Author Archives: John

Letzte Nacht

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Letzte Nacht wars erst gewesen, Da hab ich Dich gesehn. Ich stand vor einem jungen Wesen Voller Geist und traumhaft schön. Du fragtest, ob ich ewig bliebe Und ich sagte: „Ja! Dieses ist die wahre Liebe, Ohne Lüge und Eklat.“ Doch in den frühen Morgenstunden Musstest Du schon gehn. Im Déjà-vu der alten Wunden Fragte ich, wann wir uns sehn…. Read more »

Du holdes Glück

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Wie oft schon schienst Du nah bei mir, Du holdes Glück der Welt? Ein jedes Mal vertraut‘ ich Dir; Dann hatte sich herausgestellt, Dass ich Dich wieder mal verlier. Wo ist es hin, das Hochgefühl Vergangen alter Tage? War es nur ein Jugendspiel, Das im Herzen noch ich trage? Ich dürft‘ mich nicht beschweren, Im Grunde geht’s mir gut. Muss… Read more »

Sommernacht

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Wie lange war ich gezwungen, diese lauen Sommerabende zu missen. Grillen und Zikaden geben ihr Abendkonzert. Aus Hinterhöfen und Biergärten dringt fröhliches Gelächter. Der Duft von griechischen Speisen vermischt sich mit thailändischen und Gegrilltem und liegt schwer in der schwülen Abendluft. Einzelne Menschenpaare schlendern Hand in Hand durch den späten Abend und genießen ihr Zusammensein. Alles fühlt sich plötzlich so… Read more »

Ich bin wie das Wetter

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Ich bin wie das Wetter Und schlag um mich her. Mal bin ich adretter, Mal traurig und schwer. Kann brausen und wüten Wie der schlimmste Orkan. Vor mir musst Du Dich hüten, Denn man sieht’s mir nicht an. Wenn ein edler Sonnenschein Umfließt Dein kleines Herz, Schlägt jäh ein greller Blitz hinein, Bringt Panik, Gram und Schmerz. Ich kann der… Read more »

Kalter Mai

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Ich schwelge in Erinnerungen An die alte Zeit. Da hat das Leben noch geklungen, Als wäre es befreit. Als war der Mai noch frühlingshaft Und stand in voller Blüte. Die Kirsche stand in vollem Saft, Mein Herz war voller Güte. Der Frühling war ein Sonnenschein Und brachte uns die Wonne. Heutzutage bricht er ein Und regnet in die Tonne. Ich… Read more »

Befreiung

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Ich scheiß auf Einsicht und Moral; Ich geb es jedem weiter. Was Du denkst ist mir egal; Schon fühl ich mich befreiter. Schütt ich Mittags Bier mir rein, Um alles zu vergessen, Und Abends literweise Wein, Dann fühl ich mich zerfressen. Wilde Regenstürme wüten Übers Maienland. Und die bunten Blüten Bleiben unerkannt. Mein Herz ist leer, Mein Geist voll Wut…. Read more »

Die Gayromianisierung der schwulen Szene

Einige meines Semesters Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre wird die Zeit noch kennen, als man sich über Szenekneipen oder Kontaktanzeigen in verschiedensten Printmagazinen kennenlernte. Damals gab es sogar noch „Blind Dates“. Wie verrückt mag das wohl für Euch jüngeren Schwulen von heute klingen. Blind Date. Hat der kein Iphone? Keine Cam? Ne, der ist sicher komisch drauf. Ich… Read more »

Ich tanz in den Mai

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Ich tanz in den Mai Mit mir ganz allein. Ich tanz bis um Drei Und schlaf allein ein. Ich tanz nach dem Bild Der einsamen Jahre. Ich tanze so wild, Mir ergrauen die Haare. Ich tanz in den Mai; Ein jedes Jahr wieder. Ich tanze mich frei, Vom Klang alter Lieder. Ich tanz mir herbei Die schönsten Gesellen. Doch jede… Read more »

Die Liebe ist ein Spiel

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Nur noch in mancher Nacht Ist die Liebe mir gesonnen. Am Tag hab ich dann oft gedacht: Dies Spiel hat er gewonnen. Ein Spiel aus tausend Küssen, Voller Lust und Leidenschaft Hat mein Herz zerrissen; Ja, die Nacht war fabelhaft! Für Stunden hab ich das Gefühl, Nicht mehr allein zu sein. Doch der nächste Tag bleibt kühl. Die Liebe ist… Read more »

Wo gehst Du hin?

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Wo gehst Du hin? Was ist Dein Ziel? Was spricht Dein Herz? War es ein Spiel? Wenn Dein Herz Dich zu mir trägt Und bei mir noch schneller schlägt, Zöger nicht und greife zu. Was ich möchte, das bist Du. Tief in Deinem Augenlicht Sehe ich Bedenken. Jedoch fürchten musst du nicht; Ich hab nur Liebe zu verschenken. Wenn Liebe… Read more »

Abends, wenn der Vorhang fällt

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Abends, wenn der Vorhang fällt Und die Sehnsucht mich erstickt Abends, wenn die Wut mich quält Und die Uhr beständig tickt Abends, wenn ich an Dich denke Und mein Herz am Bluten ist Wenn ich meinen Geist ertränke, Der an meiner Seele frisst Abends kommt die Dunkelheit Und mit ihr mein Zerfall. Abends kommt die Einsamkeit, Denn sie ist überall…. Read more »

