Alle Jahre wieder

241213-001Alle Jahre wieder,
Kommt der warme Wind,
Blüht der weiße Flieder.
Ein Frühlingstraum beginnt.

Alle Jahre wieder
Blühen die Dezemberrosen,
Ertönen alte Weihnachtslieder,
Wenn draußen wilde Stürme tosen.

Alle Jahre wieder,
Kommt das Frühlingskind
Auf die Erde nieder,
Wo der Schnee zerrinnt.

(23.12.2014 - 12.50)

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Trostlos graue Wolkenbilder

regenTrostlos graue Wolkenbilder
Hängen tief am Firmament.
Schwarze Vögel kreischen wilder;
Wind wird rau und turbulent.

Eisig stürmt er um die Gassen;
Herbstlaub tanzt am Wegesrand.
Dieses Grauen ist zum Hassen
Auf die Ewigkeit verdammt.

Dauerregen peitscht seit Tagen
Unerlässlich her,
Schafft mir stetig Unbehagen;
Mein Geist ist müd und leer.

Der Sommer dürft mir ewig bleiben,
Das tut er aber nicht.
Sobald die ersten Blüten treiben,
Optimismus aus mir spricht.

04./05.10.2013 – 15.00

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Ich bin wie das Wetter

Regen SchreiIch bin wie das Wetter
Und schlag um mich her.
Mal bin ich adretter,
Mal traurig und schwer.

Kann brausen und wüten
Wie der schlimmste Orkan.
Vor mir musst Du Dich hüten,
Denn man sieht’s mir nicht an.

Wenn ein edler Sonnenschein
Umfließt Dein kleines Herz,
Schlägt jäh ein greller Blitz hinein,
Bringt Panik, Gram und Schmerz.

Ich kann der schönste Frühling sein,
Voll Wärme und Behagen.
Ich reife wie der beste Wein,
An heißen Sommertagen.

An andren Tagen bin ich Regen,
Kühl und trostlos grau.
Auch das musst Du erwägen,
Mein Himmel ist nur selten blau.

Und wie Mutter Natur
Setz ich mich zur Wehr.
Änderst Du meine Temperatur,
Mach ich Dir Dein Leben schwer.

14.06.2013 – 21.53

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Befreiung

regenIch scheiß auf Einsicht und Moral;
Ich geb es jedem weiter.
Was Du denkst ist mir egal;
Schon fühl ich mich befreiter.

Schütt ich Mittags Bier mir rein,
Um alles zu vergessen,
Und Abends literweise Wein,
Dann fühl ich mich zerfressen.

Wilde Regenstürme wüten
Übers Maienland.
Und die bunten Blüten
Bleiben unerkannt.

Mein Herz ist leer,
Mein Geist voll Wut.
Tristesse liegt schwer
In meinem Blut.

Ich geb das Blut nun weiter
An den Rest der Welt.
Es fühlt sich an wie Eiter;
Der aus den Poren quellt.

27.05.2013 - 17.10

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Maientage

Reh BlumenauIch sehe bunte Blumen sprießen,
Täglich seh ich noch mehr Grün.
Stetig höher unsre Wiesen,
Birken werfen, Kirschen blühn.

Sommerhitze, Kälteplage,
Donner, Hagel, Schnee.
Jeden, dieser Maientage
Als ganzes Jahr ich seh.

Rehe springen scheu durchs Korn,
Maienkäfer fliegen.
Der Sommer beginnt erneut von vorn,
Um bald dem Winter zu erliegen.

Auch das Kleingetier wird munter,
Gräbt und spinnt und fliegt.
Die Natur wird zuseh‘nds bunter,
Kälte verweht, die Wärme siegt.

Ich wünscht vorbei das ewig Grau,
Die Kälte und den Regen.
Wünsch mir Maientage himmelblau!
Ach, es wär ein Segen!

