Neujahr

Contrapunctus01Pünktlich zu Neujahr,
Da ist sie schon.
Die süße Gefahr
Der Depression.

Endlos Schnee
Und bitterkalt.
Magenweh
Und Darminhalt.

Isolation.
Nikotin.
Emotion.
Medizin.

Resignieren.
Reinhauen.
Rauskotzen.
Runterkommen.

Stille.

03.01.2017 - 22.10

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Im Schmerz geboren

Im Schmerz warst du geboren
In klarer Vollmondnacht.
Von den Göttern auserkoren
Kurz aus einem Traum erwacht.

Der Schmerz, er goss sich weiter
Durch deine Lebenszeit.
Und bald war er der Reiter
Deiner Hilflosigkeit.

Und jetzt im dritten Lebensakt
Führt er Dich ins Verderben.
Während er dein Herz zerhackt
In tausend rote Scherben
Und ein Leid dein Nächstes jagt,
Willst du leise sterben.

Doch den Triumph erlangst du nicht!
Ich spiel’ ein Spiel mit dir!
Und wenn ich mit dir fertig bin,
Dann gehörst du mir!

Ich bin dein Schmerz.
Und werde deine Stimme sein.
Ich nehme mir dein Herz
Und brech dir jedes Bein.
Es wird mir eine Freude sein.

Im Schmerz warst du geboren
Im Schmerze wirst du gehn.
Dies Spiel hast du verloren
Nun ist’s um dich geschehn.

07.11.2015 - 01.08

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Diese Welt…

contrapunctusMeine Hände sind leer
Und müde mein Geist.
Mein Herz schlägt schwer
Das Nichts in mir kreist.

Wie kann ich das abwenden?
Wo finde ich mein Glück?
In meinen leeren Händen
Zerbricht es Stück für Stück.
Das letzte Fünkchen Glück.

Die Angst hat meiner Seele
Große Mauern aufgebaut.
Der Kloß in meiner Kehle
Hass und Trauer in sich staut.

Ich werd die Welt niemals verstehen.
Nicht ihre Freuden, nicht die Leiden.
Dies täglich stumpfe Weltgeschehen
Möcht ich zu gerne meiden.

Überall Lügen, Gier und Neid
Krieg, Moralismus und Hass.
Der Welten schönes Kleid
Wirkt erschöpft und leichenblass.

Ich glaub nur, das was ich sehe
Und das ist schon zu viel.
Egal, wohin ich gehe
Diese Welt ist nicht mein Ziel.

22.09.2015 - 00.32 Uhr

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Jedes Mal, wenn ich Dich seh

liebeskummerJedes Mal, wenn ich Dich seh
Pulsiert mein Blut bis in den Hals
Schießt Adrenalin durch meine Adern
Umschleicht mich edler Schwindel.

Jedes Mal, wenn ich Dich seh
Schmückst Du meine Welt mit bunten Farben
Wehst wie ein Frühlingswind
Durch meine Glieder.

Jedes mal
Bist Du Rausch
Verzweiflung
Und tiefe Sehnsucht.

Eine Sehnsucht
Die nie vergeht
Mit jedem Jahr
Noch stärker weht.

Jedes Mal, wenn ich Dich seh
Bleibt ein Teil von Dir
In meinen Träumen.

17.03.2015 - 23.16

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Digga

scottWenn Dein Blick den meinen streift
Und Du täglich bei mir bist:
Jeden Tag die Liebe reift,
Die für Dich nicht greifbar ist.

Liebe, die aus meinem Herzen
Immer wieder auf Dich trifft,
Liebe, die mit großen Schmerzen
Mein Leid auf das Deine schifft.

Jede Runde Schach mit Dir
Erweckt in mir die Leidenschaft-
Leidenschaft und Gier:
Leidenschaft, die Leiden schafft.

Du bist für mich das Licht des Lebens
Und zugleich die Dunkelheit.
Dich zu lieben ist vergebens,
Denn Dein Herz ist noch zu weit.

