Archive for August, 2011

Mutters Geburtstag

muttiich031206Zweiundfünfzig wärst Du heut geworden,
und ich sehe Dich wie einst vor mir.
Nächtlich blicke ich nach Norden;
warum bist Du nicht mehr hier…

Kannst nicht sehen, all den Schmerz
und all das Elend dieser Welt.
Sei froh und schone jetzt Dein Herz -
es hätte sich zu Tod’ gequält.

Schon als ich klein war, sahst Du in der Zukunft das Grauen;
nie wolltest Du es auf Erden erleben.
Und da Du so plötzlich gingst, hab ich Vetrauen;
dort wo Du bist, hast Du ein bess’res Leben.

Seit Du weg bist, ist vieles anders geworden.
Selbst die Politik ist schon verrückt.
Jugendliche Menschen morden,
und uns’re Freiheit wird unterdrückt.

Die Welt wird marode
und der Mensch unberechenbar.
Verklungen ist Carl Orff’s Ode,
und trotzdem wünscht’ ich Dir noch viele Lebensjahr’…

…meine Mutter, die ich über alles vermisse. Solang, bis ich mich auch von dieser Welt verpisse.

(28.08.1959 - 14.07.2008)

John

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Augustnacht

So lau und sternenklar die Nacht,
so grillenzirpend Wald und Wiesen;
Ein heller Mond die Flur bewacht.
Es wehen sanfte Briesen

durch schwarzgetränkte Bäume,
am Waldesrand entlang,
durch nie gelebte Träume,
im morgendlichen Klang.

21.08.11- 2.00

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Sommernachtsliebe

sommernachtsliebeIn jener klaren Sommernacht
war’s bald um uns geschehn.
Du hast mein Herz verrückt gemacht;
Ich möcht‘ Dich wieder sehn.

Der Glanz in deinen Augen sprach
aus vielen tausend Bänden.
Und auf dem Weg zum Schlafgemach
nahmst Du mich an den Händen.

Es folgten Küsse, noch süßer als Wein,
bis zu den Morgenstunden.
Und noch eh uns weckte der Sonnenschein,
hab ich Dein Herz gefunden.

Eng umschlungen und schier vereint
begrüßten wir den Morgen.
Ich sah Dein Gesicht im Lichterschein
und fühlte mich geborgen.

Komm wieder, wenn Du Sehnsucht spürst,
nach diesen traumhaft Stunden.
Ich lieb‘ es, wenn Du mich verführst,
Deine Liebe zu erkunden.

(17.08.2011 – 22.45)

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Spätsommermorgen

sommermorgenHerbstlich frisch, ein Sommermorgen
glänzt am frühen Tau der Wiesen.
Vorbei sind wilde Wettersorgen;
lasst den Sommer uns genießen!

Letzte Nebelschwaden ziehen leis‘
sich in den See zurück,
bevor die Mittagssonne heiß
den Sommer bringt zurück.

Blauer Himmel, wolkenlos,
kaum Wind vermag zu wehen.
Dieses Bild ist grandios
und dürfte nie vergehen.

Selten ist’s das mir ein Morgen
so sehr wohlgesonnen.
Fast schon gänzlich ohne Sorgen
hat mein Tag noch nie begonnen.

(17.08.11 – 10.50)

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Du Schicksal

Wie Du Schicksal mich wieder fickst;
ich halte das nicht mehr aus!
Und wie Du mir die Stimmung knickst;
nun sitz‘ ich wieder mal Zuhaus‘!

Egal, was ich auch mache,
niemals ist es Recht!
Und nach jeder begonnenen Sache,
fühle ich mich wieder schlecht!

Ich seh‘ den anderen zu,
wie sie glücklich leben.
Und ohne Rast und Ruh‘
sitze ich daneben.

Fick Dich, Du Schicksal
von ungeheurer Macht!
Du lässt mir keine Wahl,
drum verschwind ich in dieser Vollmondnacht.

(12.08.2011 – 15.50)

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Lieber Friedrich

friedrichLieber Friedrich, lass es sein,
für dumm uns zu verkaufen!
Wir möchten freie Bürger sein,
und nicht in Diktatur ersaufen!

Wer Katastrophen verwendet
um seine Meinung zu propagieren,
und die Ehre von Opfern schändet,
sollte uns nicht mehr regieren.

Hefte uns doch auch auf der Straße
hübsche Namensschilder an,
vielleicht auf der Nase,
so dass es jeder lesen kann!

Nimm all‘ den Anonymen
ihre Freiheit weg.
Hernach kannst Du Dich rühmen,
mit Demokratie im Dreck.

Schon Schäuble und die Frau Leyen
erschufen einst die Stasi 2.0.
Kaum ausgebuht, kommt erneut aus Euren Reihen
ein Vorstoß für 3.0!

Liebster Friedrich, ich prophezei‘ Dir schon jetzt:
Wenn Du es durchsetzt und die Freiheit verletzt,
wirst Du von uns auf die Straße gesetzt.

