Kindheit, Jugend, Herbst und Winter

5vor121Ein Frühling voller Kindheitstage
Kühl, verregnet, grauenvoll.
Kindheit war die reinste Plage
Ein Frühling in H-Moll.

Der Sommer wollte besser sein
Die Jugend in C-Dur.
Liebe, Sex und roten Wein
Lebenslust und Freude pur.

Eines Tags bemerkte ich:
Mein Sommer wird zu heiß.
Und als er just dem Winter glich
Lag ich tot in kaltem Schweiß.

Viele Blätter sind gefallen
Sommerfarben sind verblichen.
Mein Herbst zeigt seine Krallen
Die Jugend ist verstrichen.

Auf die viel zu heißen Sommertage
Folgt ein Herbst der Ewigkeit.
Ich weiß nicht, ob ich ihn ertrage.
Es hat auch schon geschneit…

Der Winter steht vor meiner Tür.
Er wird kurz und heftig sein.
Jede Flocke, die ich spür
Bringt mir Schmerz und Pein.

Ich wünschte ein paar Sommerstunden
Inmitten des Novemberblues
Etwas Heil für meine Wunden
Vom Sommer nur ein kleiner Gruß.

Stattdessen wart ich weiter
Auf die dunkle Winterzeit.
Aus meinen Wunden quillt der Eiter
Zum Sterben bin ich nicht bereit.

18.02.2014 – 17.14

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Narben alter Sommertage

211013-003Aus dem Sommergrün entstiegen,
Golden, rotes Herbstgewand.
Wird bald auf der Erde liegen,
Überall im ganzen Land.

Heut noch, darf ich sie genießen,
Letzte, warme Sonnenstunden.
Nah dem Sommer, milde Brisen;
Bald ist dieses Bild verschwunden.

Eh des Winters eisig Klauen
Rauben all die letzten Farben;
Hier am Wald und in den Auen
Seh ich schon die ersten Narben.

Narben alter Sommertage,
Deren Stunden schon gezählt,
Als während der Regentage
Deutschland seinen Kanzler wählt.

Bleib noch, schwaches Sommerbild;
Lass Dich noch nicht besiegen!
Schon eh das Wintergrauen brüllt,
Bringt der Herbst Dich zum erliegen.

21.10.2013 – 16.30

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Trostlos graue Wolkenbilder

regenTrostlos graue Wolkenbilder
Hängen tief am Firmament.
Schwarze Vögel kreischen wilder;
Wind wird rau und turbulent.

Eisig stürmt er um die Gassen;
Herbstlaub tanzt am Wegesrand.
Dieses Grauen ist zum Hassen
Auf die Ewigkeit verdammt.

Dauerregen peitscht seit Tagen
Unerlässlich her,
Schafft mir stetig Unbehagen;
Mein Geist ist müd und leer.

Der Sommer dürft mir ewig bleiben,
Das tut er aber nicht.
Sobald die ersten Blüten treiben,
Optimismus aus mir spricht.

04./05.10.2013 – 15.00

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Abschiedskonzert

OktoberEin allerletzter Sommerhauch
Weht durch die Stoppelfelder.
Die Sonne scheint mir auf den Bauch;
Der Wind geht etwas kälter.

Letzte Vöglein singen
Zum Abschied ein Konzert.
Es mag nach Sommer klingen;
Doch der ist nichts mehr wert.

Die Kronen grüner Wälder
Altern vor sich hin.
Der Herbst wird stetig gelber;
Ein Sommertraum zerrinnt.

Bald zieht der Novemberblues
Seine Spur durchs Land.
Er gibt Dir den ersten Gruß
Des Winters in die Hand.

02./03.10.2013

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Septemberblues

090813-001Regen, Dunst und Nebelschwaden
Ziehen durchs Septemberland.
Stürmisch kühl und ohne Gnaden
Braust der Wind durch mein Gewand.