Viel zu weit entfernt von mir,
Ich möchte Dich begehren!
Sei doch bitte einfach hier,
Ich muss an deinem Dasein zehren.

Digga, glaub mir, Du bist nice!
Like a brother, if you know!
Ich sag es Dir ganz leis’:
Ich liebe Dich und so…

Für Scott – 09.11.2013 – 23.55



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Trugbilder

Gefangen

Manchmal wünscht ich inniglich,
Mein Atem stünde still.
Und meinem Herz nur einen Stich,
Ja, das ist es, was ich will!

Alles Hoffen, Vorwärtsschauen
Hat nie etwas genützt.
Und erneut erscheint das Grauen,
Auf welches sich mein Kummer stützt.

Warum bringst Du mich nicht um,
Du ach so schönes Leben?
Sag, was muss ich dafür tun,
Um alles aufzugeben?

Jeden Tag aufs Neue
Erlebe ich Enttäuschung pur.
Und wenn ich mich auf etwas freue,
Stellt sich heraus: Ein Trugbild nur.

Ja, so bin ich, oftmals eigen,
Schwer in den Humor verliebt.
Damit möchte ich Euch zeigen,
Dass es mich auch zweimal gibt.

Doch das nützt nichts; ich muss weiter,
Weiter in die andre Welt.
Denn mein Leben ist wie Eiter;
Hier ist nichts, was mich noch hält.

Bitte, mach dem Trug ein Ende;
Ich erwarte es so sehr.
Ich geb mein Licht in Deine Hände,
Denn ich kann einfach nicht mehr.

18.07.2013 – 21.32

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Erinnerung

ErinnerungErinnerung tut weh,
Ist sie auch noch so schön.
Stets, wenn ich sie seh,
Möcht an der Zeit ich drehn.

Erinnerung macht mürbe,
Denn sie kommt nie zurück.
Und wenn die Liebe stürbe:
Ich fühl noch heut ihr Glück.

Erinnerung ist Schmerz,
Der nie mehr vergeht.
Ich fühls in meinem Herz,
Wenn der Nordwind weht.

Erinnerung bist Du!
Du bist all mein Leid!
Ich komm niemals zur Ruh
Und denk an Dich zu jeder Zeit.

13.07.2013 – 20.51

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Liebe heißt Leiden

herzblut2Liebe ist Kleiden
Liebe macht schön
Liebe ist Neiden
Liebe will sehn

Liebe ist Streiten
Liebe macht blind
Liebe ist Meiden
Liebe ist Wind

Liebe ist Schneiden
Liebe ist Schmerz
Liebe heißt Leiden -
Fürs einsame Herz.

10.07.2013 – 20.22

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Gefangen

gefangenIch kämpfe gegen Einsamkeit
Und gegen Apathie.
Ich bin das alles langsam leid;
Das wahre Glück und Zweisamkeit
Erreichen mich doch nie.

So bleibe ich gefangen
In des Teufels Brust.
Die Hoffnung ist vergangen;
Sie ist mir kein Verlust.

Das Grauen schafft,
Die Wunde klafft,
Mein Herz wird weich,
Die Seele bleich,
Ich gehe gleich,
Mit letzter Kraft.

01.12.2012 – 00.03

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Du einst geliebtes Heim

2004Du gabst mir ein Zuhaus,
Acht Jahre Freud und Leid.
Doch nun zieh ich hier aus;
Es war schon lange Zeit.

Gern denk ich zurück,
An Frieden und Zusammenhalt.
Doch nun zerbrach das Glück;
Hass und Bosheit aus Dir schallt.

Der eine schleimt und intrigiert;
Der Andre ist dem Teufel gleich.
Ein Dritter die Geduld verliert,
Der Vierte ist vor Schrecken bleich.

Dein Herr ist auch nicht makellos;
Er schikaniert die Guten.
Die Wut darüber ist sehr groß;
Für nichts muss ich hier bluten.

Und nun, Du einst geliebtes Heim,
Du heut verhasster Ort:
Ich lasse Dich allein
Und gehe von Dir fort!

