Ich bin wie das Wetter

Regen SchreiIch bin wie das Wetter
Und schlag um mich her.
Mal bin ich adretter,
Mal traurig und schwer.

Kann brausen und wüten
Wie der schlimmste Orkan.
Vor mir musst Du Dich hüten,
Denn man sieht’s mir nicht an.

Wenn ein edler Sonnenschein
Umfließt Dein kleines Herz,
Schlägt jäh ein greller Blitz hinein,
Bringt Panik, Gram und Schmerz.

Ich kann der schönste Frühling sein,
Voll Wärme und Behagen.
Ich reife wie der beste Wein,
An heißen Sommertagen.

An andren Tagen bin ich Regen,
Kühl und trostlos grau.
Auch das musst Du erwägen,
Mein Himmel ist nur selten blau.

Und wie Mutter Natur
Setz ich mich zur Wehr.
Änderst Du meine Temperatur,
Mach ich Dir Dein Leben schwer.

14.06.2013 – 21.53

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Mein Herz

herzblut1Das Jahr neigt sich dem Ende,
Meine Seele bleibt allein.
Das Herz sprach tausend Bände,
Nun mag es nur noch schrei’n.

Es schreit nach Liebe, schreit nach Luft
Und windet sich vor Schmerz.
Versperrt in dunkler Gruft,
Das blutend, heiße Herz.

Des Menschen kühler Hass
Sperrte es dort ein.
Ich fühle noch den Bass
Der alten Schweinerei’n.

Ich lass Gefühle künftig
Stetig außen vor.
Gefühl ist unvernünftig,
Weil ich dadurch verlor.

23.12.2012 – 00.10


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Advent, Advent!

adventskranzAdvent, Advent,
Ich habs verpennt!
Erst eins, dann zwei, dann 30 Bier,
Dann stand der Notarzt vor der Tür!

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Novemberblues

NovembernachtIn meinem dunklen Kämmerlein
Schweig ich mit den Wänden.
Freudlos und allein
Mit leeren, schweren Händen,
Händen schwer wie Stein,
Möcht ich mein Werk vollenden,
Doch es soll nicht sein.

Draußen ächzt ein kalter Wind
Durch die toten Gassen.
Krähen um die Tausend sind
Auf Bäumen und Terrassen;
Kummervoll ihr Schrei erklingt,
So traurig und verlassen.

In ihm hör ich Novemberblues,
Der schwarzen Vögel Schrei,
Des Winters ersten Gruß,
Die Elends-Litanei.

07. November 2012

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Oktobergold

Goldener oktoberSpätnachmittag am Waldesrand,
Oktobergold und Purpurrot
Bemalt die Flur im Land,
Bevor ein dunkler Winter droht,
Mit tiefem Sonnenstand.

Letzte, zage Winde wehn
Das Herbstlaub um ein Haus.
Mit ihm muss nun der Sommer gehn,
Das letzte Fest ist aus.

Dafür möcht ich dankbar sein,
Für jeden Tag Oktobergold,
Für Waldesrot und Sonnenschein,
Eh die Stimm‘ des Winters grollt.

Ich saug des Sommers warmen
Atem in mich ein.
Der Herbst hat noch Erbarmen,
Es reift der letzte Wein.

18.10.2012 – 16.50

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Oktobersonne

OktoberWarmer, sanfter Wind
Durch Stoppelfelder weht.
Da kommt ein Blatt geflogen.
Des Winters Kind
Am Zeitrad dreht.
Der Herbst ist eingezogen.

Oktobersonne, wärmst Du mich
Heut gar zum letzten Mal?
Bevor der kalte Winter sich
Hier niederlässt im Tal.

Baumkleid rot und golden
Färbt sich tief im Wald.
Der Sommer ist vorbei.
Dürre Hollerdolden
Die der Herbst bemalt.
Von der Alp bis Norderney.

03./04.10.2012

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Dieser wunderbare Sommertag

180712-002Ach, wie lieb ich diesen einen
Wunderbaren Sommertag.
Bis gestern konnt man meinen,
Der Sommer bleibt so fad.

