Herr hilf!

Schuss in den KopfHerr, hilf mir, die Welt zu verstehn,
Sie zu lieben und zu ehren.
Hilf mir endlich, das Schöne zu sehn
Lass das Böse nicht gewähren.

Herr, warum so viel Hass auf der Welt?
Muss das denn wirklich sein?
Meine Seele ist so sehr gequält
Von all den Schweinereinen.

Krieg, Gewalt und Hetzereien
Täglich wird es immer schlimmer.
Und täglich möcht‘ ich ganz laut schreien
Dir, o‘ Herr, vertrau ich nimmer!

Täglich trage ich den Schmerz
Einer ganzen Welt in mir.
Täglich frage ich mein Herz
Warum bist Du jetzt nicht hier?

Herr, ich glaube nicht an Dich
Und doch bitte ich darum!
Herr, o‘ Herr, errette mich!
Oder bring mich endlich um.

07.01.2016 - 01.30

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Schön’s Blümelein

StiefmütterchenEinst stand da ein schön’s Blümelein
Vor einem alten Haus.
Es stand so einsam und allein;
Das hielt mein Herz nicht aus.

Behutsam nahm ich es zu mir
Und setzte es Zuhause ein.
Es war dann fortan hier,
Das zarte, junge Blümelein.

Es gedieh so wunderbar
Und blühte auf, in voller Pracht,
Seit es bei mir war,
So bei Tag und bei der Nacht.

Doch an jenem Sommertage,
Als von der Reise ich zurück,
Blieb die eine alte Frage:
Warum starb das junge Glück?

Den Topf des schönen Blümelein
Zierte nur noch toter Schmerz.
Es konnt’ nicht länger bei mir sein.
Mir zerriss es schier mein Herz.

Ein Jahr später, vor dem Garten,
Als der Schmerz verklungen,
Sah ich neue Blümlein warten,
Meine Seele hat gesungen!

Und so nahm ich notgedrungen
Eines mit nach Haus.
Ich hatte lang mit mir gerungen;
Dieses Blümchen war ein Graus!

Zwar glich es dem vom letzten Jahr
Wie ein Ei dem andern.
Doch seine Absicht war,
Von Topf zu wandern.

Auch das Blümlein, das hernach
Nicht lange bei mir blieb,
Hielt mich viele Nächte wach,
Entpuppte sich als Herzensdieb.

Ein Blümlein, das ich zu mir nahm,
Aus fremdem Untertopf
Blieb nichts, als alter Gram,
Und Wut in meinem Kopf.

So lass ich all die Blümelein
Künftig wo sie sind.
Erfreue mich an ihrem Schein,
An ihrem Tanz im Wind.

31.05.2014 - 21.18

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Novembertage

hochnebelIm Nebel zieht mein Leben vorbei
Und hinterlässt unsichtbare Spuren.
Alte Gedanken werden wieder frei
Und drehn an meinen Uhren.

Täglich ohne Rast und Ruh‘
Seh ich dem November zu
Wie er mir die Seele raubt,
Meine letzten Früchte klaubt,
Es ist egal, was ich heut tu…

Sterb ich, leb ich wach ich,
Es tangiert mich peripher.
Das Leben sei, einst dacht ich,
Nicht so trostlos, grau und leer.

Und da sind die Kindertage
Vor mir in alten Bildern…
Den Schmerz, den ich heut trage,
Konnt‘ ich damals noch nicht schildern.

Ich kann den Weg vor mir nicht gehen,
Wenn hinter mir der Unrat liegt.
Täglich muss ich wieder sehen,
Wie mich alter Frust besiegt.

So oft wünscht‘ ich, ging dies‘ Leben
Mit einem Paukenschlag vorbei.
Doch meine Mutter hat’s gegeben;
Und sie dacht sich was dabei.

Was soll nun diese Farce?
Was soll mir das nun sagen?
Einmal Leben und das war’s –
Inklusive Bonustagen?