20.09.2012 – 23.46

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Willkommen im Leben

marchenwaldHerrlich, das Starkbier. Nur etwas kühler dürfte es sein. Während ich auf der Parkbank sitze und am Joint ziehe, scheine ich beinahe einem Mann mit Kinderwagen zu übersehen, der des Weges näher kommt. Ich verstecke meine Tüte zwischen den Sitzbalken der Bank. Der gutaussehende Mittvierziger setzt sich zu mir, wippt lächelnd den Kinderwagen und für einen Moment denke ich, dass ich ihn schon mal gesehen hätte, aber bin mir zeitgleich sicher, ihm nie begegnet zu sein. Wie eine Art Déjà-vu.
„Was rauchen sie da?“ ertönt neben mir plötzlich eine laute, autoritäre Stimme und mein Déjà-vu sieht mich wütend an. „Ich? Äh…nichts?“ antworte ich etwas erstaunt. „Erzählen sie mir nichts; ich kann es doch riechen!“ Plötzlich springen vier uniformierte Polizisten aus dem Kinderwagen und richten Maschinenpistolen auf mich. Geistesgegenwärtig renne ich los. Ich renne um mein Leben und weiß nicht, warum. Ich fühle, wie die Kugeln meinen Körper durchdringen und ich werde immer schneller. Schon nach Sekunden habe ich die Autobahn erreicht und laufe jetzt schneller als die Autos fahren. Ich springe in Riesenschritten über ihre Dächer, geradezu der Sonne entgegen. Die Schüsse der Schützen sind längst verschallt, da endet die Autobahn abrupt und die Autos scheinen sich an dieser Grenze in Nichts aufzulösen.
Vor mir liegt ein Gemälde aus exotischen Bäumen und Sträuchern, Blumenwiesen und einem kleinen See. Ein kleines Brücklein führt darüber und ich möchte es begehen. Meine Laufgeschwindigkeit hat sich nach dem kuriosen Ende der Autobahn rasch wieder normalisiert und ich bin immer noch etwas verwundert darüber, wie das alles um mich geschieht. Neugierig gehe ich auf die Brücke zu und lausche an der Natur. Ein Duft von tausend nie gerochenen Blumen umströmt meine Nase. Ein warmer Wind legt sich wie eine zärtliche Umarmung um meine Schultern. Ich fühle mich seltsam glücklich.
Auf der Mitte der Brücke bleibe ich stehen und blicke in den See. Die einzelnen Sonnenstrahlen, die durch die Baumkronen scheinen, lassen mein Gesicht im Wasser spiegeln. Schön sieht es aus. Wie Anfang 20 und kerngesund. Unverlebt. Aber ich bemerke, dass mein Spiegelbild sich anders als ich bewegt, wild gestikuliert und wütend mit mir spricht, obgleich ich nichts hören kann. Schließlich wendet es sich mit einer abweisenden Handbewegung ab und bleibt verschwunden. Verdutzt und nachdenklich gehe ich auf der Brücke weiter und entdecke weit ab vom Weg, inmitten des tiefen Waldes ein kleines Häuschen. Neugierig gehe ich darauf zu und habe mein zeterndes Spiegelbild wieder vergessen. Während ich mich durch das Dickicht kämpfe und rückwärts blicke, fällt mir auf, dass hinter mir alles verschwindet. Das Brücklein, der See, die Blumen. Ein dunkler, nie enden mögender Wald liegt hinter mir.
An der von Spinnen verwebten Holztür des Häuschens ist ein kleines Schild angebracht; darauf steht geschrieben: „Herzlich Willkommen im Leben“ Und darunter steht in kleinen Lettern: „Wenn Du weitergehst, wirst Du aus diesem Wald nie zurückkehren.“ Was für ein unsäglicher Blödsinn! Denke ich und drücke gegen die Türklinke. Sie bleibt verschlossen. Auf dem Fensterbrett neben der Tür steht die einzige Blume in diesem plötzlich finster und kühl verwandelten Wald in einem kleinen Tontöpfchen. Ich hebe es an und finde darunter einen alten, verrosteten Schlüssel. Mit einigen Mühen lässt sich das Schloss öffnen und ich trete ein. Musik von Bach ertönt. Das Innere der Behausung ist spartanisch eingerichtet. In flackerndem Kerzenschein erkenne ich ein altes Feldbett mit Nachttisch, ein wuchtiger Kleiderschrank mit zwei großen Türen, eine hübsche Kommode, auf der ein Grammophon steht und ein Tisch an dem ein älterer Herr mit zerzaustem, grauen Haar sitzt. Ich trete näher und erkenne Johann Sebastian Bach. Mürrisch erhebt er sich von seinen Notenblättern, geht an den Kleiderschrank, setzt eine weiße Lockenperücke auf und mustert mich mit bitterer Miene. „Können sie nicht Guten Tag sagen, sie undankbarer Mensch, sie?!“ raunt er mit erzürnter Stimme. „Verzeihen sie. Guten Tag Herr Bach. Ich bin recht überrascht, sie hier zu treffen. Ich mag ihre Musik sehr. Ich…“ Ach schweigen sie, sie Dilettant! Gehen sie! Lassen sie mir meinen Frieden und gehen sie!“ unterbricht er mich. „Aber an der Tür stand doch…“ stottere ich. „An der Tür… an der Tür! Mensch, glauben sie eigentlich alles, was sie irgendwo lesen? Das Leben ist dort!“ sagt er und deutet auf den Kleiderschrank. „Dort drin?“ frage ich verdutzt. „Gehen sie endlich, John!“

