Das Leben steht still

07041503 contrapunctus mediaDas Leben steht still
Ich fühle es kaum.
Was ich auch will
Lebt nur noch im Traum.

Mein Tag ist ein Schatten
Der vergangenen Nacht.
Egal, was ich mache
Im Kopf bleibt die Schlacht.

Um Freude und Trauer
Um Liebe und Hass
Die Angst schmeckt mir sauer
Auf sie ist Verlass.

Das Leben steht still
Ich hör nur mein Herz.
Es klopft voller Sehnsucht,
Kummer und Schmerz.

15.11.2017 - 20:57

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Diese Welt…

contrapunctusMeine Hände sind leer
Und müde mein Geist.
Mein Herz schlägt schwer
Das Nichts in mir kreist.

Wie kann ich das abwenden?
Wo finde ich mein Glück?
In meinen leeren Händen
Zerbricht es Stück für Stück.
Das letzte Fünkchen Glück.

Die Angst hat meiner Seele
Große Mauern aufgebaut.
Der Kloß in meiner Kehle
Hass und Trauer in sich staut.

Ich werd die Welt niemals verstehen.
Nicht ihre Freuden, nicht die Leiden.
Dies täglich stumpfe Weltgeschehen
Möcht ich zu gerne meiden.

Überall Lügen, Gier und Neid
Krieg, Moralismus und Hass.
Der Welten schönes Kleid
Wirkt erschöpft und leichenblass.

Ich glaub nur, das was ich sehe
Und das ist schon zu viel.
Egal, wohin ich gehe
Diese Welt ist nicht mein Ziel.

22.09.2015 - 00.32 Uhr

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Kindheit, Jugend, Herbst und Winter

5vor121Ein Frühling voller Kindheitstage
Kühl, verregnet, grauenvoll.
Kindheit war die reinste Plage
Ein Frühling in H-Moll.

Der Sommer wollte besser sein
Die Jugend in C-Dur.
Liebe, Sex und roten Wein
Lebenslust und Freude pur.

Eines Tags bemerkte ich:
Mein Sommer wird zu heiß.
Und als er just dem Winter glich
Lag ich tot in kaltem Schweiß.

Viele Blätter sind gefallen
Sommerfarben sind verblichen.
Mein Herbst zeigt seine Krallen
Die Jugend ist verstrichen.

Auf die viel zu heißen Sommertage
Folgt ein Herbst der Ewigkeit.
Ich weiß nicht, ob ich ihn ertrage.
Es hat auch schon geschneit…

Der Winter steht vor meiner Tür.
Er wird kurz und heftig sein.
Jede Flocke, die ich spür
Bringt mir Schmerz und Pein.

Ich wünschte ein paar Sommerstunden
Inmitten des Novemberblues
Etwas Heil für meine Wunden
Vom Sommer nur ein kleiner Gruß.

Stattdessen wart ich weiter
Auf die dunkle Winterzeit.
Aus meinen Wunden quillt der Eiter
Zum Sterben bin ich nicht bereit.

18.02.2014 – 17.14

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In blutig, triefend Leinen

140215-002-smallIch reiße mir mein Herz heraus
Und werf es auf die Straße,
Dann nehme ich Reißaus,
Und blase in Ekstase
Das letzte Lichtlein aus.

Du Mensch hast es genommen
Und nie daran gedacht,
Dass, es zu bekommen,
Nicht jedem Freude macht!
Warst dumm und gabst nicht Acht.

Deine Lügen und Intrigen
Hab ich lange angehört.
Heut sind sie wie Eintagsfliegen,
Vom Leben kurz genährt.
Die Wahrheit wird doch siegen!
Die Erfahrung hat’s gelehrt.

Doch müd bin ich geworden,
Des Lebens und der Liebe.
Ich verdiene keinen Orden,
Auch nicht, wenn ich bliebe.
Es treiben keine neuen Triebe.

So beschließe ich kurzum:
Mein Herz bleibt hier,
Auf diesen nassen Steinen!
Und weder DIR
Noch irgendeinem
Ich es je servier.

Nur in blutig, triefend Leinen.

24.08. 2013 – 23.37



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Der Glanz aus alten Kindertagen

salvador-dali-zerrinnende-uhrDer Glanz aus alten Kindertagen,
Alle Freuden dieser Welt,
Geborgenheit und Wohlbehagen,
Was dem Herz gefällt,
Zerfällt.