Erklär mir bitte nur den Sinn
Hinter diesem Spiel.
Liegt der große Gewinn
Etwa nicht in meinem Ziel?

Ist mein Ziel ein Traum
Den’s für mich nicht gibt?
An das Leben glaub ich kaum;
Weil das Leben mich nicht liebt.

23.11.2013-19.37

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Lieber guter Nikolaus

nikolausLieber guter Nikolaus,
Schick mir einen Mann nach Haus.
Ob blond, ob schwarz ob braun,
Ich liebe keine Frau’n!

Bring mir Liebe, bring mir Wärme,
Bring mir das in einem Mann.
Bring mir den, für den ich schwärme,
Weil ich ohne ihn nicht kann.

Lieber guter Nikolaus,
Nimm den Frust von meiner Seele;
Treib den Teufel in mir aus;
Nimm den Kloß aus meiner Kehle!
Schick mir einen Mann nach Haus!

15.11.2013 – 17.37

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Mein Geist

trauer11Mein Geist liegt in Fetzen
Vor Euch zerstreut.
Und mit ihm die letzten
Gedanken von heut.

Erst schienen sie rein
Und wundersam echt.
Jetzt sind sie ein Reim;
Meiner Seele ist schlecht.

Mein Traum ist vorbei;
Er war nur ein Schwank.
Die Gedanken sind frei,
Meine Seele ist krank.

Ich geb mich nun hin
Einer anderen Welt,
Und suche den Sinn,
Welcher mich hier noch hält.

Ich finde ihn nicht,
Darum muss ich jetzt gehn.
Merk Dir mein Gesicht
Dann wirst Du verstehn -
Es ist mein Pflicht
Dieser Farce zu entgehn

03.09.2013 – 21.49

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Schließ Frieden!

FriedenWir wollen alle etwas Großes bewegen und geben uns lieber enttäuscht der Lethargie hin, anstatt im kleinen Frieden anzufangen. Schlösse ein Jeder Frieden mit sich und seinem Umfeld, wäre schon das Größte vollbracht.

Aber Nein! Uns geht es nur
Um all das schnöde Geld.
Ein jeder von uns ist ne Hur‘
Und vergiftet damit seine Welt!

Besser stehlen und betrügen;
Das ist unser wahrer Lohn!
Unsre Welt steckt voller Lügen,
Hass und abgrundtiefem Hohn!

Der Banker ist nur süchtig
Nach Erfolg und Neid.
Fairness kennt er flüchtig,
Aus seiner alten Zeit.

Dein Nachbar ist ein Blockwart
Und macht Dein Dasein schwer?
Vielleicht ist’s Deine Art;
Vielleicht bist Du nicht fair.

Die Frau ist Dir davongelaufen,
Mit dem Deinen Kind?
Hör vielleicht mal auf zu saufen
Und sei nie vor Liebe blind!

Du möchtest stetig besser sein,
Als der graue Rest?
Hör doch mal in Dich hinein;
Vielleicht hast Du die Pest!

Die Pest der toten Seelen,
Die nur sich selbst am Lieben,
Sich und andre quälen,
Mir Gier und Wohlstandstrieben.

Ist die unsre Politik
Dir niemals wirklich recht?
Dann zieh in Deinen Krieg
Und kämpfe um das Recht!

Hab doch einmal Demut
Blick auf Dich zurück!
Dein Leben war doch sehr gut;
Du hattest so viel Glück!

Hast keine tausend Stunden
Im Sterbebett verbracht
Und trägst jedoch die Wunden
Aus jener, alter Nacht.

So schließ doch endlich Frieden,
Als erstes nur mit Dir!
Und hast Du Dich geschieden,
Von der so großen Gier,
Dann. Dann erst, kommen wir.

25.07.2013 – 20.33

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Letzte Nacht

gayloveLetzte Nacht wars erst gewesen,
Da hab ich Dich gesehn.
Ich stand vor einem jungen Wesen
Voller Geist und traumhaft schön.