Während Bach sich schnaufend wieder über seine Notenblätter beugt und ich mich frage, woher er meinen Namen kennt, öffne ich die knarrenden Türen des Kleiderschranks und gehe durch einen schmalen, dunklen Gang mit Fackeln an den Wänden. Ich höre Gelächter und Schritte hinter mir. Es kommt näher. Mein Herz rast. Ich laufe schneller. Sie holen mich bald ein. Schon spüre ich die ersten Hiebe von Peitschen und Ketten auf meinem nackten Rücken. Ich bin nackt! Hässliche, kleine Teufelsfratzen rennen hinter und neben mir her. Lachen mich schallend aus, treten mich, schlagen mich, nagen an meinem nackten Körper. Unter schlimmsten Schmerzen erreiche ich eine Tür und schlage sie hinter mir zu. Die Fratzenstimmen und die ohrenbetäubenden Kettengeräusche verstummen.
Ich stehe in einem Raum ohne Fenster und mit nur der einen Tür, durch die ich gekommen bin. Ein Zurück ist nicht möglich. Verzweifelt sinke ich auf den Boden und wünsche, dass das alles aufhört. Ich möchte zurück zu Bier und Parkbank. Zurück dahin, wo vor wenigen Stunden alles begann und unwirklich wurde. Aber hinter der Tür, durch die ich gekommen war, lauern die Fratzen, womöglich der Tod? Plötzlich beginnt der Boden unter mir zu brennen und erfüllt den Raum in ein gleißendes Licht. Ich erlebe die schlimmsten Schmerzen meines Lebens, sehe im Sekundentakt schmerzende Bilder aus meinem Leben vor mir aufflackern und leide. Da erkenne ich eine Leiter aus Metall, die nach oben zu einem Ausgang führt. Sie glüht. Als ich sie anfasse, verbrenne ich mir die Hände. „Komm!“ ruft eine Stimme von oben. Sie kommt mir bekannt vor. Ich sehe eine ausgestreckte Hand am Ausgang, der sich etwa zehn Meter über mir befindet.“Ich kann nicht! Die Leiter glüht! Ich verbrenne mir die Hände!“ rufe ich der Stimme zu, während meine Beine gebraten werden. „Du willst nicht!“ ruft die Stimme zurück. „Du kannst auch durch die Tür zurück oder hier unten langsam und qualvoll verbrennen!“ „Woher weiß ich, dass du ehrlich bist!? Frage ich. Plötzlich verwandelt sich die strenge Männerstimme in die Stimme meiner verstorbenen Mutter. „Du hast nur diese Möglichkeit, mein Kind! Du weißt, was Dich erwartet, wenn Du zurückgehst oder da unten verharrst. Eine jede Mutter liebt ihr Kind, auch wenn es oft nicht so scheinen mag.“ Sie klingt plötzlich so liebevoll und vertraut. Schließlich nehme ich all meinen Mut zusammen, umfasse die glühenden Metallstreben und steige vollen Schmerzes hinauf. Griff für Griff schreie ich auf vor Schmerz und der Weg nach oben wird immer länger. Die Eisenstangen kühlen sich auf dem Weg nach oben sehr rasch ab und nach Stunden einer Albtraumkletterei erreiche ich endlich die helfende Hand, die mich den letzten freien Meter nach oben zieht.