Gelblich Herbstlaub ziert die Gassen;
Das Lied der Vögel ist verklungen.
Aus traurig grauen Wolkenmassen
Ist ein Herbst entsprungen.

Das graue Bild trübt mein Gemüt;
Ich mag es nicht ertragen.
Die Sommerfarben sind verblüht;
Nun blüht das Unbehagen.

27.09.2013 - 12.30

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Novemberblues

NovembernachtIn meinem dunklen Kämmerlein
Schweig ich mit den Wänden.
Freudlos und allein
Mit leeren, schweren Händen,
Händen schwer wie Stein,
Möcht ich mein Werk vollenden,
Doch es soll nicht sein.

Draußen ächzt ein kalter Wind
Durch die toten Gassen.
Krähen um die Tausend sind
Auf Bäumen und Terrassen;
Kummervoll ihr Schrei erklingt,
So traurig und verlassen.

In ihm hör ich Novemberblues,
Der schwarzen Vögel Schrei,
Des Winters ersten Gruß,
Die Elends-Litanei.

07. November 2012

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Oktobergold

Goldener oktoberSpätnachmittag am Waldesrand,
Oktobergold und Purpurrot
Bemalt die Flur im Land,
Bevor ein dunkler Winter droht,
Mit tiefem Sonnenstand.

Letzte, zage Winde wehn
Das Herbstlaub um ein Haus.
Mit ihm muss nun der Sommer gehn,
Das letzte Fest ist aus.

Dafür möcht ich dankbar sein,
Für jeden Tag Oktobergold,
Für Waldesrot und Sonnenschein,
Eh die Stimm‘ des Winters grollt.

Ich saug des Sommers warmen
Atem in mich ein.
Der Herbst hat noch Erbarmen,
Es reift der letzte Wein.

18.10.2012 – 16.50

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Oktobersonne

OktoberWarmer, sanfter Wind
Durch Stoppelfelder weht.
Da kommt ein Blatt geflogen.
Des Winters Kind
Am Zeitrad dreht.
Der Herbst ist eingezogen.

Oktobersonne, wärmst Du mich
Heut gar zum letzten Mal?
Bevor der kalte Winter sich
Hier niederlässt im Tal.

Baumkleid rot und golden
Färbt sich tief im Wald.
Der Sommer ist vorbei.
Dürre Hollerdolden
Die der Herbst bemalt.
Von der Alp bis Norderney.

03./04.10.2012

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Dieser wunderbare Sommertag

180712-002Ach, wie lieb ich diesen einen
Wunderbaren Sommertag.
Bis gestern konnt man meinen,
Der Sommer bleibt so fad.

Regen, Hagel, Donnerschlag,
Graue Wolken, steife Briesen
Nahezu an jedem Tag
Im Frust mich baden ließen.

Heut jedoch ist’s nicht zu kühl
Und auch nicht brütend heiß.
Die Uhr des Herbstes steht heut still.
Wie lange noch? Wer weiß?

Hätt nur einen Wunsch ich frei,
Dann wünscht ich ewig Sommertage
Von Bayern bis nach Norderney
Die beste Wetterlage!

18.07.2011 – 17.30/23.25

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DezemberRosen

Dezemberrose 2011Wann sonst nur kalte Stürme tosen
und Grau erstarrt das Land,
erblühen bunt Dezemberrosen,
und mein Herz, das René fand.

Schon einem neuen Frühling gleich,
erwacht die gelbe Herbstnatur.
Bienen summen um den Teich,
der Himmel blau-Azur

In unserer ersten Dezembernacht
blühte ein gelbes Röschen auf.
Das hab ich Dir ans Bett gebracht
und ich bestehe sehr darauf,
dass es Dich glücklich macht.

Was hast Du angestellt mit mir
in diesen Frühlingstagen?
Du bist wie Elixier
für meinen sauren Magen.

