Neujahr

Contrapunctus01Pünktlich zu Neujahr,
Da ist sie schon.
Die süße Gefahr
Der Depression.

Endlos Schnee
Und bitterkalt.
Magenweh
Und Darminhalt.

Isolation.
Nikotin.
Emotion.
Medizin.

Resignieren.
Reinhauen.
Rauskotzen.
Runterkommen.

Stille.

03.01.2017 - 22.10

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Schön’s Blümelein

StiefmütterchenEinst stand da ein schön’s Blümelein
Vor einem alten Haus.
Es stand so einsam und allein;
Das hielt mein Herz nicht aus.

Behutsam nahm ich es zu mir
Und setzte es Zuhause ein.
Es war dann fortan hier,
Das zarte, junge Blümelein.

Es gedieh so wunderbar
Und blühte auf, in voller Pracht,
Seit es bei mir war,
So bei Tag und bei der Nacht.

Doch an jenem Sommertage,
Als von der Reise ich zurück,
Blieb die eine alte Frage:
Warum starb das junge Glück?

Den Topf des schönen Blümelein
Zierte nur noch toter Schmerz.
Es konnt’ nicht länger bei mir sein.
Mir zerriss es schier mein Herz.

Ein Jahr später, vor dem Garten,
Als der Schmerz verklungen,
Sah ich neue Blümlein warten,
Meine Seele hat gesungen!

Und so nahm ich notgedrungen
Eines mit nach Haus.
Ich hatte lang mit mir gerungen;
Dieses Blümchen war ein Graus!

Zwar glich es dem vom letzten Jahr
Wie ein Ei dem andern.
Doch seine Absicht war,
Von Topf zu wandern.

Auch das Blümlein, das hernach
Nicht lange bei mir blieb,
Hielt mich viele Nächte wach,
Entpuppte sich als Herzensdieb.

Ein Blümlein, das ich zu mir nahm,
Aus fremdem Untertopf
Blieb nichts, als alter Gram,
Und Wut in meinem Kopf.

So lass ich all die Blümelein
Künftig wo sie sind.
Erfreue mich an ihrem Schein,
An ihrem Tanz im Wind.

31.05.2014 - 21.18

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Genug

GenugIch habe genug.

Genug von Dummheit,
Von Unehrlichkeit und Lügen;
Genug von Intrigen und Hass.

Ich habe genug.

Genug von Einsamkeit,
Von egoistischem Wohlwollen;
Genug von menschlicher Gier.

Ich habe genug.

Genug von kalten Tagen,
Von Trübheit und Novemberblues;
Genug vom Wetter.

Ich habe genug.

Genug von jedem Tag,
Von jeder Woche;
Ich habe genug vom Leben.

14.01.2014 – 20.58

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Wochenenden

roseweinAm Wochenende feiert, tanzt und lacht
Der halbe Rest der Welt.
Ich bleib allein, bis gegen Acht
Mein schwarzer Vorhang fällt.

Der rote Wein ist mein Begleiter
Durch diese tote Nacht.
Ich trink ihn immer weiter,
Bis er mich müde macht.

Diese graue Einsamkeit
Nüchtern zu ertragen,
Ist die pure Grausamkeit
An solchen toten Tagen.

Aber auch der rote Wein
Bringt mich nicht ans Ziel.
Am nächsten Morgen seh ich ein:
Das war wirklich viel zu viel.

Mein Wunsch ist nur, geliebt zu werden;
Doch der Traum weilt fern.
Hier auf triebverseuchten Erden
Hat die Liebe mich nicht gern.

Schenk mir nicht nur eine Nacht;
Schenk mir das ganze Leben!
Mit Dir bin ich einst aufgewacht.
Das wird es nie mehr geben.