Als ich vor meinem Retter stehe, erkenne ich den Mann mit dem Kinderwagen wieder vor mir. Wir stehen an der Parkbank, wo alles begann. Aber alles fühlt sich anders an, als je zuvor. „Wer bist du?“ frage ich den Mann, der mir immer noch so seltsam bekannt vorkommt. „Ich bin John. Willkommen im Leben!“ sagt er, gibt mir freundlich die Hand und geht mit seinem Kinderwagen davon. Verdutzt stehe ich da und sehe ihm nach, bis er schließlich in der untergehenden Sonne verschwindet.

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2011 - A review

20112011 begann anders als die Jahr‘ zuvor,
ohne Sucht und ohne Kater.
Mit Leiden und Humor,
im Gesamten adäquater.

Den anfangs kalten Januar
teilte ich mit großen Schmerzen.
Doch bald schon ward er wunderbar
gar frühlingshaft in meinem Herzen.

Jedoch dann fehlte mir
zu oft mein grüner Freund.
Zu groß war meist die Gier
nach meinem täglich Joint.

Viele Wochen ohne roten Wein
nahmen mir oft die Geduld.
Ohne Joint war ich allein
und suchte überall nach Schuld.

Erste Räusche folgten bald,
ertrank den Kummer und das Leid.
Ein Absturz wie gemalt-
und ganz Facebook wusst Bescheid.

Der Krebs, er konnt mich gut verzehren
bald war an mir fast nichts mehr dran.
Der Februar, er tat’s mir lehren:
Es wird Zeit, der Arzt muss ran!

Zeitnah ward entfernt das böse Tier,
der Märzen strahlte voller Güte.
Auch Balkon und Garten hier;
Geranien trieben erste Blüte.

Der April ward einem Maien gleich
mit bis zu 25° Grad.
Und zudem recht erlebnisreich.
Ich fand den neuen Pfad.

Mit Michi an den Tegernsee
und ne Mitbewohnerin im Haus.
Und was ich jetzt noch seh:
Auch die Wohnung sah bald anders aus.

Im Monat Mai, da kam die Elke
sehr plötzlich ein mein Leben.
wie eine Blume, die nie welke,
wie eines Weines junge Reben.

Wünschte mir nen Schrebergarten
als Rückzugsort für meinen Geist.
Jedoch ich musste lange warten-
bis man mich abweist.

Ein heißer Juni kam geschwind daher,
mit dem Zug nach Rosenheim.
Und als genügte das nicht mehr,
lief ich noch in Franken ein.

Verblieb bei Heiko ein paar Tage,
die schönsten in sechs Jahren,
erinnere ich mich vage,
seit wir Freunde waren.

Mein Geburtstag war so regenreich
und kalt wie nie zuvor.
Er war gar einem Winter gleich,
Graupelmetastasen ,
einer Winterleich‘
krochen an meiner Seele empor.

Kurz drauf, war Passau noch mein Ziel,
ich wollt ihn kennen lernen.
Wohl erhoffte er zu viel.
Und was, steht in den Sternen.

Jerosch kam in den August,
als ich schreiben wollte.
Als die letzte Sommerlust
den Berg hinunter rollte.

Er war ein Weiser,
ganz meiner Seele gleich.
Seine Worte waren leiser,
sein Geist an Wissen reich.