Ein Hoch auf diese Tage,
auch wenn sie oft unscheinbar sind.
Und ich stelle mir die Frage,
macht Liebe wirklich blind?
Auch wenn ich oft verzage,
weiß ich, dass wir glücklich sind.

Ich weiß nur,
ich kann wieder leben.
Noch nicht pur,
aber ich kann geben.
Bleibe stur,
möcht‘ nach Neuem streben.

Dezemberrosen, gelb, rot, weiß -
nimm Dir jede, die Du willst!
Und ich sag Dir nur ganz leis‘,
Dass Du meine Qualen stillst.

05.12.11 - 20.20 (für René S.)

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Tote Bäume

wald_im_nebel_3Tote Bäume stehen grau
in dichten Nebelwiesen.
Von den Blättern tropft der Tau
und ich sehe wieder diesen
trostlos dunklen Plattenbau.

Im Sommer mag er schön erscheinen,
umringt von grünen Bäumen.
Heute aber muss ich weinen
und mir´s „Sommerglück“ erträumen.
streun mit müden Beinen
vorbei an alten Scheunen.

Gehe weiter durch den Wald,
durch nasses, totes Laub,
mir friert, wird kalt,
mein Herz ist taub.
Es fühlt die Herbstgewalt.
Und es stetig glaubt,
die Liebe wär gemalt.

Alles nützt nichts, ich muss weiter
durch den grauen Nebelzorn
Meine Bilder sind wie Eiter,
wiederholen sich von vorn.
Jedoch ich hab geschwor’n,
heut wäre ich gescheiter
und wenn ich wieder scheiter,
beginne ich von vorn.

Durch den grauen Nebelzorn.


09./10.11.11 - 23.30-01.30

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Spätsommermorgen

sommermorgenHerbstlich frisch, ein Sommermorgen
glänzt am frühen Tau der Wiesen.
Vorbei sind wilde Wettersorgen;
lasst den Sommer uns genießen!

Letzte Nebelschwaden ziehen leis‘
sich in den See zurück,
bevor die Mittagssonne heiß
den Sommer bringt zurück.

Blauer Himmel, wolkenlos,
kaum Wind vermag zu wehen.
Dieses Bild ist grandios
und dürfte nie vergehen.

Selten ist’s das mir ein Morgen
so sehr wohlgesonnen.
Fast schon gänzlich ohne Sorgen
hat mein Tag noch nie begonnen.

(17.08.11 – 10.50)

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Goldener Oktober

Goldener OktoberGolden rotes Baumkleid
wieget sich im Wind.
Der Sommer nimmt ‘ne Auszeit
…und wird des Herbstes Kind.

Die Sonne tief am Firmament,
der Himmel blau wie’s Meer.
Kleine Wärme, ganz dezent,
Blütenstauden leer.

Bevor es kommt, das Novembergrau,
so lass und das genießen.
Mir wird schon jetzt so bang und flau,
mit dem Sommer abzuschließen.

unterschrift

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Endzeit

Als dies’ Jahr der Sommer begann,
war mein Geist noch voller Pläne.
Und als das Glück dann wieder zerrann,
blieb davon nur eine Träne.

Mein Leben; ich hab’s aufgegeben;
hab keinerlei Elan.
NIE nach Glück werd’ ich mehr streben,
weil das Glück mich langsam KANN.

Jedoch, bevor der Vorhang bald für immer fällt,
möcht’ ich’s noch einmal wissen.
Das Gefühl, das Schönste auf der Welt,
möcht’ ich nie mehr vermissen.

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Der Sommer ist tot

060813-004Der Sommer ist tot.
Die Wies’n steigt.
Der Sommer wird rot.
Der Vogel schweigt.

Dort wo einst die Sommerbüte stand,
Seh ich nur noch frische Narben.
Nun zieht ein kühler Herbst ins Land,
Malt mit seinen Farben.

