Archive for März, 2011

Bittere Wahrheit

Ich schrei nicht mehr nach euch,
nach jungen, lüst’ren Dienern.
Ich brauch’s nicht mehr, das Junggefleuch,
ich kann mir selbst noch einen wienern.

Ich fleh’ auch nie mehr nach der Liebe,
nach ewig jungen Dingern.
Ich kenn euch Herzensdiebe!
Kann mich selbst noch ganz gut fingern!

Und sei’s soweit, Du flehst nach mir.
Rauch ich mich breit und lach zu Dir:
Komm geh spielen, dummes Kind!
Tret’ aus meinem Leben, rasch! Geschwind!

Und solltest Du mein Herz beehren,
sag ich Dir forsch in Dein Gesicht:
Willst Du Dein Leben nicht erschweren,
so belüg mich möglichst nicht!

Denn wenn ich eines hasse,
ist das die Un-ehr-lich-keit.
Wenn ich die Antwort fasse,
ist die Wahrheit gar nicht weit.

Denn das Leben hat mir einst gesägt,
dass die Wahrheit, wenn auch bitter,
sich eher mit dem Leben trägt,
als Deines Hirnes Zwitter!

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Mir gehts gut. Dir auch.

weltuntergang1Jetzt, wo die gesamte Welt dem Ende zusteuert, komme ich zu der Erkenntnis, dass es um uns alle, uns Jammerer und Schimpfer, uns Kranke und Leidende im Grunde genommen doch recht gut bestellt ist. Schon ehe uns die Natur zeigen kann, was sie von unserem Tun und Handeln hält, stehen wir damit schon selbst nahe am Abgrund. Nukleare Katastrophen, verstrahltes Trinkwasser und nun noch ein Krieg gegen den lybischen Staatschef. Wenn man Schachspieler ist und ein paar Züge weiterdenkt, mag man sich die Kettenreaktionen und die Folgen gar nicht ausdenken… Da rücken die immer gewaltiger werdenden Naturereignisse schnell aus dem Rampenlicht.

Eigentlich ist doch kaum ein Land auf der Welt derzeit verschont von Armut, Naturkatastrophen, Kriegen, Seuchen oder politischer Gewalt. Ein jedes außereuropäische Land ist näher am Weltuntergang als wir. Kaum jemand denkt darüber nach, der mit seinen eigenen Problemen oder Weltvorstellungen nicht im Reinen ist. Vermutlich sind wir in Deutschland die Letzten, die untergehen und sollten schon allein deswegen dem Ende etwas dankbarer entgegensehen.

Wir haben im Gegensatz zu fast allen außereuropäischen und sogar europäischen Ländern ein hervorragendes Sozialsystem; auch kein Kranker muss Hunger leiden. Ein Mensch, der seine Arbeit verliert, bekommt Unterstützung. Im Supermarkt gibt es über 100 Weinsorten und zehn Brotsorten. Wir drehen den Wasserhahn auf und es kommt Wasser. Wir haben rund um die Uhr Internet und Strom; wir müssen keine Angst haben, das Haus zu verlassen, weil wir erschossen oder von einer Flut getötet werden.

Klar, das Wetter kann auch ich nicht ändern. Ich kann zusehen, schnell an Geld zu kommen und in die Karibik gehn. Aber auch in den Ländern des immerwährenden Sommers hilft Dir keiner, wenn Du nichts mehr hast. Des Weiteren gehen Inselstaaten bekanntlich als erste unter.

Also möchte ich nebst allen unschönen Schicksalen und allen unschönen politischen Sauereien auch einmal dankbar sein. Dass es mir so gut geht. Und Dir auch.

unterschrift1

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Du mieser Gast, Du Störenfried!

Ganz unverschämt kommst Du herein,
fragst nicht, ob ich Dich ließe.
Nimmst meinen Stolz und schenkst mir Wein,
den ich in meinen Zustand gieße.

Nimmst mir damit Hoffnung, nimmst mir den Verstand!
Du raubst mir bald mein Leben.
Und das Glück, das ich einst fand…
…wird’s mit Dir nie mehr geben.

Ich hab nur noch den Willen,
Dich endlich zu besiegen.
Ich werd Dich JETZT BALD killen!
Und leb’ erst dann gediegen.

Du mieser Gast, Du Störenfried!
Lass ab von meinem Geist!
Als ich mich für das Leben entschied,
kamst du schon wieder angereist!

Ich sag’s Dir jetzt klar ins Gesicht:
DICH Depression, dich brauch ich nicht!
Verschwinde! Bleib mir fern!
Denn mein neues Leben; ich hätt’s ja doch so gern…

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