Am End des Monats kam der Bau,
Arbeit ohne Ende.
Mein Chef war eine Frau,
mit ihr spachtelte ich Wände.
Bis der Streit kam, Seelen grau
Der Job, er fand jäh ein Ende.

Nimmer viel gab der Oktober,
die Depression nahm überhand.
Meine Stimmung wurde grober,
egal, in welcher Lage ich mich fand.

Der November wollte besser sein;
das versprach schon sein Beginn.
Ich kroch in XXXXXXs Bett hinein
und fühlte den Gewinn.

Der war jedoch von kurzer Dauer,
ich fühlte seine Kälte.
Es überkam mich alte Trauer,
mit der ich mich einst schon quälte.

In dieser ersehnten Nacht
erreichten mich sehr viele Zeilen
eines Menschen Macht.
Sie mochten mich ereilen,
mein Geist war neu erwacht.

Jedoch die alte Depression
war stark und stur denn je.
Seine Lieb‘ erreicht mich schon,
durch Kälte, Eis und Schnee.

Es waren die Dezemberrosen;
sie beendeten das Jahr.
Wann immer wilde Stürme tosen,
hat René mein Herz, für immer gar.

So ging das recht bewegte Jahr
in turbulentem Schritt.
2012 war schneller da,
als ein neuer Lebensabschnitt.

02.01.2012 – 22.05

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Sehnsucht

sehnsuchtSehnsucht ist die Stimme in mir.
Sie klingt nach vergangenem Glück.
Sehnsucht ist der Schrei nach Dir.
Aber altes Glück kommt nie zurück.

Sehnsucht ist der Triebe Gier.
Sie schleicht um tausend Stunden
und ist ständig hier.
Wie die Narben meiner Wunden.

Sehnsucht ist mein tiefstes Leid.
Ich trage es seit Jahren.
Sehnsucht ist ein schwarzes Kleid.
Sehnsucht birgt Gefahren.

Alle Sehnsucht dieser Welt
tief in meinem Herzen
ist die Würze, die mich quält,
der Anfang aller Schmerzen.

Sehnsucht möchte Liebe sein
und bringt mir oft den Hass.
Sehnsucht möchte anders sein;
auf Sehnsucht ist Verlass.

Würd meine Sehnsucht Blüten treiben,
blühte sie zum Firmament.
Und sollte sie noch ewig bleiben,
dann würd ich gern dezent
aus diesem Leben scheiden.

Denn Sehnsucht kann so grausam sein
und zugleich wunderschön.
Sehnsucht, sie bleibt immer mein,
wenn wir zwei am Abgrund stehn.

14.12.2011 – 01.38

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2011

Wirtschaftskrisen, Gier und Neid,
Lügenpolitik und Hass.
Fast schon täglich noch mehr Leid,
unsre Welt wird blass.

Meere, dick mit Öl verschmiert
fluten unser Land.
Und von den Medien regiert,
blieb die Wahrheit unbekannt.

Gestürzte Mächte, Terroristen
tief im Meer versenkt.
Und von den Egoisten
wird weiter unsre Welt gelenkt.

Jugendfrust, Gewalt und Mord
hämmern auf uns ein.
Doch keiner weiß die Antwort
und übt sich im „Betroffen sein“.

Das einst hochgelobte Griechenland
ist der neue Sündenbock.
Wer mal die Demokratie erfand
sitzt nun tief im Krisenschock.

Mit dem Abgang vieler Diktatoren
ging ein Schwung durch jedes Land.
Das „WIR“ im Volk wird neu geboren,
auch als „OCCUPY“ bekannt.

Doch trotz aller Zuversicht;
die Zukunft sieht recht düster aus.
Ich rück sie ins wahre Licht
für Dich, doch lass die Medien raus!

Hol Dir Wahrheit stets beim Volke,
dann wird Dir sehr schnell klar,
die Medien sind `ne Wolke,
nichts, was sie sagen, wahr.