Du fragtest, ob ich ewig bliebe
Und ich sagte: „Ja!
Dieses ist die wahre Liebe,
Ohne Lüge und Eklat.“

Doch in den frühen Morgenstunden
Musstest Du schon gehn.
Im Déjà-vu der alten Wunden
Fragte ich, wann wir uns sehn.

Du sagst, Du warst ein Traum,
Ein Spiegel meiner Seele.
An Wiedersehen glaubst Du kaum,
Weil mir die Hoffnung fehle.

Ach Schönheit, bitte bleib!
Lass mich doch ewig träumen!
Halte mich an Deinen Leib
Und lass die Liebe ewig schäumen!

Kaum hatt‘ ich dies gesagt,
War mein Traum vorbei.
Es begann ein neuer Tag,
voller Träumerei.

13.07.2013 – 20.27

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Du holdes Glück

glückWie oft schon schienst Du nah bei mir,
Du holdes Glück der Welt?
Ein jedes Mal vertraut‘ ich Dir;
Dann hatte sich herausgestellt,
Dass ich Dich wieder mal verlier.

Wo ist es hin, das Hochgefühl
Vergangen alter Tage?
War es nur ein Jugendspiel,
Das im Herzen noch ich trage?

Ich dürft‘ mich nicht beschweren,
Im Grunde geht’s mir gut.
Muss nicht am Hunger zehren
Und hab gesundes Blut.

Jedoch, mir fehlt der alte Trank
Aus dem Kelch des Lebens.
Meine Seele fühlt sich krank
Und Hoffnung ist vergebens.

So sag mir doch, was soll ich tun,
Dass Du kehrst zurück?
Ich werd nicht eher ruhn,
Bis ich mit Dir vereint, mein Glück!

10.07.2013 – 19.57

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Wo gehst Du hin?

LiebeWo gehst Du hin?
Was ist Dein Ziel?
Was spricht Dein Herz?
War es ein Spiel?

Wenn Dein Herz Dich zu mir trägt
Und bei mir noch schneller schlägt,
Zöger nicht und greife zu.
Was ich möchte, das bist Du.

Tief in Deinem Augenlicht
Sehe ich Bedenken.
Jedoch fürchten musst du nicht;
Ich hab nur Liebe zu verschenken.

Wenn Liebe nur so einfach wär
Wie schnöder Sex zu haben,
Wär meine Seele nicht so leer
Und mein Herz erhaben.

Ich geh dorthin,
Wo weilt mein Ziel.
Es spricht mein Herz:
Es war kein Spiel.

23.04.2013 – 22.11

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Abends, wenn der Vorhang fällt

dunkelheitAbends, wenn der Vorhang fällt
Und die Sehnsucht mich erstickt
Abends, wenn die Wut mich quält
Und die Uhr beständig tickt

Abends, wenn ich an Dich denke
Und mein Herz am Bluten ist
Wenn ich meinen Geist ertränke,
Der an meiner Seele frisst

Abends kommt die Dunkelheit
Und mit ihr mein Zerfall.
Abends kommt die Einsamkeit,
Denn sie ist überall.

Abends, wenn der Vorhang fällt,
Möchte ich nicht sein.
Denn in dieser grauen Welt
Bleib ich stets allein.

11.04.2013 – 23.03

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Mein Herz

herzblut1Das Jahr neigt sich dem Ende,
Meine Seele bleibt allein.
Das Herz sprach tausend Bände,
Nun mag es nur noch schrei’n.

Es schreit nach Liebe, schreit nach Luft
Und windet sich vor Schmerz.
Versperrt in dunkler Gruft,
Das blutend, heiße Herz.

Des Menschen kühler Hass
Sperrte es dort ein.
Ich fühle noch den Bass
Der alten Schweinerei’n.