07.09.2013 – 20.18/22.30

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Die Gayromianisierung der schwulen Szene

GayromeoEinige meines Semesters Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre wird die Zeit noch kennen, als man sich über Szenekneipen oder Kontaktanzeigen in verschiedensten Printmagazinen kennenlernte. Damals gab es sogar noch „Blind Dates“. Wie verrückt mag das wohl für Euch jüngeren Schwulen von heute klingen. Blind Date. Hat der kein Iphone? Keine Cam? Ne, der ist sicher komisch drauf. Ich gebe zu, auch ich treffe mich seit dem Zeitalter des Internets, Gayromeo, erschwinglichen Digicams und Smartphones nicht mehr mit Menschen, von denen ich nicht mindestens ein Bild vorher gesehen habe. Das Problem, das sich seit der Gayromianisierung der schwulen Szene in unser Leben schleicht, ist ein ganz anderes.

Und zwar die schier unendliche Auswahl. Auswahl zwischen dem Katalogmodel, dem Traumboy, oder dem Typen von nebenan, bis hin zu nimmersatten Daddys oder Fetischtypen. Vor ca. zehn bis zwölf Jahren, als noch nicht jeder die technischen Voraussetzungen für Bilder in seinem Profil besaß, traf man sich einfach und auch wenn drei Male hintereinander kein Traumtyp dabei war, so hatten diese Treffen doch immer einen gewissen Reiz. Den Reiz des Unbekannten.

Wer zufällig wie ich die Anfangsjahre des schwul-gemischten Internetcafés Kr@ftAkt in München miterlebt hat, weiß sicher von was ich spreche. Die Plätze an den Rechnern waren meist bis auf den Letzten belegt, zumal damals auch nicht jeder einen eigenen Rechner oder Internetanschluss besaß. Wer diesen Ort heute, elf Jahre später besucht, wird feststellen, dass die Bildschirme und PCs mittlerweile nicht mehr nötig sind, da ohnehin ein jeder der jüngeren Generationen in den Bildschirm seines Smartphones starrt und wie wild darauf herum tippt. Blickkontakt herrscht, wenn, dann nur noch unter Leuten, die sich wirklich gefunden haben. Der moderne Schwule von heute ist immer extrem busy und immer on the way. Und gefragt muss er natürlich auch sein, woher sonst sollte er seinen aktuellen Marktwert kennen, wenn nicht durch die Likes, die er mit dem neuesten Schnuten-, Grinse- oder extrem-bös-guck-Gesicht auf Facebook erschnorrt. Von im Schnitt vierhundert „Freunden“.

Kommen wir zurück zu Gayromeo. Oder gerne auch jeder anderen Plattform, auf der man sich so tummelt; aber das Herzstück ist und bleibt nun mal die besagte Community. Ich habe festgestellt, dass man als User oft eine von vielen ungeahnten Hintertürchen ist, die sich das Gegenüber offen hält, um möglichst „noch einen Besseren“ zu finden. Das mag zunächst nicht viel anders als auch im realen Leben sein. Das fiese aber daran ist, dass die Typen ihr dummes Maul nicht aufbekommen, Dir einen ehrlichen „Korb“ zu reichen, sondern weiter mit Dir chatten, dir manchmal auch ein (nachlassendes) Gefühl von Interesse geben und immer einen Grund finden, warum sie grad keine Zeit für ein Treffen haben. Ein kluger Mann wie ich resigniert und hakt den Kontakt ab. Mangelt es ihnen an Selbstbewusstsein? Nein, nicht immer. Oft melden sie sich sogar Monate später wieder, weil das mit dem Ex oder wem auch immer nun doch nicht geklappt hat. Ein kluger Mann (wie ich) schickt den Burschen in die Wüste.

Es gibt dann aber auch noch solche, die in ihrem Profil schon vorheucheln, dass Sexdates ein No-Go sind, treffen sich mit Dir, holen sich, was sie in Wirklichkeit wollen (Sex, weil Du sagst ja schließlich nicht nein) und heucheln dann weiter, wie schön es bei Dir war, wie wenig Zeit sie jedoch für ein zweites Treffen haben, sitzen aber jeden Tag nach Feierabend mit Freunden im Kraftakt oder daten sich mit dem Nächsten. Wer schlau ist, findet das relativ schnell heraus, der naive Dumme läuft ihm ewig hinterher.