Regen, Hagel, Donnerschlag,
Graue Wolken, steife Briesen
Nahezu an jedem Tag
Im Frust mich baden ließen.

Heut jedoch ist’s nicht zu kühl
Und auch nicht brütend heiß.
Die Uhr des Herbstes steht heut still.
Wie lange noch? Wer weiß?

Hätt nur einen Wunsch ich frei,
Dann wünscht ich ewig Sommertage
Von Bayern bis nach Norderney
Die beste Wetterlage!

18.07.2011 – 17.30/23.25

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Mainacht

141116-001-webVollmondstrahlen fallen leis‘
Auf nachtgetränkten Wald.
Ob den Dächern, mondlicht-weiss,
Ein Nachtigallenruf erschallt.

Zwei junge Rehe ziehn sich eilig
In den dunklen Wald zurück.
Der Mondschein strahlt so heilig,
Auf des Tages altes Glück.

Auch der letzte Vogelsang
Verstummt in müder Nacht.
Ein Froschkonzert im Freudenklang,
Aus fernem Hause wird gelacht.

Eh verstummt der letzte Schrei,
In klarer Vollmondnacht,
Und wenn die letzte Seele lacht
Ist meine Nacht vorbei.

20.05.2012-19.30/22.40

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Maientage

Reh BlumenauIch sehe bunte Blumen sprießen,
Täglich seh ich noch mehr Grün.
Stetig höher unsre Wiesen,
Birken werfen, Kirschen blühn.

Sommerhitze, Kälteplage,
Donner, Hagel, Schnee.
Jeden, dieser Maientage
Als ganzes Jahr ich seh.

Rehe springen scheu durchs Korn,
Maienkäfer fliegen.
Der Sommer beginnt erneut von vorn,
Um bald dem Winter zu erliegen.

Auch das Kleingetier wird munter,
Gräbt und spinnt und fliegt.
Die Natur wird zuseh‘nds bunter,
Kälte verweht, die Wärme siegt.

Ich wünscht vorbei das ewig Grau,
Die Kälte und den Regen.
Wünsch mir Maientage himmelblau!
Ach, es wär ein Segen!

14.05.2012 – 18.10

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Und dann kam der Winter

flieder_im_schneeFrühlingstage im Februar
Bis weit in den März hinein.
Wo eben noch der Winter war,
Strahlte nun der Sonnenschein.

Als der letzte Schnee zerrann
Und sammelte sich in Seen
Zog der Lenz mich in den Bann;
Er sollt nie mehr vergehn!

Und dann kam der Winter
Eisern in den April zurück.
Mit Schneefall und dahinter
Ward es still und fern das Glück.

Ich schalte Licht und Heizung an.
Selbst mein Kater möcht nicht raus.
Die Zeitumstellung war vertan.
Das Osterfest, es ist ein Graus!

08. April 2012 - 16.00

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Ich seh den Frühling

fruhling-2012Ich seh der Äcker erstes Grün
Und Knospen an den Linden,
Krokusse und Veilchen blühn,
Winterfrust verschwinden.

Ich seh den ersten Frühlingstanz
Von tausend Schmetterlingen,
Den schillernd bunten Glanz
In ihren Flügelschwingen.

Ich seh, wie die Natur erwacht,
Noch trügerisch ihr Schein.
Die Sonne bleibt uns bald bis acht,
Herz und Seele werden rein.

21./22.03.2012

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Im Märzen…

FrühlingHimmel strahlend blau,
Warmer Wind aus Ost.
Wenn ich in die Ferne schau,
Vergess ich altes Wintergrau,
Genieß des Frühlings Kost.

Bienen summen, Blümchen blühn,
Über Friedrich‘s Hafen.
Auf den Äckern erstes Grün,
Möcht nie wieder schlafen.

Genieß den letzten Tag
In diesem warmen Ort.
Den Winter ich nun frag:
Bleibst Du für immer fort?