Denn wir sind das Volk, der Bürger und der Staat.
Und wir wünschen kein weiteres Schäuble-Duplikat!

(11.08.2011 – 21.30)

Herzlichst, Ihr

John

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Aufstand der Kinder

jugendgewaltAlles kommt im Leben zurück.
Tust Du Gutes, bekommst Du Gutes.
Auge um Auge – Zahn um Zahn.
Man trifft sich immer zweimal im Leben.

Wir kennen diese und unzählig andere Zitate schon lange, aber haben uns selten vor Augen geführt, wie viel Wahrheit darin wohl stecken mag. Und egal, in welche Schublade ich diese Philosophie stecke, in das Weltklima, in den Menschen, in das Geld, Technologie, in Freundschaften, Beziehungen, in die Justiz oder das Recht, egal, in was auch immer. Ich komme immer wieder unweigerlich zu dem Ergebnis, dass auf negative Taten auch Negatives folgt, dass auf gute Taten gute folgen, und wenn es nur unser Gewissen ist, das uns dabei gut tut. Denkst Du auch so?

Und anlässlich der jüngsten Ereignisse in Großbritannien würde ich sogar noch weiter gehen und behaupten: IHR habt Eure Kinder so gemacht. Hier richtet sich meine Behauptung an Eltern, Lehrer und Politik. Die Tötung eines 29-jährigen, unschuldigen Mannes war hier wohl nur der Tropfen, der das Fass des Frustes zum Überlaufen gebracht hat.  Gestern brannte  Paris, heute brennt London, morgen brennt Berlin; und übermorgen die ganze Welt. Man darf nie vergessen, dass wir heute in einer Zeit leben, in dieser die Änderungen in Klima, Technologie und Bewusstsein viel brachialer und unerwarteter eintreten, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Und meine These ist: Unsere Jugend ist kaputt und frustriert.

Nun stellt sich die große Frage: WARUM? ? ? ? ? ? ? ? ? ?

Bevor wir uns alle hinter diesem großen Fragezeichen verstecken und dieses Thema lieber verdrängen würden, sollten wir uns einfach mal für einen kurzen Augenblick Gedanken um früher machen. Wie war es denn da? Waren „WIR“ in Kindheit und Jugend auch so? Ich bin mir sicher, wir kommen gemeinsam auf den Nenner nein. Früher hatten wir Kinder eine Ordnung die uns von Eltern und Lehrern angelernt wurde. Wir hatten Respekt vor den Erwachsenen. Die Jugend von heute kennt diesen Respekt nicht. Sie hat ihn nie von EUCH gelernt! Zumindest der Großteil. Sie randalieren und wüten ja nicht nur in Großbritannien. Sie gehen in sämtlichen Städten, auch in Deutschland auf die Straßen, besaufen sich und hauen ohne ersichtlichen Grund Erwachsene zusammen. Was wir davon in den Medien erfahren, ist nur der gröbste Teil. Und die Statistik der Jugendgewalt geht weiter steil nach oben, ohne dass sie mal von ihren Machthabern angehört werden, warum sie das tun…

Und bevor wir wieder vor einem großen Fragezeichen stehen und uns fragen, wo der Respekt der Jugend geblieben ist, sollten wir uns fragen, ob wir unseren Kindern und Jugendlichen überhaupt den nötigen Respekt und die Liebe geben, die SIE brauchen. Hört heute eigentlich einer hin, wenn sie was wünschen? Sie werden ständig nur weggeschoben. Eltern machen Karriere und überlassen ihre Zöglinge sich selbst und bei den sozial schwachen Familien sind die Ausmaße noch düsterer. Ist da die These etwa falsch, dass sie (die Kinder & Jugendlichen) dabei völlig auf der Strecke bleiben?

Ich selbst kann es mit reinem Gewissen bezeugen, dass mir einige mittlerweile erwachsene junge Männer in einigen Gesprächen immer wieder entgegneten, dass sie, hätten sie damals nicht so oft bei mir sein können, viel mehr Unfug und kriminelle Dinge angestellt hätten. Ich hatte mich gerne mit ihnen beschäftigt und tue das auch heute noch. Denn ich war als Jugendlicher selbst gerne bei Menschen, die mich mochten, die mir Halt gaben.

Zwar geht die Jugendkriminalität in den letzten Jahren allgemein stark zurück; wandelt sich jedoch in vermehrte und brutale Gewaltexzesse, nie dagewesenen Ausmaßes . Batterien klauen ist out – es lebe der Mob! Die Zahl der tatverdächtigen Gewaltkriminellen unter 21 hat sich in den vergangenen 17 Jahren mehr als verdreifacht.