Keine dieser Menschenlüste
Spricht heut mehr zu Dir.
Du lebst in einer Seelenwüste
Aus Sehnsucht, Hass und Gier.

Selt’ne Tage jedoch scheinen
Wie ein Déjà-vu.
Fast möchtest Du dann meinen,
Dass ein neuer Frühling blüh.

Dein Glück ist gleichwohl nie von Dauer,
Oft nach Stunden schon zerstört.
Liegt tot an einer grauen Mauer,
Hat Dir nie gehört.

Ein wenig Hoffnung ist geblieben,
Dass der Glanz Dich neu berührt
Und Deinem Seelenfrieden
Ein neues Feuer schürt.

18.08.2013 – 21.15

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Am Tag, der uns den Frieden bringt

SchreiAm Tag, der uns den Frieden bringt,
Da möcht ich wieder leben,
Dass Freude alle Welt durchdringt,
Und Liebe weiter geben.

Am Tag, der uns den Frieden bringt
Und Hass zum Fremdwort macht;
Am Tag, der neu nach Leben klingt
Und der Mensch von Herzen lacht

Am Tag, der uns den Frieden bringt,
Ein jeder Mensch Dein Bruder ist
Und frischer Wind Dein Herz durchdringt,
Dann werde ich zum Optimist.

Am Tag der uns den Frieden bringt,
Fest verwurzelt hier auf Erden,
Wenn das letzte Kriegsschiff sinkt
Und wir alle glücklich werden.

An diesem Tag bin ich befreit,
Von aller Welten Leiden
Und mache mich bereit,
Aus derselben auszuscheiden.

19.08.2012 – 13.30


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Liebe

liebeLiebe war ein schönes Wort,
Das den Schmerz mit Freuden teilte.
Liebe war an jedem Ort,
Den mein Leben einst ereilte.

Liebe war mir dreizehn Jahr
Zwar Mythos, doch nie fern.
Liebe war stets wunderbar.
Die Liebe hatt ich gern.

Doch seit ein‘gen Jahren nun
Hat die Liebe sich entfernt.
Flirten, Buhlen, all das Tun
Scheint mir wie verlernt.

Fast schon einer Sehnsucht gleich
Wirkt die Liebe heut auf mich.
Ein Wort, so ausgezehrt und bleich,
War einst glanzvoll, inniglich.

Heut gewährt die Liebe Stunden,
Mit Glück, mir ein paar Wochen.
Kaum dabei, sie zu erkunden,
War mein Herz erneut gebrochen.

Nachts im Traum ist mir die Liebe
Gar flüchtiges Theaterspiel.
Ach, wenn sie mir doch nur bliebe!
Wär der ew‘ge Schlaf mein Ziel.

04. Mai 2012 - 18.20

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DezemberRosen

Dezemberrose 2011Wann sonst nur kalte Stürme tosen
und Grau erstarrt das Land,
erblühen bunt Dezemberrosen,
und mein Herz, das René fand.

Schon einem neuen Frühling gleich,
erwacht die gelbe Herbstnatur.
Bienen summen um den Teich,
der Himmel blau-Azur

In unserer ersten Dezembernacht
blühte ein gelbes Röschen auf.
Das hab ich Dir ans Bett gebracht
und ich bestehe sehr darauf,
dass es Dich glücklich macht.

Was hast Du angestellt mit mir
in diesen Frühlingstagen?
Du bist wie Elixier
für meinen sauren Magen.

Ein Hoch auf diese Tage,
auch wenn sie oft unscheinbar sind.
Und ich stelle mir die Frage,
macht Liebe wirklich blind?
Auch wenn ich oft verzage,
weiß ich, dass wir glücklich sind.

Ich weiß nur,
ich kann wieder leben.
Noch nicht pur,
aber ich kann geben.
Bleibe stur,
möcht‘ nach Neuem streben.

Dezemberrosen, gelb, rot, weiß -
nimm Dir jede, die Du willst!
Und ich sag Dir nur ganz leis‘,
Dass Du meine Qualen stillst.

05.12.11 - 20.20 (für René S.)