Wünsch mir bunte Blüten,
Himmelblau für immer.
Nimmer diese müden
Winter-Doppelzimmer!

Frühling, bleib, mach hin,
Es dauert nicht mehr lange!
Gebäre den Gewinn
Des Sommers tagelange
Träume, die ich spinn.

16.03.2012 – 16.00/03.15

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Frühling 2012

240212-1605Nach Wochen eis‘ger Nächte
Kommt ein Frühlingstag daher.
Es scheint, als dass er brächte
Die Winterplag nie mehr.

Lauer, warmer Frühlingswind,
Scheinbar einem Märzen gleich,
Seelig meinen Geist beschwingt
Und Hoffnung bringt zugleich,
Frühling 2012
Für ein paar gute Stunden.
Winters Antlitz werde bleich!
Lass meine Seel gesunden!
Bald hab ichs überwunden.

Die ersten Sonnenstrahlen
Taun den letzten Schnee hinfort
Frühling 2012In fließenden Rinnsalen
Sucht das Wasser seinen Ort.

Sammelt sich im Wiesengrund,
Bildet große Seen.
Wird immer mehr von Stund zu Stund,
Kaum ein Weg ist zu begehn.

Vögel hüpfen singend
Frühling 2012Frei von Strauch zu Baum,
Nach frischem Futter ringend.
Ach, es ist ein Traum!

Geh noch nicht hinfort,
Du herrlich, guter Tag.
Zeig mir diesen Ort,
Wo ich dich wohl finden mag

Wenn Du bald verblasst,
den Winter noch mal lässt.
Der Winter ist verhasst
bei mir wie einst die Pest!

24.02.2012 – 15.30/18.50

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Eisig kalte Stürme

gefrorenes-herzEisig kalte Stürme brausen
von Osten her durchs Land.
War lange nicht da draußen.
Fühl mich leer und ausgebrannt.

Das Leben drauß‘ im Eis erstarrt,
so wie die meine Seele.
Grausam schwarze Gegenwart.
Kloß in meiner Kehle.

Ein Nichtstag jagt den andern
und schlägt wie‘s Wetter auf mich ein.
Möcht so gern im Frühling wandern,
möcht so gern am Leben sein.

Doch eisig kalte Stürme brausen
auch in meinem Kopf.
Nach diesen langen Atempausen
hängt meine Seele nun am Tropf.

Die Schönheit einstig guter Tage
und die Sehnsucht nur daran,
werden zu Tortour und Plage,
die ich nicht mehr ertragen kann.

Eisig kalte Stürme brausen
nun schon lange Zeit.
Und in meinem Kopfe hausen
Scham und Ausweglosigkeit.

30.01.2012 – 21.30

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Unser letzter Tag

meteorit-munchen„Das kannst Du doch jetzt nicht machen? Wo willst Du um Gottes Willen jetzt hin?“ rufe ich hysterisch und laufe ihm durchs Treppenhaus hinterher. „Lass mich in Ruhe“ schreit Patrick zurück, ehe sich die Eingangstür schließt. Ich höre ein lautes Knallen, meine Wohnungstür war zugefallen. „Scheiße, mein Schlüssel…“ fluche ich und renne nach draußen. Der Himmel hat sich schon seit Mittag verdunkelt; es tobt ein schwerer Sturm. Ich falle beinahe über einige Äste, die im Dunkeln auf dem Weg am Haus liegen. „Patrick!“ rufe ich verzweifelt. „Bleib hier!“ Auf der Straße bleibt er plötzlich stehen und wirft mir den Ring und die Schlüssel vor die Füße. „ Du wolltest es allein mit mir erleben! Du Arschloch! Du hast wieder mit ihm gefickt!“ schreit er unter Tränen. „Patrick, das ist doch jetzt völlig unwichtig; ich liebe Dich! Bitte bleib! Wir müssen zuhause bleiben, wir haben vielleicht nicht mehr lang!“ In diesem Moment sehen wir den östlichen Himmel im völligen Dunkeln rot aufflackern. Es ist zu vermuten, dass wir etwa 14.30 Uhr haben.

