellt nur tapfer ihre Pflicht

Halt mich - mein Leben - halt mich!

Solange sich die Zeit noch regt
Die Zeiger sich noch drehen
Solange drehe auch ich noch meine Runden
Doch des Lebens süße Lust hat mich verlassen

Das Leben brennt mir von der Seele
Die Sehnsucht erfuellt nur tapfer ihre Pflicht

Halt mich - mein Leben - halt mich!

by Lacrimosa

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