Zuvor noch leuchtend gelb und rot,
Zum Schluss vertrocknet, alt und braun.
Schon eh der graue Winter droht,
Ist vorbei der Sommertraum.

18.09.2010

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Sommerstrahlen

normal_eiche-im-spaetsommerDie allerletzten Sommerstrahlen
warten draußen, warm und rein.
bevor der Herbst mit blassen, fahlen
Bildern stiehlt des Sommers Schein.

Sommer, deine Tage sind gezählt!
Beehr mich bitte sehr bald wieder!
Denn wenn Winter meine Seele quält,
verstummen alte Lieder.

Ich nehm die letzten Sommerstrahlen
an mich - geb sie nicht mehr her.
Welchen Preis muss ich wohl zahlen,
dass der Sommer bleibt, den ich so sehr

begehr?

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SommerendDepression

Die schlimme Stimmung kam zurück,
auch wenn ich es nicht wollte.
Es fließt dahin, mein ganzes Glück,
auch wenn ich’s fangen sollte.

Mein Antrieb, der mich im Sommer noch leben ließ ,
ist mit den letzten Tagen gegangen.
Nun wieder, ist das Schicksal sehr fies,
ich hab das Gefühl, als kann ich mich nicht mehr fangen.

13.08.2010

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Herbstkastanien

kastanieSeh ich braune Kastanienbäume,
mitten im August.
gehn vorbei die schönen Träume,
spür’ ich nur noch Frust.

Wo sind sie hin, die bunten Wiesen,
grüner Baumschmuck, Vogelsang?
Der Herbst, er war schon angepriesen,
Als Frühling noch so eben klang.

Ich wünsche mir noch ein paar Wochen
Sommerhauch und Lieb’gefühl.
Doch ich hab den Herbst gerochen,
braun und dunkel, viel zu kühl…

22. & 25.08.2010

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Sommerende

HerbstEinst standen grüne Weizenähren
Auf den Wiesen um mich rum.
Heut hängen sie, als ob sie wären
Traurig, tot, geknickt und stumm.

Braune Felder, abgemäht,
Gesang der Vögel ist vorbei.
Das End’ des Sommers ist gesäht,
Der Herbst eilt sehr bald schon herbei.

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Sommer 2010

090710-005Im Nachhinein seh ich’s als gutes Jahr.
Es war anders als Jahre zuvor.
Der Sommer war doch wunderbar,
auch wenn ich meinen Glauben oft verlor.

Ich hatte EUCH - Euch gute Seelen,
was wär ich gewesen ohne Eure Geduld.
Musst ich mich manchen Tages quälen,
und fühlt’ ich mich auch voller Schuld:

IHR wart für mich da - in Worten und Werken,
auch wenn oft unsichtbar.
Ich werd’s mir stets gerne merken,
Freunde, die sind wunderbar.

Viel’ Liebe hab ich dies’ Jahr getroffen,
so manch’ Schönling, so manch lieben,
Oft mir die Seele aus dem Leib gesoffen,
weg’s manch’ üblen Herzendieben.

Aber auch die schönen Stunden
diesen Sommers bleiben in meinen Gedanken.
Heute sind es für mich Wunden,
die um meine Seele ranken.

Ich fühl’ es mit; der Sommer geht.
ich seh’s an jedem Blatte,
das vom Baum zur Erde weht,
der Eindruck, den ich hatte,

…dass dieser Sommer nie vergeht.

Ich halte noch an einem fest,
das ist ein Mensch, den ich sehr mag.
Wir liebten uns nie allzu fest,
auch wenn ich gerne neben ihm lag.

Vielleicht führt uns der Herbst zusammen,
auch wenn er den Sommer schließt.
Vielleicht glühen dann die Flammen,
wenn das letzte Bächlein fließt.

Ach wie gern denk’ ich zurück,
an vieles schöne Sommerglück-
und so manche Depression,
Doch ich überlebte - was sonst kümmert schon?!

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