Ich lass Gefühle künftig
Stetig außen vor.
Gefühl ist unvernünftig,
Weil ich dadurch verlor.

23.12.2012 – 00.10


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Gefangen

gefangenIch kämpfe gegen Einsamkeit
Und gegen Apathie.
Ich bin das alles langsam leid;
Das wahre Glück und Zweisamkeit
Erreichen mich doch nie.

So bleibe ich gefangen
In des Teufels Brust.
Die Hoffnung ist vergangen;
Sie ist mir kein Verlust.

Das Grauen schafft,
Die Wunde klafft,
Mein Herz wird weich,
Die Seele bleich,
Ich gehe gleich,
Mit letzter Kraft.

01.12.2012 – 00.03

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Ich verbrenne

geldschein_brenntIch verbrenn den Geldschein in Deiner Hand,
Den Du mir entgegenhältst.
Ich streu seine Asche über das Land,
In dem Du Politiker wählst.

Ich verbrenne den Kredit,
Den Du mir gewährst
Und auch all den Shit,
Ohne den Du nichts wärst.

Ich verbrenne Deine Gier,
Und all Dein schnödes Geld.
Ich verbrenne Dein Hartz IV,
Das Dich am „Leben“ hält.

Ich verbrenne Deine Lust,
Auf noch viel mehr Gewinn
Weil Du lernen musst,
Es hat so keinen Sinn!

Ich verbrenne alle Seelen,
Die ich im Bösen find,
Die jene Menschen quälen,
Die eh am Ende sind.

Ich verbrenn zum Schluss mein Herz,
Denn es ist jetzt nichts mehr wert.
Das Leben war ein Scherz;
Von Macht und Gier genährt.

10.06.2012 – 02.45

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Mainacht

141116-001-webVollmondstrahlen fallen leis‘
Auf nachtgetränkten Wald.
Ob den Dächern, mondlicht-weiss,
Ein Nachtigallenruf erschallt.

Zwei junge Rehe ziehn sich eilig
In den dunklen Wald zurück.
Der Mondschein strahlt so heilig,
Auf des Tages altes Glück.

Auch der letzte Vogelsang
Verstummt in müder Nacht.
Ein Froschkonzert im Freudenklang,
Aus fernem Hause wird gelacht.

Eh verstummt der letzte Schrei,
In klarer Vollmondnacht,
Und wenn die letzte Seele lacht
Ist meine Nacht vorbei.

20.05.2012-19.30/22.40

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Nachtangst

angst-todNächtlich werd ich Schäfchen zählen,
Stunden um den Schlaf gebracht.
Nächtlich werden Schmerzen quälen,
Angst gewinnt die Übermacht.

Oft bis in den frühen Morgen
Liegt meine Seele wach.
In mir die abertausend Sorgen
Halten mich des Nachts in Schach.

Selten wars, dass mir die Nacht
Recht wohlgesonnen war.
In meinem Kopf herrscht eine Schlacht
Mit Explosionsgefahr.

Nur selt’ne Nächte waren schön,
Mit Dir in meinen Armen.
Zu schnell mussten sie vergehn,
Das Glück kennt kein Erbarmen.

15.05.2012 – 16.30/23.20

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Ich seh den Frühling

fruhling-2012Ich seh der Äcker erstes Grün
Und Knospen an den Linden,
Krokusse und Veilchen blühn,
Winterfrust verschwinden.

Ich seh den ersten Frühlingstanz
Von tausend Schmetterlingen,
Den schillernd bunten Glanz
In ihren Flügelschwingen.

Ich seh, wie die Natur erwacht,
Noch trügerisch ihr Schein.
Die Sonne bleibt uns bald bis acht,
Herz und Seele werden rein.

21./22.03.2012

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Eisig kalte Stürme

gefrorenes-herzEisig kalte Stürme brausen
von Osten her durchs Land.
War lange nicht da draußen.
Fühl mich leer und ausgebrannt.