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Ein Tag Leben

EinklangDie letzten Wochen wurden durch meine Apathie immer unerträglicher, schmerzhafter und zurückgezogener. Bis ich am letzten Wochenende zum Umdenken kam. „So wie es jetzt ist, endet es in einer Katastrophe.“ Ich stellte ab Montag, Dienstag und Mittwoch einige schlechte Gewohnheiten wie das Rauchen und das „Rauchen“ abrupt ein, nahm meinen Behandlungstermin in der Kieferchirurgie wahr und bemerkte eine allgemeine, sehr plötzliche Besserung. Alkohol trinke ich kaum mehr, ein oder zwei Gläser Wein in den Abendstunden.

Herzrasen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Verwirrtheit, Schwindel, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Zittern, Schmerzen an fast allen Organen und in der Motorik, Schweißausbrüche, Paranoia, Panik… All‘ diese Symptome, die mich oft Tag und Nacht, manchmal über viele Stunden schier wahnsinnig machten und meinem Leben jegliche Qualität entzogen, schienen plötzlich nach und nach im Nichts zu verschwinden. Vielleicht ist es auch das Medikament Opipramol, welches ich seit Montag zwei Mal täglich einnehme. Aber das sollte laut Ärztin sehr schwach sein und erst nach einigen Wochen zur Besserung führen. Mit Sicherheit auch mein nun vehementes Entgegenwirken, um dieser Krankheit kein Terrain zu bieten. Wer mich aber länger kennt, weiß, dass diese positiven, glücklichen Phasen leider meist nur von kurzer Dauer waren und mich oft schon am folgenden Tag eine grauenvolle Depression oder eine andere Sauerei heimsuchten und das einstige, kurze Glück in einem traurigen Nachhall verstummte.

Donnerstag, 16.06.11. Um halb sieben wache ich auf. Im Fernsehen wird über „Cyberwar“ und die verheerenden Ursachen berichtet. Als wüsste ich nicht schon seit Jahren, dass Bomben und Zerstörung künftig Out sind und viel zu viel Geld verschlingen. Genervt drehe ich mich wieder um. Nein! So darf ein Morgen nicht beginnen. Wie von einer inneren Stimme getrieben, stehe ich auf, schalte den TV aus und tausche Horrormeldungen gegen heitere Musik, schwinge mich unter die Dusche und hab das überirdische Verlangen, etwas zu tun, was ich lange nicht freiwillig tat. Zugfahren. Tapetenwechsel.

Meine Laune wird immer besser und ich bin selbst etwas erstaunt, wie selbstverständlich heute alles funktioniert, ohne einen einzigen Gedanken, mein Vorhaben wegen irgendwelchen wirren Gedanken hinauszuzögern oder gänzlich zu canceln. Teilweise fühle ich mich, als wär ich gar nicht mehr ich. Ich bin weiterhin rauchfrei, bis auf vielleicht ein oder zwei Ausnahmen in den späten Abendstunden und dann rauche ich dann auf dem Balkon. Kurz nach acht verlasse ich das Haus, nachdem ich die restlichen drei Zigaretten aus der Schachtel ins Klo kippe und beschließe, erst gar keine mitzunehmen. Als würde ich es jeden Tag tun, setze ich mich in den Bus und steige am Laimer Platz in die U Bahn um. So unwohl ist mir gar nicht; die Bahn ist nicht überfüllt. Am Bahnhof wird die Situation unwohler, aber ich blende die Menschen aus und konzentriere mich auf den Fahrkartenautomaten und die Suche nach dem Gleis. Exakt, eine Minute vor Abfahrt erwische ich den Zug. Nach Rosenheim.

Eigentlich war ich nur zwei Mal in Rosenheim. Im September 2006 mit Max und danach allein aus Verzweiflung. Und nie nüchtern. Elke, die ich kürzlich kennengelernt hatte, lebt auch dort und vielleicht freut sie sich, wenn ich mich überraschend melde.