Nun, das waren nur zwei Beispiele von den unzählig möglichen, die wir in unserer täglichen Gayromeo-Lethargie erleben; sie zeigen aber eines deutlich auf: Wer im heutigen Zeitalter der Internetisierung von Partnersuchen lebt, hat es schwieriger, den Richtigen zu finden, als dies zuvor der Fall war. An einem weiteren, drastischen Beispiel, das ich vor Jahren selbst erlebt habe, möchte ich diese Aussage erläutern:

Vor einigen Jahren fiel mir ein sehr gutaussehender Junge bei Gayromeo auf und ich schrieb ihn an. Ich war erstaunt, dass er sogar antwortete; er war höflich und meinte, ich sei nicht so sein Typ. Nun gut, damit kann ich leben; das ist ehrlich. Ein paar Wochen später war ich mit einem guten Freund im Kraftakt. Ja, auch ich verirre mich wenige Male im Jahr trotz meiner Szene-Aversionen noch dort hin, weil es mir eigentlich ganz gut gefällt. Das Ambiente, der Service, manchmal auch wirklich nette Gäste, die nicht von der Münchener Oberflächlichkeit gesegnet sind. Als ich zum Rauchen nach draußen ging, kam mir wenige Sekunden später ein junger, gutaussehender Typ hinterher, der mich um Feuer bat. Er kam mir irgendwie bekannt vor. Er fragte mich ob, ich der aus Gayromeo sei und nannte meinen und seinen Nick. (Der im Übrigen nicht schwer herauszufinden sein dürfte) Nach kurzer Zeit bejahte ich, als mir bewusst wurde, dass er der Junge war, dem ich einige Wochen zuvor auf meinen Bildern nicht so sehr entsprach. Dieser Junge machte mir sehr schnell unverblümt klar, dass ich total sein Typ sei und dass ihm „der Korb“ von vor ein paar Wochen total leid tue. Muss wohl an meinen Bildern gelegen haben. Dieser Junge ging auch mit mir nach Hause, verbrachte eine heiße Nacht mit mir, ehe er mir am nächsten Morgen (genauso ehrlich, wie auf Gayromeo) erklärte, dass er mittlerweile leider einen Freund habe und ihm auch das total leid tue.

Daraus entstand wohl der Gayromeo-Grundleitsatz: WER DICH WILL, DEN WILLST DU NICHT, DOCH WEN DU WILLST, DER WILL DICH NICHT.

Die Jungen wie die Alten im Web sind zum Großteil sexbesessen; kaum einer von ihnen schert sich mehr um wirkliche Werte wie Vertrauen, Verstand, Humor, Ehrlichkeit, Geborgenheit. Geltungssucht, Partys, Sex und Lügen bestimmen das Alltagsbild. Wenn man das mit dem männlichen Fortpflanzungstrieb vereinen könnte, würde ich mir hier einige Silben ersparen. Aber gerade bei uns Schwulen?

Vielleicht bemerken wir eines Tages ja doch, dass uns die Gefangenschaft im Onlinewahn kein Stück weiterbringt. Die Liebe ist dort ein Spiel und Du bist womöglich der Verlierer, weil Du ausgenutzt wurdest, Du kannst aber auch Gewinner sein, wenn Du weißt, was Du willst, oder wenn Du einfach nur eine unbezahlte Nutte unter vielen hier bist. Dann lernst Du wenigstens die Wertschätzung Deines Körpers kennen.

03.05.2013-22.55

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Ich tanz in den Mai

maibaum1Ich tanz in den Mai
Mit mir ganz allein.
Ich tanz bis um Drei
Und schlaf allein ein.

Ich tanz nach dem Bild
Der einsamen Jahre.
Ich tanze so wild,
Mir ergrauen die Haare.

Ich tanz in den Mai;
Ein jedes Jahr wieder.
Ich tanze mich frei,
Vom Klang alter Lieder.