Das Leben drauß‘ im Eis erstarrt,
so wie die meine Seele.
Grausam schwarze Gegenwart.
Kloß in meiner Kehle.

Ein Nichtstag jagt den andern
und schlägt wie‘s Wetter auf mich ein.
Möcht so gern im Frühling wandern,
möcht so gern am Leben sein.

Doch eisig kalte Stürme brausen
auch in meinem Kopf.
Nach diesen langen Atempausen
hängt meine Seele nun am Tropf.

Die Schönheit einstig guter Tage
und die Sehnsucht nur daran,
werden zu Tortour und Plage,
die ich nicht mehr ertragen kann.

Eisig kalte Stürme brausen
nun schon lange Zeit.
Und in meinem Kopfe hausen
Scham und Ausweglosigkeit.

30.01.2012 – 21.30

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Nichts

nichtsIch möcht jetzt einfach nichts mehr sein,
weder Staub, noch ein Atom.
Mein Herz verwandelt sich in Stein,
meine Lieb‘ in blanken Hohn.

Wie wär jetzt diese Leichtigkeit,
zu schweben, wie ein Nichts?
Wie wäre es denn ohne Zeit,
als Nichts im Sog des Lichts?

Am Grund des Sees will ich mich finden,
Nahrung für die Fische sein.
Während meine Sinne schwinden,
bin ich hoffentlich allein.

Hoch drob’ am Ast, da will ich baumeln,
Tod in lieblicher Natur.
Noch einmal durch den Lichtschein taumeln,
Alles das! Das möcht ich nur.

Voll Alk und Drogen möcht ich sein,
das Leid in mir nicht mehr erkennen.
Tabletten, Gras und guter Wein
werden mich vom Leben trennen.

Der Tod ist nur ein Neuanfang.
Selbst Asche ist etwas.
Nur wird mir dabei Angst und Bang,
begänn mit mir von neu der Spaß.

Drum bitt ich darum, nichts zu sein,
weder Staub, noch ein Atom.
Taucht meine Seele in Säure ein!
Ja, das wär mein Lohn.

24.01.2012 – 22.40

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2011 - A review

20112011 begann anders als die Jahr‘ zuvor,
ohne Sucht und ohne Kater.
Mit Leiden und Humor,
im Gesamten adäquater.

Den anfangs kalten Januar
teilte ich mit großen Schmerzen.
Doch bald schon ward er wunderbar
gar frühlingshaft in meinem Herzen.

Jedoch dann fehlte mir
zu oft mein grüner Freund.
Zu groß war meist die Gier
nach meinem täglich Joint.

Viele Wochen ohne roten Wein
nahmen mir oft die Geduld.
Ohne Joint war ich allein
und suchte überall nach Schuld.

Erste Räusche folgten bald,
ertrank den Kummer und das Leid.
Ein Absturz wie gemalt-
und ganz Facebook wusst Bescheid.

Der Krebs, er konnt mich gut verzehren
bald war an mir fast nichts mehr dran.
Der Februar, er tat’s mir lehren:
Es wird Zeit, der Arzt muss ran!

Zeitnah ward entfernt das böse Tier,
der Märzen strahlte voller Güte.
Auch Balkon und Garten hier;
Geranien trieben erste Blüte.

Der April ward einem Maien gleich
mit bis zu 25° Grad.
Und zudem recht erlebnisreich.
Ich fand den neuen Pfad.

Mit Michi an den Tegernsee
und ne Mitbewohnerin im Haus.
Und was ich jetzt noch seh:
Auch die Wohnung sah bald anders aus.

Im Monat Mai, da kam die Elke
sehr plötzlich ein mein Leben.
wie eine Blume, die nie welke,
wie eines Weines junge Reben.

Wünschte mir nen Schrebergarten
als Rückzugsort für meinen Geist.
Jedoch ich musste lange warten-
bis man mich abweist.