Wir leben im August 201? (Jahreszahl absichtlich ausgelassen!) Wir wissen seit Tagen nicht mehr wirklich, welche Uhrzeit wir haben, weil kaum noch jemand in unserem Viertel mechanische Uhren besitzt. Der Strom ist vermutlich großflächig ausgefallen, Informationen bekommen wir nur zeitweise über alte Radios, Polizei, und THW. Die Menschen haben Angst. Darum sitzen sie über die meiste Zeit des Tages nur noch zusammen. Mit Kerzen, Öllampen, alten Radios, Batterien und Lebensmitteln. Supermärkte gibt es seit einigen Tagen nicht mehr. Nach und nach, es ging wirklich schnell, schlossen alle. Auch die Ämter, Apotheken und Verkehrsgesellschaften. Wer sich nicht vorbereiten konnte, ehe sie schlossen, wird vom Roten Kreuz, THW und Bundeswehr versorgt. Es wurde ein Ausnahmezustand verhängt. Ab 21.Uhr ist Ausgangssperre.

Vor etwa einer Woche kam die plötzliche Meldung über einen Meteoritenschauer , der sich vor einem noch viel größeren Meteoriten herschiebt und den Mond, sowie einige, bis dato noch unbekannte Ziele auf der Erde treffen wird. Da er lange hinter dem Licht der Sonne verweilte, wurde er erst so spät entdeckt. Es geschah dann auch ganz schnell. Die Meldung überschwemmte ab den frühen Morgenstunden des Dienstags die gesamte Welt und das Internet. Ich hatte nie in den Jahren zuvor so viele Facebookmeldungen an der Pinnwand gesehen. Keiner schickte mehr virtuelle Herzchen oder Spiele. Alle waren voller Angst und stellten ihre Tipps ins Internet, wie wir das womöglich überleben. In den Großstädten gibt es schwere Ausschreitungen und massive Polizeigewalt. Wir, etwas außerhalb, halten uns fern. Da ich seit Jahren schon eine Art Vorahnung hatte, war ich nach diesen Meldungen zwar anfänglich schockiert, aber handelte hernach recht schnell, gelassen und ruhig. Weil ich wusste und weiß, dass es sowieso bald vorbei sein würde.

Meine Nachbarin Theresa, 85, die das erste Haus im Viertel baute, lädt die meisten Leute aus dem Viertel zu sich. Sie kocht Essen auf ihrem Holz-Kohlenherd auf. Zunächst waren auch Patrick und ich oft mit bei ihr zu Gast, mittlerweile nicht mehr. Ich hab mich an kaltes Essen gewöhnt und bin froh, dieses Szenario nicht allein erleben zu müssen.
Aber ich bin an diesem Tag, seit dem sich alles veränderte, fremd gegangen. Und heute, hab ich es ihm gesagt. Daraufhin begann das Szenario in dieser Geschichte.

Patrick lenkt ein. Ich hebe ihn von der Straße und stütze ihn mit seinem Gepäck in Richtung Eingangstüre. Der Sturm wandelt sich in einen Orkan. Nun bekomme ich selbst Angst, obwohl ich Stürme immer liebte. Knapp an uns kracht etwas gegen den Fahrradstellplatz, was aussieht wie ein halbes Dach. Patrick schreit kurz vor der Haustür auf. Ich vermute, es ist ein Brett, was ihn am Kopf getroffen hat. Er blutet schwer am Kopf. Schnell eilen wir in meine Wohnung. Laub fliegt mir entgegen, als ich die Tür öffne. Patrick wirft sich weinend ins Bett. Ich versuche, die Balkontüre zu schließen, schaffe es kaum. Mein Verbandszeug genügt noch, um Patricks Platzwunde am Kopf zu versorgen. Ich schalte wieder das alte Kurzwellenradio ein und bekomme nach kurzer Suche eine Frequenz mit Informationen.