14.05.2012 – 18.10

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Im Regen

regenSeltsam, im Regen zu wandern.
Nass ist ein jeder Stein.
Keiner grüßt den andern.
Und ich bin allein.

Voll Glanz war mir die Welt,
Als gestern noch die Sonne schien.
Aber nun, seit der Regen fällt,
Sind all meine Freuden dahin.

Seltsam, im Regen zu gehn.
Jede Blume schließt ihre Blüten.
Keiner möcht den andern sehn,
Wenn Regenschauer wüten.

(Entstanden durch die Inspiration von Hermann Hesses “Im Nebel”)

11. April 2012 – 15.10

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Und dann kam der Winter

flieder_im_schneeFrühlingstage im Februar
Bis weit in den März hinein.
Wo eben noch der Winter war,
Strahlte nun der Sonnenschein.

Als der letzte Schnee zerrann
Und sammelte sich in Seen
Zog der Lenz mich in den Bann;
Er sollt nie mehr vergehn!

Und dann kam der Winter
Eisern in den April zurück.
Mit Schneefall und dahinter
Ward es still und fern das Glück.

Ich schalte Licht und Heizung an.
Selbst mein Kater möcht nicht raus.
Die Zeitumstellung war vertan.
Das Osterfest, es ist ein Graus!

08. April 2012 - 16.00

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Eisig kalte Stürme

gefrorenes-herzEisig kalte Stürme brausen
von Osten her durchs Land.
War lange nicht da draußen.
Fühl mich leer und ausgebrannt.

Das Leben drauß‘ im Eis erstarrt,
so wie die meine Seele.
Grausam schwarze Gegenwart.
Kloß in meiner Kehle.

Ein Nichtstag jagt den andern
und schlägt wie‘s Wetter auf mich ein.
Möcht so gern im Frühling wandern,
möcht so gern am Leben sein.

Doch eisig kalte Stürme brausen
auch in meinem Kopf.
Nach diesen langen Atempausen
hängt meine Seele nun am Tropf.

Die Schönheit einstig guter Tage
und die Sehnsucht nur daran,
werden zu Tortour und Plage,
die ich nicht mehr ertragen kann.

Eisig kalte Stürme brausen
nun schon lange Zeit.
Und in meinem Kopfe hausen
Scham und Ausweglosigkeit.

30.01.2012 – 21.30

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Spätsommermorgen

sommermorgenHerbstlich frisch, ein Sommermorgen
glänzt am frühen Tau der Wiesen.
Vorbei sind wilde Wettersorgen;
lasst den Sommer uns genießen!

Letzte Nebelschwaden ziehen leis‘
sich in den See zurück,
bevor die Mittagssonne heiß
den Sommer bringt zurück.

Blauer Himmel, wolkenlos,
kaum Wind vermag zu wehen.
Dieses Bild ist grandios
und dürfte nie vergehen.

Selten ist’s das mir ein Morgen
so sehr wohlgesonnen.
Fast schon gänzlich ohne Sorgen
hat mein Tag noch nie begonnen.

(17.08.11 – 10.50)

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Sommer 2011

Wie ein Juni kam der April daher,
und wie ein Juli war der Mai.
Und schon im Juli war nichts mehr
von der Sommer-Jubelei.

Wenn schon im August
die ersten Blätter fallen,
erwacht mein Frust,
stirbt Gesang von Nachtigallen.

Bald stürmen kalte Winde,
wie jene aus Oktobern,
sehr schroff und ungelinde,
um den Winter zu erobern.

Stürme, Hagel und Fluten
waren diesen Sommers Geleit;
auch im August wird der Himmel bluten,
wie jeden Tag zur Zeit.

(05.08.2011 – 00:10)

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Juligrauen

Regnerisch, zu kalt und voller Grauen
schlägt der Juli auf mich her.
Auf Sommersonne und hellblauen
Himmel vertraue ich nicht mehr.

