Archive for August, 2013

In blutig, triefend Leinen

140215-002-smallIch reiße mir mein Herz heraus
Und werf es auf die Straße,
Dann nehme ich Reißaus,
Und blase in Ekstase
Das letzte Lichtlein aus.

Du Mensch hast es genommen
Und nie daran gedacht,
Dass, es zu bekommen,
Nicht jedem Freude macht!
Warst dumm und gabst nicht Acht.

Deine Lügen und Intrigen
Hab ich lange angehört.
Heut sind sie wie Eintagsfliegen,
Vom Leben kurz genährt.
Die Wahrheit wird doch siegen!
Die Erfahrung hat’s gelehrt.

Doch müd bin ich geworden,
Des Lebens und der Liebe.
Ich verdiene keinen Orden,
Auch nicht, wenn ich bliebe.
Es treiben keine neuen Triebe.

So beschließe ich kurzum:
Mein Herz bleibt hier,
Auf diesen nassen Steinen!
Und weder DIR
Noch irgendeinem
Ich es je servier.

Nur in blutig, triefend Leinen.

24.08. 2013 – 23.37



Kommentare (1) »

Der Glanz aus alten Kindertagen

salvador-dali-zerrinnende-uhrDer Glanz aus alten Kindertagen,
Alle Freuden dieser Welt,
Geborgenheit und Wohlbehagen,
Was dem Herz gefällt,
Zerfällt.

Keine dieser Menschenlüste
Spricht heut mehr zu Dir.
Du lebst in einer Seelenwüste
Aus Sehnsucht, Hass und Gier.

Selt’ne Tage jedoch scheinen
Wie ein Déjà-vu.
Fast möchtest Du dann meinen,
Dass ein neuer Frühling blüh.

Dein Glück ist gleichwohl nie von Dauer,
Oft nach Stunden schon zerstört.
Liegt tot an einer grauen Mauer,
Hat Dir nie gehört.

Ein wenig Hoffnung ist geblieben,
Dass der Glanz Dich neu berührt
Und Deinem Seelenfrieden
Ein neues Feuer schürt.

18.08.2013 – 21.15

Kein Kommentar »

Schlacht in der Nacht

dunkelheitDer Wein schmeckt mir bitter
Und angstvoll die Nacht.
Auch heut kein Gewitter,
Doch in mir die Schlacht.

Die Schlacht um mein Leben;
Ich will es zurück!
Nichts kann mir mehr geben,
Als mein altes Glück.

Ich hatte verlernt,
Mir das Glück einzuteilen.
Dann hatt sich’s entfernt
Und bleibt fern – einstweilen.

Doch ich hol es mir wieder
Und sei’s durch den Tod.
Dann verklingen die Lieder
Um Sehnsucht und Not.

08.08.2013 – 19.09

Kein Kommentar »

An so manchen Tagen

151215-001webneuAn so manchen Tagen
Wirst Du mich lachen sehn.
Doch keiner wird mich fragen,
Wie die Dinge wirklich stehn.

An so manchen Tagen
Schein ich voller Glück.
Ohne Zwietracht, ohne Klagen,
Mit Humor, latent verrückt.

In so manchen Stunden
Vergess ich kurz den Schmerz.
Vergesse alte Wunden
Und mein blutend Herz.

Die Wirklichkeit schmeckt bitter
Und nach vergang’ner Lust.
In mir herrscht ein Gewitter,
Gleich hinter meiner Brust.

Mag ich noch so scherzen
Und scheinbar fröhlich sein:
Tief in meinem Herzen
Möchte ich nur schrei‘n.

08.08.2013 – 18.47

Kein Kommentar »

Retter-Radio - Wir retten Dich aus dem Alltag!

kostenloser Counter
Poker Blog