„…in Teilen der USA, Frankreich, Deutschland , Russland, Japan und China eingeschlagen. Die Zustände sind katastrophal. Während sich in noch unbetroffenen Metropolen Menschen auf den öffentlichen Plätzen und Straßen versammeln, um gegen die Untätigkeit der weltweiten Regierungen zu demonstrieren, sind Teile von Mexico, Russland, Japan und viele andere weitere Metropolen von der Außenwelt abgeschnitten und vermutlich komplett zerstört.“ hört man aus dem kleinen Radio…

Man erfährt von Flüchtlingsströmen aus Deutschland nach Österreich und Italien, weil der Meteoritengürtel diese Gebiete weitestgehend verschonen würde. Man hört von zerstörten Satelliten und einem teilweise weltweitem Stromausfall durch die Sonnenstürme und den schweren Unwettern, die durch die Einschläge auf dem Mond und der Erde ausgelöst wurden. Regierungen haben weltweit ihre Truppen aus anderen Gebieten abgezogen, um unnötige Kriege zu vermeiden, weil die weltweite Kommunikation zum Großteil zusammengebrochen ist. In Frankreich und Japan gab es mehrere Super-Gaus in Atomkraftwerken, die durch Meteoriten-Einschläge und Erschütterungen beschädigt wurden. Es wird von vermutlich vielen tausend Millionen Opfern weltweit gesprochen; es gibt aufgrund der zusammengebrochenen Kommunikation unter den Regierungen keinen Überblick mehr.

Plötzlich höre ich ein lautes Knacken im Radio und draußen wird alles von einem hellen Schein erstrahlt. Es wird taghell. Patrick und ich eilen zum Fenster und im gleichen Moment hören wir eine ohrenbetäubende Explosion. Der südliche Horizont taucht sich in rote Flammen. Der Sturm wird stärker, Teile fliegen durch die Luft und knallen ans Haus. Wir halten uns an der Hand. „Sterben wir jetzt?“ fragt Patrick schluchzend. „Vielleicht..“ antworte ich. „Komm, lass uns nach draußen gehen, was wollen wir noch hier drin…“ sage ich und führe Patrick aus der Tür. Wir sind die einzigen im Haus, alle haben es verlassen, um zu ihren Familien zu gehen. Auf dem Weg nach draußen, hören wir Scheppern und Klirren. Wir laufen geschützt durch meinen Mantel in Richtung Weiher und sehen unfassbar große Sternschnuppen, die allein Richtung Erde fallen. Mein Herz rast. Kurz bevor wir am Weiher ankommen, schlägt ein brennender Gesteinsbrocken in unsere Siedlung. „Ich hab so Angst!“ schluchzt Patrick. Ich kann nichts mehr für ihn tun. Wir sehen eine Art Sonne auf uns zufliegen und die Luft wird gleißend hell und heiß. „Das ist wohl der Meteorit, von dem man im Radio sprach!“ rufe ich ihm zu. Aber er hört mich nicht mehr. Ich zerre und rüttle schreiend an ihm, aber er bleibt leblos. Patrick ist tot. Sein Herz hat sich verabschiedet. Weinend sitze ich mit seinem toten Kopf auf dem Schoß im Acker und sehe, wie der brennende Meteorit mit einem unheimlichen lauten Rauschen am Horizont wieder verschwindet und sich in gleißendes Licht verwandelt. Ein Erdbeben. Es wird sekündlich stärker. Der Horizont scheint sich brennend zu erheben und über uns zu ergießen. Jetzt möchte ich nur noch sterben…

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Wär ich ein Stern

asteroidAch, wie wär ich gern
ein ganz andres Wesen.
Ach, wäre ich ein Stern,
wär vieles nicht gewesen.

Würde es von oben sehn,
wie Ihr die Welt mit Eurer Gier
zerstört, durch Euer Missverstehn
und der Menschen Geist erfriert.

Wie ihr zu Euch Menschen seid,
unberechenbar, gemein,
unnachsichtig, ungescheit,
so können nur Menschen sein!