Mein Kurzfilm: 2011 - Ein Film an den Himmel

unterschrift1

24. Oktober 2011 – 17.20

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Mensch versus Natur

050511-1623Einst naiv und unerfahren,
schwamm ich mit, im Menschenstrom.
Und heute nun, nach all den Jahren,

-ich denk’ ich wusst’ es immer schon-

bin ich mir nun recht im Klaren:

IHR seid des Teufels Undank - nicht der Götter Lohn!

Täglich seh’ ich mit Grauen in die Welt,
die IHR mir eurer Gier zerstört.
Geht doch kaputt an diesem Geld,
was nicht mal Euch gehört!

Viele Glieder eurer Rasse
meinen es im Grunde Recht.
Doch klingelt erst die Kasse,
wird aus Recht nur schlecht.

Und sei es nur im kleinen Kreise.
Ob Freundschaft, Kumpel oder Liebe…
IHR baut täglich wieder Scheiße,
als ob daran etwas Gutes bliebe…

Euer Tun scheint eurer Macht
das Gute zu entziehen.
Jedoch; ich geb ständig Acht,
kann im Notfall vor Euch fliehen!

Mein Zufluchtsort ist die Natur,
wo höchstens ein paar Vöglein pfeifen
und Grillen zirpen - Ruhe pur!
Ich höre keine Menschen keifen.

Dort, wo nur Wind zu rauschen wagt
und keine Menschenseele
das Leid des Lebens klagt,
sind die Orte, die ich wähle.

Immer erst; bin ich befreit,
allein und von Euch fern,
genieß’ ich diese Zeit
und hab das Leben gern.

Ein Teil von Euch, der tut mir gut
und lässt mich oftmals staunen,
wie in Euch meine Seele ruht,
trotz meiner oftmals grässlich Launen.

Jedoch ich lieb nur die Natur,
in ihrer Unschuld rein und schön,
in Ehrlichkeit sehr krass und pur;
so möcht’ ich’s bei euch Menschen sehn.

Ein Wunsch. Ich wünsch’s mir nur.

Komm mit mir, genieß das Leben
jeden Tag und Schritt für Schritt.
Scheiß auf den Spießer, der daneben
seinen Holzsarg fertig schitzt.

Lass uns unabhängig werden,
täglich nur ein wenig mehr.
Du wirst sehn; uns hier auf Erden
wird’s zuteil, worauf  ich schwör’!

05. Mai 2011 - 15.00 - 17.00 Uhr

unterschrift1

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Reinkarnation

Dreizehn Jahre Schnaps und Wein,
Krankheit, Leid und Depressionen
sollen nun zu Ende sein.
Geb’ mir and’re Impressionen,
schwör mich auf das LEBEN ein!


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Zukunftsangst

zukunftsangstWenn ich an die Zukunft denk,
so wird meiner Seele bang.
Das Leben war einst ein Geschenk,
das wunderbar und reizvoll klang.

Doch töten, schlagen, rauben
sich Völker um den Verstand.
Ich verlier’ da meinen Glauben
an das hoch gepries’ne Land,

in dem Milch und Honig fließen,
wo Frieden herrscht und schöner Geist,
nur Amor’s Pfeile schießen
und jeder dem And’ren seine Ehr’ erweist.

Bankenkrisen, Gier und Neid,
beherrschen uns’ren Tag.
Kriege, Seuchen, schlimmstes Leid,
was keiner zu verhindern mag.

Abgasluft und Lungentod,
Völkermord und Sektentum.
Bald stirbst Du den freien Tod,
bringst vorher Deine Kinder um.

(08.12.2010 - 01.30 Uhr)

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Begraben. Akt III - Horror

herzblut

So gegen drei Uhr nachts, als meine Gewissheit immer reiner und ich immer unruhiger werden, beginne ich abermals nach Simons Spuren im Internet zu recherchieren und stoße doch tatsächlich auf zwei dbna Profile von ihm. Eines scheint schon länger inaktiv, das Andere hat er erst letzten Abend benutzt. Sehr schnell habe ich auch das Passwort und logge mich ein. Als ich dann in seinen Nachrichten die Verläufe der letzten beiden Tage sehe, wird mir schwarz vor Augen.