Ich finde einen Platz vor zwei Mittfünfzigern, die ihrem Gespräch nach zu urteilen das erste Mal in die Berge fahren. Auch während der Fahrt weichen die Klänge aus dem MP3 Player nicht von meinen Ohren. Ich lese in Albert Camus‘ „Weder Opfer noch Henker“ und genieße den Ausblick auf die grünen Weiden und die Alpen. Nach ca. anderthalb Stunden erreicht der Zug Rosenheim. Als ich auf dem Podium des Bahnhofsausgangs stehe, sehe ich alte Bilder vor meinen Augen. Ich sehe Max und eine Amarettoflasche in meiner Hand. Ich wische mir diese Bilder von den Augen und gehe zielstrebig Richtung Innenstadt. Als ich an einer Apotheke vorbeikomme, sehe ich wieder diese Bilder und mache Halt. Da saß ich mal, vor fünf Jahren mit meiner Flasche Amaretto, nach einem Streit mit Max. Wieder schiebe ich diese Bilder beiseite, gehe weiter und beginne zu schwitzen. Es war ungünstig, bei dieser Schwüle meine lange Hose und das ebenso schwarze Shirt zu tragen. Ich wollte sowieso ein paar Sommerklamotten kaufen und sah mich in einigen Läden um. In einem Bekleidungsgeschäft probiere ich schließlich drei verschiedene Hosengrößen, ehe sich die letzte mit Größe 46 ohne zu rutschen an meine Hüften schmiegt. Sie ist rot-weiß-grau kariert, nicht wie sonst in eintönigem schwarz oder weiß. Auch lasse ich mich von einem Verkäufer beraten, was ich die Jahre zuvor immer gemieden hatte. Als ich dann auch noch ein paar Stoffschuhe finde, bin ich zufrieden und setze meinen Stadtbummel fort. Sehr lange liegt der letzte Tag zurück, an dem ich ein so unglaublich großes Glück empfand. Und das ohne jegliche Suchtmittel, ohne Alkohol und sogar ohne eine einzige Zigarette. Dafür kaue ich Kaugummis, bis mir davon schlecht wird.

Mittags lasse ich mich in einem Park nieder, der mit sämtlichen Rosenarten und Kräutern bepflanzt ist. Ich beobachte die wenigen Menschen, die ebenso darin herumlaufen und ich fühle keinen Hass, wie ich das sonst tue. Ich lasse sie ebenso gewähren wie ich mich. Später sitze ich in der Fußgängerzone in einem italienischen Straßencafe, bestelle mir eine heiße Schokolade und einen Tomate-Mozzarella Teller, lese in meinem Buch und genieße jede Sekunde dieses Lebens, was mir sonst nahezu täglich verwehrt war. Es fühlt sich an, wie wenn ich nach zehn Jahren Knast das Leben wieder spüren darf.

Kurze Zeit später stößt Elke dazu, nachdem sie sich vergewissern musste, dass da kein Teen sitzt, sondern der andere John. Das war wirklich eine sehr lustige Begrüßung. Sie bestellt sich eine Cola und erzählt von ihrem zeitausfüllenden Tag. Elke ist zwar verabredet, freut sich aber über die Überraschung und gönnt uns anderthalb Stunden Zeit miteinander. Wir fahren zum Simssee, sitzen auf einer Bank und ratschen. Sie fragt mich, wie ich mich fühle. Ich kann mit gutem Gewissen „Bestens!“ antworten.

Später, als sie zu ihrer Verabredung fährt, setzt sie mich in Rosenheim ab und ich schlendere nochmal durch die kleinen, vertrauten Gassen und besuche ein Straßencafe, trinke Mangosaft. Ein kurzer Gewitteraschauer zieht auf; die Leute laufen schneller, stellen sich unter, verlieren sich. Ich sitze da und atme diese Mischung aus schwüler und feuchter Luft ein. Diesen Geruch von heißem, nassem Asphaltboden. Es grummelt bald von allen Seiten und es sieht nicht wirklich danach aus, als ob sich die Sonne nochmal blicken lasse. Während ich die Wolken und ihre Zugbahn betrachte, vermute ich, dass in München noch bestes Wetter herrscht und entschließe mich kurzerhand, zurück zufahren.

Und tatsächlich fährt der Regionalexpress vom Regen in die Sonne Münchens. Nein, ich mag die Stadt immer noch nicht (nicht mehr) und ich kämpfe mich durch die Menschenmassen zur U Bahn. Am Laimer Platz sehe ich in einer Boutique wieder diese abstrakte Uhr, die mir im März schon gefiel. „Irgendwann kauf ich sie mir!“ hatte ich damals gesagt. Und ich kaufe sie. Die Verkäuferin ist sehr freundlich und gibt auf meine Anfrage sogar ein paar Euro Rabatt. Frohen Mutes nehme ich den nächsten Bus und fahre nach Hause. Im Garten sitzen Klaus, Udo und Michi. Ich geselle mich etwas dazu. Ein vorbeiziehender Gewittersturm und ein Besuch von Michi und Dennis runden diesen einen glücklichsten aller Tage ab. Zufrieden schlafe ich ein und hoffe, dass dieses Glück nie enden möge.