Und eines Tages würde ich
Euch dafür büßen lassen.
Trät‘ in Euer Sonnenlicht
und würd die Umlaufbahn verlassen.

Mein Stern würd Euch alles nehmen,
was Ihr auch den andren nahmt.
und jene, die da nicht umkämen,
haben es zuvor erahnt.

Ich würd Euch beben,
tät Euch fluten,
tauchte Euer Leben
in tiefe Feuergluten.

Ach, wie würd‘ ich toben,
wär nur ich der Stern,
der noch weit dort oben
wartet, in der Fern‘ . . .

02. November 2011 – 21.53

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Mutters Geburtstag

muttiich031206Zweiundfünfzig wärst Du heut geworden,
und ich sehe Dich wie einst vor mir.
Nächtlich blicke ich nach Norden;
warum bist Du nicht mehr hier…

Kannst nicht sehen, all den Schmerz
und all das Elend dieser Welt.
Sei froh und schone jetzt Dein Herz -
es hätte sich zu Tod’ gequält.

Schon als ich klein war, sahst Du in der Zukunft das Grauen;
nie wolltest Du es auf Erden erleben.
Und da Du so plötzlich gingst, hab ich Vetrauen;
dort wo Du bist, hast Du ein bess’res Leben.

Seit Du weg bist, ist vieles anders geworden.
Selbst die Politik ist schon verrückt.
Jugendliche Menschen morden,
und uns’re Freiheit wird unterdrückt.

Die Welt wird marode
und der Mensch unberechenbar.
Verklungen ist Carl Orff’s Ode,
und trotzdem wünscht’ ich Dir noch viele Lebensjahr’…

…meine Mutter, die ich über alles vermisse. Solang, bis ich mich auch von dieser Welt verpisse.

(28.08.1959 - 14.07.2008)

John

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2012

Sonnensturm

Katastrophen auf der Welt, es gab sie immer;
seit der Mensch zu denken wagt.
Jedoch sie werden stetig schlimmer;
auch wurde es vorhergesagt.

Nostradamus, Maya und die Bibel
schworen das Ende schon früh herbei.
Was kommt, bleibt irreversibel
und ist uns jetzt noch einerlei.

Bankenkrisen, Gier und Neid,
Hungervölker, Beben, Fluten.
Alles, was geschieht zur Zeit,
lässt Schlimmeres vermuten.

Auch die Wissenschaft ist sich im Reinen:
Der Sonnensturm im nächsten Jahr
lassen sich nicht verneinen
und auch nicht die Gefahr.

Das Magnetfeld der Erde
wird kräftig wanken;
und alles, wie wir es jetzt kennen,
existiert dann nur noch in unseren Gedanken.

Schon jetzt kannst Du es fühlen,
vergleich das Früher mit dem Jetzt:
Was damals nur sehr selten war,
ist nun durch das Extrem ersetzt.

Die Menschheit wird depressiv und krank;
sie schlagen, töten, rauben.
Und selbst Deiner hauseigenen Bank
kannst Du bald nicht mehr glauben.

Sie bauen heimlich Städte, tief unter unserem Verderben,
für die Mächtigen und Reichen dieser Welt.
Und bald fragen sich die unseren Erben:
Wo ist’s hin, das Steuergeld?

Vögel fallen tot vom Himmel,
Wale enden wirr am Strand.
Die Regierung und die Presse
sind zur Stummheit gar verbannt.

Man weiß genau warum:
Der Mensch ist dumm.
Sagst Du ihm, was geschieht;
er eine große Unruhe nach sich zieht.

Egal, was uns 2012 auch geschieht;
es ist der Anfang von Neuem,
der Ereignisse nach sich zieht,
von den wir jetzt noch träumen.

Eine Menschheit voller Güte
und unmessbarem Glanz.
Eine Welt in neuer Blüte,
ganz ohne Diskrepanz.

Glaub nicht alles, was uns der Machthaber nicht sagt!
Man erfährt alles, wenn man es nur hinterfragt.

28./29.07.2011

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Retter-Radio - Wir retten Dich aus dem Alltag!

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