Ich tanz mir herbei
Die schönsten Gesellen.
Doch jede Liebelei
Endet in einer originellen
Lügen-Litanei,
Im Tanz in den Mai.

01.05.2013-18.12

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Abends, wenn der Vorhang fällt

dunkelheitAbends, wenn der Vorhang fällt
Und die Sehnsucht mich erstickt
Abends, wenn die Wut mich quält
Und die Uhr beständig tickt

Abends, wenn ich an Dich denke
Und mein Herz am Bluten ist
Wenn ich meinen Geist ertränke,
Der an meiner Seele frisst

Abends kommt die Dunkelheit
Und mit ihr mein Zerfall.
Abends kommt die Einsamkeit,
Denn sie ist überall.

Abends, wenn der Vorhang fällt,
Möchte ich nicht sein.
Denn in dieser grauen Welt
Bleib ich stets allein.

11.04.2013 – 23.03

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Mein Herz

herzblut1Das Jahr neigt sich dem Ende,
Meine Seele bleibt allein.
Das Herz sprach tausend Bände,
Nun mag es nur noch schrei’n.

Es schreit nach Liebe, schreit nach Luft
Und windet sich vor Schmerz.
Versperrt in dunkler Gruft,
Das blutend, heiße Herz.

Des Menschen kühler Hass
Sperrte es dort ein.
Ich fühle noch den Bass
Der alten Schweinerei’n.

Ich lass Gefühle künftig
Stetig außen vor.
Gefühl ist unvernünftig,
Weil ich dadurch verlor.

23.12.2012 – 00.10


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Gefangen

gefangenIch kämpfe gegen Einsamkeit
Und gegen Apathie.
Ich bin das alles langsam leid;
Das wahre Glück und Zweisamkeit
Erreichen mich doch nie.

So bleibe ich gefangen
In des Teufels Brust.
Die Hoffnung ist vergangen;
Sie ist mir kein Verlust.

Das Grauen schafft,
Die Wunde klafft,
Mein Herz wird weich,
Die Seele bleich,
Ich gehe gleich,
Mit letzter Kraft.

01.12.2012 – 00.03

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Im Regen

regenSeltsam, im Regen zu wandern.
Nass ist ein jeder Stein.
Keiner grüßt den andern.
Und ich bin allein.

Voll Glanz war mir die Welt,
Als gestern noch die Sonne schien.
Aber nun, seit der Regen fällt,
Sind all meine Freuden dahin.

Seltsam, im Regen zu gehn.
Jede Blume schließt ihre Blüten.
Keiner möcht den andern sehn,
Wenn Regenschauer wüten.

(Entstanden durch die Inspiration von Hermann Hesses “Im Nebel”)

11. April 2012 – 15.10

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Nachts wenn

nachtsNachts, wenn ich die Waffen lade,
Mit welchen ich mich niederstrecke
Wenn ich nachts in Schmerzen bade,
Salz aus meinen Wunden lecke

Wenn der Schmerz nachts in mir schreit
Und ich wütend um mich schlage
Wenn Gift die Apathie befreit
Die ich nicht mehr ertrage

Nachts, wenn Nachtigallen rufen
Und die Sterne schweigen
Wenn ich nachts die letzten Stufen
Meines Tages muss besteigen

Wenn des Nachts die Sehnsucht nagt
Und wieder ich dem Tod entronnen
Wenn eine Pein die andre jagt
Und der Kummer hat gewonnen

Nachts, wenn Ängste Blüten treiben
Bis der Wahn mein Hirn zerfrisst
Wenn des Nachts die Fürchte bleiben
Und der Morgen sie vergisst

Wenn ich wach lieg bis zum Morgen
Und mir wünscht, nicht mehr zu leben
Wenn ich zähle all die Sorgen,
Und dran denke aufzugeben

Dann bleibt mir nur noch der Glaube
Dass ein wenig Hoffnung bleibt
Und aus diesem grauem Staube
Ein neues Leben Blüten treibt.

04.04.2012 – 17.30 - 20.42

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Heimat

heimatBilder alter Kindertage
überschatten meinen Traum.
Bilder, die ich kaum ertrage,
schweben täglich durch den Raum.