Er gibt sich als Single aus und macht massenhaft fremden Typen die heißesten Komplimente, versucht mit ihnen zu daten und gibt fast jedem seine Handynummer. Gegen Mittags, als er angeblich wie immer nach der Arbeit schlief, schlief er gar nicht. Während ich seine Hilfe brauchte und in Günzburg stand, flirtete er mit einem Typen aus Lauingen, verabredete sich für Mittwoch. Jetzt wird mir alles klar. Das Puzzle ist zusammen. Mein Gefühl hatte mich nicht im Stich gelassen. Mein Puls schnellt in schwindelerregende Höhen und meine Nerven machen, was sie wollen.

Nein! Nein! Du Idiot! Du dummer dummer Mensch!” rufe ich laut um kurz nach drei Uhr nachts. Ich schreibe ihm eine SMS, dass er mich nun endgültig verloren hat. Gegen halb vier falle ich erschöpft und missgelaunt ins Bett.

Am nächsten Morgen erhalte ich eine SMS von ihm. Ich solle ihm sofort das geänderte dbna Passwort sagen. Und was ich da zu suchen hätte. Es ist ihm egal, ob er mich verloren hat. Er treffe sich sowieso mit jemand aus Lauingen, der wäre viel näher bei ihm und den könnte er jeden Tag sehen. Meine Sachen schickt er alle zurück.

Arschloch! Man kann es sich vorstellen, und wer mich besser kennt, weiß, dass meine Stimmung nach dieser Nacht, einen Tag vor unserem “Einmonatigen” nicht die Beste ist. Aber ich versuche trotz des tiefen Schmerz Contenance zu bewahren, bleibe tagsüber nüchtern und press mir Abends mal ein paar Böcke. Es macht keinen Spaß mehr, den ganzen Abend nüchtern zu sein.

Abends ein Anruf von Simon. Ich geh ran. “Rufst Du bitte zurück?” fragt er. “In zehn Minuten.” antworte ich. Tausend Gedanken rasen in dieser Zeit durch meinen Kopf, was er mir wohl zu sagen hätte. Aber für den Inhalt des folgenden Gesprächs müsste ich ihn eigentlich bis nach Ägypten watschen.

Nur, dass ich Bescheid wüsste; ich bekäme morgen ein Paket mit den Sachen drin. Schwärmt von seiner neuen Liebe aus Lauingen, den er heute getroffen hat. “Schön für dich Simon. Hast du deswegen angerufen?” “Nein.” “Was laberst du mir dann so nen Scheiß vor? Is dir egal, wies mir dabei geht?” frag ich wütend. “Nein. Wie gehts Dir denn?” “Wie solls mir gehn? Beschissen.” antworte ich. “Ach schau, wir ham vielleicht einfach nicht zusammengepasst. Du findest schon den Richtigen.” sagt er. “Ja klar, das fällt Dir ja früh ein und spielst mir aber bis zuletzt was vor!” halte ich entgegen. “Nein ich hab nicht mit Dir gespielt.” erwidert er. “Verarsch deinen Nächsten bitte, OK?” Dann erzählt er mir noch, dass er jetzt endlich einen gefunden hat, der mit ihm Urlaub in Ägypten machen will. Das ist zuviel. “Ok, Arschloch. Ich wünsch Dir noch nen schönen Abend!” sage ich und leg auf.

Im nächsten Moment fliegt meine Teetasse gegen die Wand und zerspringt in alle Einzelteile. Da hatte ich mir doch wirklich mal wieder so nen “Max” aufgehalst und war blind vor Liebe. Nur gut, dass ich das alles früh genug mitbekam. Nach Monaten oder Jahren tut es mehr weh.

In der nächsten Zeit, möchte ich weder die hier erwähnten Orte, noch irgendwas über Schwaben sehen oder hören. Ich brauche Ablenkung. Nicht nur meine Großmutter wurde in Dillingen begraben. Auch diese besondere, kurze Liebe…

Das Kapitel “Begraben” ist Simon gewidmet.

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