Ein heißer Juni kam geschwind daher,
mit dem Zug nach Rosenheim.
Und als genügte das nicht mehr,
lief ich noch in Franken ein.

Verblieb bei Heiko ein paar Tage,
die schönsten in sechs Jahren,
erinnere ich mich vage,
seit wir Freunde waren.

Mein Geburtstag war so regenreich
und kalt wie nie zuvor.
Er war gar einem Winter gleich,
Graupelmetastasen ,
einer Winterleich‘
krochen an meiner Seele empor.

Kurz drauf, war Passau noch mein Ziel,
ich wollt ihn kennen lernen.
Wohl erhoffte er zu viel.
Und was, steht in den Sternen.

Jerosch kam in den August,
als ich schreiben wollte.
Als die letzte Sommerlust
den Berg hinunter rollte.

Er war ein Weiser,
ganz meiner Seele gleich.
Seine Worte waren leiser,
sein Geist an Wissen reich.

Am End des Monats kam der Bau,
Arbeit ohne Ende.
Mein Chef war eine Frau,
mit ihr spachtelte ich Wände.
Bis der Streit kam, Seelen grau
Der Job, er fand jäh ein Ende.

Nimmer viel gab der Oktober,
die Depression nahm überhand.
Meine Stimmung wurde grober,
egal, in welcher Lage ich mich fand.

Der November wollte besser sein;
das versprach schon sein Beginn.
Ich kroch in XXXXXXs Bett hinein
und fühlte den Gewinn.

Der war jedoch von kurzer Dauer,
ich fühlte seine Kälte.
Es überkam mich alte Trauer,
mit der ich mich einst schon quälte.

In dieser ersehnten Nacht
erreichten mich sehr viele Zeilen
eines Menschen Macht.
Sie mochten mich ereilen,
mein Geist war neu erwacht.

Jedoch die alte Depression
war stark und stur denn je.
Seine Lieb‘ erreicht mich schon,
durch Kälte, Eis und Schnee.

Es waren die Dezemberrosen;
sie beendeten das Jahr.
Wann immer wilde Stürme tosen,
hat René mein Herz, für immer gar.

So ging das recht bewegte Jahr
in turbulentem Schritt.
2012 war schneller da,
als ein neuer Lebensabschnitt.

02.01.2012 – 22.05

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Warum

0_bigWarum immer Böses tun
und nicht Gutes geben?
Warum immer ICH bedacht
in diesem kurzen Leben?

Warum könnt Ihr nehmen
und nicht selbstlos sein?
Ich muss mich für Euch schämen;
Eure Seele ist nicht rein.

Warum wird Natur zerstört
nur für euren Spaß?
Natur, die nicht mal uns gehört,
erstickt in warmem Gas.

Warum seid Ihr so ICH-bedacht
auf unsrem Garten Eden?
Auf euch, Ihr Menschen geb ich Acht!
Wir müssen drüber reden!

Warum spielt ihr euren Gott
in dieser schönen Welt?
In Wirklichkeit seid Ihr bankrott -
es geht nur ums „liebe“ Geld!

Warum ständig Kriege schüren,
Völker unterdrücken?
Menschen ins Verderben führen,
mit Hinterlist und Tücken?

Warum kann es nicht friedlich sein,
auf dieser kranken Welt?
Am End‘ seid Ihr allein
und nichts gibt’s, was Euch hält.

Warum denn nur glaubt Ihr mir nicht,
was ich Euch hier beschreibe?
Das Wahre steht in Eurem Gesicht
und steckt in Eurem Leibe.

Warum seh ich nur die Lüge
in eurer Mensch-Natur?
Ich kenn Euch zu Genüge,
ihr seid Primaten nur.

Warum wird meine Frage nicht erwidert;
Ich weiß es ganz genau:
Ihr seid nur außen bunt gefiedert
und nicht wirklich schlau.
Nicht im Leben eingegliedert
und im Herzen grau.

29.12.2012 – 05.20

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