Vor einem Jahr habe ich über Facebook den Link zu einer düsteren Kurzgeschichte gefunden, die ein grauenhaftes Zukunftszenario zeigte. Kinder und Jugendliche bringen sich um. Regelrechte Massensuizidwellen erstrecken sich über die Länder und die Regierungen sind macht- und fassungslos. In unserem realen Fall ist es eher umgekehrt; aber das Resultat bleibt gleich: Regierung und Bevölkerung stehen machtlos vor dem „WARUM“? – Ja, fragt sie doch!

Unsere Kinder und Jugendlichen geraten seit Jahren in einen Sog von Medien- und Technologiefortschritt, den es so zuvor so noch nie gab. Sie sind heute sogar schon Teil der Medien – ein jeder präsentiert sich auf YouTube und in sozialen Netzwerken wie Facebook. Und trotzdem ist das Internet NICHT Schuld daran!

Auch Besuche beim Schützenverein, Computergames, Pornos oder sonst welcher Kleinkram, den unsere Damen und Herren aus der Regierung immer wieder gerne den Amokläufen vorschieben und verbieten möchten, sind NICHT schuld daran! Eher führen immer mehr unsinnige Verbote dazu, von jugendlicher Neugier gebrochen zu werden. Und das war tatsächlich schon immer so! Oder wer von uns über 30 möchte behaupten, er habe nie verbotenerweise Pornohefte besessen? „Wir haben nie was gemerkt!“ schallt es aus den Elternhäusern inhaftierter oder verstorbener jugendlicher Amokläufer und Schläger. - Ja wie wollt ihr denn was merken, wenn ihr sie vernachlässigt?

Nun kann man aber nicht alles nur auf die Eltern schieben. Sie sind nur ein Teil des Kreises. Unser Kreis dreht sich weiter. Die Lebenshaltungskosten sind schon lange nicht mehr auf Lohnniveau, so dass sich heute auch viele gehobenere Familien finden, in denen beide Elternteile für den Lebenserhalt arbeiten; und die Kinder sind wieder vernachlässigt.

Wie lief es denn früher? Der Vater, selbst als Arbeiter im Steinbruch brachte es zu einem Verdienst, das ihm erlaubte, eine 5-köpfige Familie zu ernähren und ein Haus zu bauen. Die Mutter war Zuhause und erzog die Kinder. Bei aller Sympathie für den Feminismus: Wollt Ihr Mütter dieser Welt Euer Ego auf den Schultern Eurer Kinder ausleben? Ich weiß; ihr wollt nicht, Ihr müsst. Weil unsere Regierungen es erlauben, dass Reichtum gefördert und Armut abgeschoben wird.

An unsere Kinder werden heute Erwartungen gesetzt, die sie unmöglich umsetzen können. Wir überfordern sie mit Leistungsdruck, vernachlässigen sie in Liebe und Würde und ernten nun ihren Zorn. (Contrapunctus)

„Die Jugend ist meist so allwissend, dass sie alles weiß, bis auf eines: dass auch einmal die Alten allwissend waren, bis sie wirklich alles wussten.“ (Ernest Hemingway)

John

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Sommer 2011

Wie ein Juni kam der April daher,
und wie ein Juli war der Mai.
Und schon im Juli war nichts mehr
von der Sommer-Jubelei.

Wenn schon im August
die ersten Blätter fallen,
erwacht mein Frust,
stirbt Gesang von Nachtigallen.

Bald stürmen kalte Winde,
wie jene aus Oktobern,
sehr schroff und ungelinde,
um den Winter zu erobern.

Stürme, Hagel und Fluten
waren diesen Sommers Geleit;
auch im August wird der Himmel bluten,
wie jeden Tag zur Zeit.

(05.08.2011 – 00:10)

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Mein Tag

Du warst mein Tag.
Mein Abend und mein Morgen.
Als ich in Deinen Armen lag,
vergaß ich meine Sorgen.

Komm, sei meine Woche!
Mein Monat und mein Jahr.
Sei Sommer sowie Winter
und bleib so wunderbar.

(Für Chris 03.08.2011 - 12.00)

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Der Friede sei mit Dir

722414-die-soziale-poster-mit-dem-bild-von-einem-labyrinth-als-ein-wort-quot-leben-quotMensch unser…

Der Friede sei mit Dir
und mit Deinem Geiste.
Doch mit Dir ist nur die Gier;
ich find‘ das scheiße, weißte?!

Und der Verzicht sei auch mit Dir;
gib Dein täglich Brot den Armen!
Denn Dein Konsum; er reicht für Vier;
nun hab doch mal Erbarmen!

Die Liebe sei mit Dir.
Jedoch Du liebst nur Dich.
Du siehst Besitz in mir
und ich sag Dir: Das bin ich nich‘!

Die Freiheit sei mit Dir
und Du stellst uns die Schranken.
Und bevor ich dran krepier,
wird die Menschheit es Dir danken.

Die Hoffnung sei mit Dir.
Und ich hab sie aufgegeben.
Vorbei ist der Glaube in mir;
Vorbei ist die Nähe zum Leben.

Ich möchte nach Höherem streben.

01.08.2011 – 19.30-20.30

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