Ich seh die Uferpromenade
die auf meine Schule zielt.
Hoff auf Mutters Gnade,
ein schlechtes Zeugnis ich erhielt.

Doch Mutters Zorn bleibt niemals aus;
werd auch heute ihn erleben.
Fliehe schreiend aus dem Haus,
bin von Einsamkeit umgeben.

Ich hör der Lehrer strenge Worte
„So wird nichts aus dir!“
Egal wo, an jedem Orte;
wen’ge kamen klar mit mir.

Glücklich war ich meist allein,
am Ort, der sich hier Heimat nennt.
Ich konnt nie wie die Andern sein;
es ward mir nicht vergönnt.

Darum, Heimat alter Tage,
darum meid ich heute Dich!
Zu umfangreich ist meine Klage.
Die Klage an mein altes Ich.

16.02.2012

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Nur Luft und leere Worte

johnmundLangsam schleichend windet sich ein stiller Faden durch meine einst so bewegten Lippen.
Ich möchte schreien, doch die Bänder meiner Stimme sind stumm.
Schweigend stößt mein Lufthauch durch sie hindurch.
Nur Luft und leere Worte dringen nach außen; keiner hört mich schreien.
Sei es drum.

Niemand sieht mein schwarzes Herz.
Garstig, kahl, ausgebrannt und voller Schmerz.

Keiner wird es je erahnen, was ich fühle und was ich weiß.
Aber jeder wird weiter fragen, wie es mir geht.
Fragen, warum ich traurig bin.
Doch nur Luft und leere Worte dringen nach außen; keiner hört mich schreien.
Die Wahrheit bleibt drin.

Wenn ich lache; keiner fühlt den Schmerz in meiner Brust.
Keiner fühlt die Stiche in meinem Kopf.
Aber jeder wird weiter fragen, warum ich lache.
Fragen, warum ich fröhlich bin.
Doch nur Luft und leere Worte dringen nach außen; keiner hört mich schreien.
Möge er’s mir verzeihen.

Menschen sind für mich extrem kompliziert.
Oftmals lebe ich ohne sie gesünder.
Keiner fühlt dann meine Einsamkeit.
Aber jeder wird fragen, warum ich nicht nach ihm rufe.
Fragen, warum ich so bin.
Doch nur Luft und leere Worte dringen nach außen; keiner hört mich schreien.
Es steht mir nicht im Sinn,
eine Freundschaft zu entzweien.

Aber mehr ist grad nicht drin.

Im nächsten Leben gehe ich einen anderen Weg.
Und keiner wird fragen, warum ich ihn gehe.
Dann hört mich jeder schreien.
Und sieht auch, was ich sehe.

19.11.2011 -20.00

John

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In meiner Stube

In meiner Stube ganz allein,
lausch ich klassischer Musik.
Trinke sehr viel roten Wein,
bis unterm Tisch ich lieg.

Weißt Du was von Einsamkeit,
während Du mit Freunden trinkst?
Ich wünsch Dir niemals diese Zeit,
wo Du darin versinkst.

Abendlich stell ich mir Fragen,
warum das Leben mich so ätzt.
Warum muss ich’s ertragen?
Mein Lachen ist nur aufgesetzt.

Ich hab jetzt definitiv genug
von dieser immergleichen Scheiße!
Mein Leben war nur Lug und Trug -
ich schick’s jetzt auf die Reise.

Ich hoffe sehr, es kommt dort an,
wo ich hingehöre,
bevor ich irgendwann
noch mehr davon zerstöre.

(18.09.11 - 00:25)

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Einsamkeit

Die Einsamkeit, sie kotzt mich an
und jeden Tag auf’s Neue.
Ich brauch nun endlich einen Mann
und keine Tunten, die ich scheue!

Wen ich möcht’, der gibt kein Licht,
und wer mich will, den möcht’ ich nicht.
Und wollen wir mal doch,
stellt sich raus: Ein Schlampenloch!