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Graue, kalte, tote Tage

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Graue, kalte, tote Tage,
ruhig, geduckt, auf Zehen schleichend.
Verdross’ne Stimmung, unausreichend.
Sehnsucht nach Lebendigkeit.
Sehnsucht nach Liebe, Freude, Erneuerung.

Doch nur das Uhrwerk bewegt sich unaufhörlich weiter.
Das Leben steht still. Kalte Bilder scheinen durch die Gardinen.
Durchbrechen meine Schädeldecke. Schleichen sich ein.
Mit Ekel und Abscheu ertrage ich sie, mit klarem Kopf.
Klarer als je zuvor. Ohne Nebel, ohne Fassade ohne Schein
schlägt die Realität wie Wetter auf mich ein!

Alles, was das Leben süß und freundlich macht, ist verhüllt.
In graue Schleier, so grau wie das Ebenbild der Natur.
Wo sind Sonne, Wärme, Himmel in blau-Azur? Ich frag ja nur.
In der Hoffnung, dass sie bald dahingehn.
Diese grauen, kalten, toten Tage. Ohne Lebendigkeit.

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Harmonie

aiDer Weihnachtstag nahm noch eine sehr positive Wendung. Mein Auge schien immer besser abzuheilen. Teilweise konnte ich die Augenklappe sogar für ein paar Minuten abnehmen, ehe ich mir die nächsten Salben und Tropfen hinter die Bindehaut kippen musste. Fast stündlich.

Daniel meldete sich kurz vor 19 Uhr in Skype. Wir haben uns gestern spontan zum Einkaufen verabredet. Nach gut zwei Wochen haben wir uns wieder gesehn. Es tat gut. Ich habe mich bei ihm für einen bösen, dreiseitigen Brief, den ich ihm am 10.12. in den Briefkasten steckte, entschuldigt. Ich hab Mist gebaut. Er hatte das nicht verdient.

“Magst Du mit mir essen gehn?” schrieb ich ihm und suchte sehr lange nach geöffneten Restaurants - aber no chance. Schließlich bestellte ich uns zwei Pizzen. Plötzlich befand ich mich etwas im Organisationsfieber. Michi noch was Nettes vor die Tür legen, einen Kurzbesuch von zwei türkischen Kumpels abfertigen - und Daniel zu erwarten. Auch wenn wir getrennt sind; ich finde seine Anwesenheit sehr schön; vorallem, dass ich ihm wieder in die Augen sehen durfte. Mit meinem Brief, der teilweise sehr unter die Gürtellinie ging, hatte ich ihn fast für ganz verloren. Auch als Mensch und als Freund. Ich möchte einen solchen Umstand nie wieder herbeiführen.

Der Abend verlief harmonisch, mit ein, zwei Diskussionen über Geschehenes, die wir aber recht gut meisterten. Mit zwei White Russian, die Daniel mixte, mit Wort und mit ein wenig Witz.

Es war ein schöner Ausklang, der mir viel bedeutet, den ich in Erinnerung behalte. Die unerträgliche Last ist abgefallen. Ein anfänglicher Horror-Tag, nahm doch noch eine positive Wendung. Das Leben ist manchmal wirklich schwarz-weiß

unterschrift

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F R Ü H L I N G

Seit Donnerstag verschwinden die mürrischen und verbitterten Gesichter mehr und mehr von unseren Straßen. Der Frühling hält Einzug und bescherte uns gestern schon 22,5° C, heute wohl noch wärmer.

Das war schon lange fällig, denn nun erwacht auch in mir wieder ein wenig Leben. Die Nachbarn sitzen wieder bis spät Abends im Garten zusammen und die Gartengeräte kommen wieder zum Einsatz. Es tut gut, nicht mehr ständig am PC festgekettet zu sein.

Man kann jetzt nur hoffen, dass keine erneute Kälteperiode auf uns zurollt, sonst platzt mir wirklich langsam der Kragen ;-)

Nachtrag 17.00 Uhr: Es wurde nicht wärmer als gestern, die Sonne wollte auch nicht recht raus, aber es blieb wenigstens warm. Gegen 16.30 gab es einen Gewitterschauer. Hat ja schließlich ewig nicht mehr geregnet^^

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