All das Glück der letzten Wochen,
all das schöne Hochgefühl
sind im Juli nun zerbrochen;
mein Leben steht jetzt gänzlich still.

Ich wünscht’ ich müsst’ sie nicht erleben,
diese widerliche, dunkle Zeit.
Würd’ mein Leben dafür geben,
wär von diesem Grauen ich befreit.

24.07.2011 - 13.20

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Mir gehts gut. Dir auch.

weltuntergang1Jetzt, wo die gesamte Welt dem Ende zusteuert, komme ich zu der Erkenntnis, dass es um uns alle, uns Jammerer und Schimpfer, uns Kranke und Leidende im Grunde genommen doch recht gut bestellt ist. Schon ehe uns die Natur zeigen kann, was sie von unserem Tun und Handeln hält, stehen wir damit schon selbst nahe am Abgrund. Nukleare Katastrophen, verstrahltes Trinkwasser und nun noch ein Krieg gegen den lybischen Staatschef. Wenn man Schachspieler ist und ein paar Züge weiterdenkt, mag man sich die Kettenreaktionen und die Folgen gar nicht ausdenken… Da rücken die immer gewaltiger werdenden Naturereignisse schnell aus dem Rampenlicht.

Eigentlich ist doch kaum ein Land auf der Welt derzeit verschont von Armut, Naturkatastrophen, Kriegen, Seuchen oder politischer Gewalt. Ein jedes außereuropäische Land ist näher am Weltuntergang als wir. Kaum jemand denkt darüber nach, der mit seinen eigenen Problemen oder Weltvorstellungen nicht im Reinen ist. Vermutlich sind wir in Deutschland die Letzten, die untergehen und sollten schon allein deswegen dem Ende etwas dankbarer entgegensehen.

Wir haben im Gegensatz zu fast allen außereuropäischen und sogar europäischen Ländern ein hervorragendes Sozialsystem; auch kein Kranker muss Hunger leiden. Ein Mensch, der seine Arbeit verliert, bekommt Unterstützung. Im Supermarkt gibt es über 100 Weinsorten und zehn Brotsorten. Wir drehen den Wasserhahn auf und es kommt Wasser. Wir haben rund um die Uhr Internet und Strom; wir müssen keine Angst haben, das Haus zu verlassen, weil wir erschossen oder von einer Flut getötet werden.

Klar, das Wetter kann auch ich nicht ändern. Ich kann zusehen, schnell an Geld zu kommen und in die Karibik gehn. Aber auch in den Ländern des immerwährenden Sommers hilft Dir keiner, wenn Du nichts mehr hast. Des Weiteren gehen Inselstaaten bekanntlich als erste unter.

Also möchte ich nebst allen unschönen Schicksalen und allen unschönen politischen Sauereien auch einmal dankbar sein. Dass es mir so gut geht. Und Dir auch.

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Graue, kalte, tote Tage

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Graue, kalte, tote Tage,
ruhig, geduckt, auf Zehen schleichend.
Verdross’ne Stimmung, unausreichend.
Sehnsucht nach Lebendigkeit.
Sehnsucht nach Liebe, Freude, Erneuerung.

Doch nur das Uhrwerk bewegt sich unaufhörlich weiter.
Das Leben steht still. Kalte Bilder scheinen durch die Gardinen.
Durchbrechen meine Schädeldecke. Schleichen sich ein.
Mit Ekel und Abscheu ertrage ich sie, mit klarem Kopf.
Klarer als je zuvor. Ohne Nebel, ohne Fassade ohne Schein
schlägt die Realität wie Wetter auf mich ein!

Alles, was das Leben süß und freundlich macht, ist verhüllt.
In graue Schleier, so grau wie das Ebenbild der Natur.
Wo sind Sonne, Wärme, Himmel in blau-Azur? Ich frag ja nur.
In der Hoffnung, dass sie bald dahingehn.
Diese grauen, kalten, toten Tage. Ohne Lebendigkeit.

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