So bleib ich doch allein
und resigniere.
Trinke roten Wein,
bis ich mich verliere
und daran krepiere.

Soviel Herz hätt’ ich zu geben;
doch keiner möcht’ es haben.
Drum hass’ ich dieses Leben
und werd mein Herz begraben.

15.07.2011 - 19.00

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DIR

Alles, was mir bringt Behagen,
scheint so weit und fern von mir.
Und an solchen tristen Tagen
wünschte ich, ich wär bei Dir.

…Doch auch das “DIR” ist nur ein Traum
in meiner leeren Welt.
Dass es Dich gibt, das glaub ich kaum;
denn hier ist nichts, was mich noch hält.

27.12.2010

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Nur mit Dir

Von allen Genüssen dieser Welt,
möchte ich entzogen sein.
Und wenn der Schnee auch ewig fällt,
fühl ich nie wieder Sonnenschein.

Sollt’ die Krankheit mich verzehren,
und der Tag mir finster sein.
Sollten Richter mich bekehren,
bin ich bis ans End’ allein.

Wenn das Schicksal mich zermürbe,
jeden Tag und jede Nacht,
wenn mein Geist für immer stürbe,
und der Teufel noch so lacht.

Sollten Stürme mich begleiten,
ist meiner Seele windig weh,
bestünd’ ich nur aus Bitterkeiten,
egal, wie’s um mich steh’:

Nur mit Dir könnt ich’s ertragen,
weil Du unersetzbar bist.
Gibst mir Wärme und Behagen,
machst aus mir den Optimist.

Mich fesselt Deine Jugendblüte,
solch’ liebliche Gestalt.
Solang ich Dich behüte,
solang ich Dich behalt,
führ ich mir das zu Gemüte,
wird mir nie wieder kalt.

(07.12.2010 - 23.00 Uhr)

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Ohne Worte

Ich möcht grad so gern dichten,
doch mir fällt nichts ein.
Kann nur eines heut berichten,
Ich fühl mich recht allein.

An Tagen wie diesen
erscheint alles grau und leer.
Wenn Regenströme fließen,
in ein Tränenmeer.

Ich möcht’ grad so gern schreiben,
jedoch mir fehlt das Wort.
Die Zeit scheint stehn zu bleiben,
Mein Schöngeist ist hinfort.

Versuch nicht mir zu sagen,
was richtig für mich ist.
ICH hab den Gram zu tragen,
da bleib’ ich Egoist.

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Einsamer Abend

Meine Augen sind müd’ - mein Geist ist schwer,
der Joint schmeckt ranzig, mein Glas ist leer.
Ich geb mich nun hin, der sternklaren Nacht,
ohne das Herz, das in mir lacht.

01. August um 01:20

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Ach, Du schöner, roter Wein

roseweinAch, Du schöner, roter Wein…
viele Jahre warst Du mein.
Dein Rebensaft hat mich betört
und auch so manche Lieb’ zerstört.
Der Eine ging, der And’re kam,
stets warst Du dabei,
ganz ohne Scham.

Ach, Du schöner, roter Wein…
wie konnt’ ich ohne Dich nur sein.
War’n einst Wochen ohne Dich vergangen,
kam mir sehr bald das Verlangen:
Verlangen nach tiefrotem Erdenblut,
in welchem mein Geist für Stunden ruht.

Ach, Du schöner, roter Wein…
Du bist bei mir, wenn ich allein
in meiner Stube sitze oder traurig bin,
zu viel von Dir rafft meine Gesundheit hin.
Die Leber dankt’s und auch das Herz,
der Magen windet sich vor Schmerz.

Ach, Du schöner, roter Wein…
Ich frage Dich: Kann es denn sein,
Dein roter Glanz nur Täuschung ist,
so manchem seine Seele frisst?
Dein Duft von Erden ein Lied erzählt,
doch manchen durch Dich sein Leben quält?

Du schöner, roter Wein, wenn die Liebe rot ist, warum bin ich allein?

31.07.2010 - 21.30 Uhr

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