Ewiger Winter

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Täglich wieder fällt der Schnee, Aus dem kalten Äther. Der Lenz von Nord- bis Bodensee, Kommt dies‘ Jahr etwas später. Schon von spät Oktober an Begann das weiße Treiben, Um im März dann irgendwann Bis in den Mai zu bleiben. Das Osterfest ist nimmer weit, Der Krokus möchte blühen. Jedoch der Winter lässt sich Zeit; Er schafft Tristesse und Mühen…. Read more »

Schwarzer Engel

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Schwarzer Engel, flieg hinweg, Flieg ganz ohne Mitgefühl. Mach die Herzen starr vor Schreck Bleibe dabei auch stets kühl. Schwarzer Engel, Deine Augen, Dunkler als die Nacht, Ließen mich so oft im Glauben, Du hättest mir vermacht Dein Herz, Um meins zu rauben. Übrig blieb der Schmerz. Schwarzer Engel, eine Feder Liegt nun tot bei mir. Sie erzählt von jeder… Read more »

2079 – Nichts ist mehr, wie es war

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Thomas Janssen, zuletzt wohnhaft in München, Schriftsteller mit geringem Einkommen, geboren 1979. An diesem Auszug aus einer Patientenakte wäre zunächst nichts Ungewöhnliches zu erkennen, würde dieser Mann sich nicht kurz vor seinem 100. Geburtstag in einer Welt wiederfinden, die er so nicht kennt. Wie es dazu kommen konnte, dass er sich als fast Hundertjähriger im Körper eines jungen Mannes Anfang… Read more »

Liebe macht blind

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Egal, ob es Liebe zu gutem Essen ist, Die Liebe zur Musik, Oder die Liebe zur Liebe. Liebe macht blind, Weil wir durch einen dunklen Nebel wandern, Der uns, ähnlich einem Beruhigungspulver, Gleichgültig und zufrieden macht. Liebe macht so blind, Dass wir nicht einmal mehr wahrnehmen, Wenn unser Gegenüber sagt: „Ich liebe Dich nicht!“ Liebe besteht aus Sex, Eingebettet in… Read more »

Labora et amare!

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Arbeit und Liebe, Mehr brauche ich nicht. Und diesen Glanz, Der aus Deinen Augen Nächtlich zu mir spricht. Labora et amare! Das Beten lass ich sein. Man mich vor Gott bewahre Und der Pfaffen Heil’genschein! Zum Lieben brauch ich Leben Und keinen toten Gott. Was kann er mir denn geben, Als meinen eig’nen Trott? Die Kirche ist bankrott. Labora et… Read more »

Im Schnee warst Du gekommen…

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Ein Himmel voller Geigen, Voll lieblicher Musik. Der Teufel musste schweigen, Mein Herz hoffte auf Sieg. Die wunderbaren Wochen Mit Dir bleiben feiner Sand, Der leis‘ und still gekrochen Durch mein Uhrwerk fand. Im Schnee warst Du gekommen, Und fandest in mein Herz. Im Schnee warst Du gegangen, Zurück blieb nur der Schmerz. Ich werd Dich weiter lieben, Auch wenn… Read more »

Ich vermisse

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Ich vermisse Deine Augen Deinen Kuss auf meinen Lippen, Nachts an Deiner Schönheit saugen, Und dabei schier auszuflippen. Ich vermisse Deine Ruhe, Die Du abendlich mir schenkst. Alles, was ich täglich tue, Du mit Deinem Herzen lenkst. Wie vermiss ich Deinen Anmut, Deine göttliche Figur…? Das Meiste, was mir gut tut, begründet ist in Dir. Nur ein einz’ger Tag Ohne… Read more »

Winternachtsliebe

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In tief verschneiter Winternacht War’s um mich geschehn. Du hast mein Herz verrückt gemacht; Ich lass Dich nimmer gehn. Der Glanz in deinen Augen sprach Aus vielen tausend Bänden. Und auf dem Weg zum Schlafgemach Nahmst Du mich an den Händen. Es folgten Küsse, noch süßer als Wein, Bis zu den Morgenstunden. Eh wir erwachten, im Kerzenschein, Hab ich Dein… Read more »

Im frühen Februar

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Es fiel im frühen Februar Der neue, kalte Schnee. Mit ihm kamst Du; Ein Traum ward wahr; Das Grauen war passé. Die Tage mit Dir waren Unwahrscheinlich schön. Ich hab durch Dich erfahren, Alte Wunden gehn, Auch nach vielen Jahren. Mein Traum von Dir entsteht Erstmals seit ein paar Tagen. Und wenn die letzte Skepsis geht, Dann sollten wir es… Read more »

Winterwunderland

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Es flockt seit schon zwei Tagen, Leis und grob der Schnee. Weder Jammern noch das Klagen Von der Alb bis an die Spree, Macht den Winterblues passé. Es hat sein Gutes, dieses Treiben, Jeder Lärm wird reduziert. Und an den kalten Fensterscheiben Mir mein Atem rasch gefriert. Ich lass den Hass, ich geh hinaus In meinem wärmsten Gewand Und mache… Read more »

Fahrt in den Tod

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Ich finde mich als Beifahrer in einem Auto auf einer Landstraße wieder. Der Fahrer ist ein Bekannter von mir, den ich nur schwer identifizieren kann. Ich denke, es ist Louis. Das Auto ist schnell. „Ehe ich ihn fragen kann, was ich hier zu suchen habe, beschleunigt er auf über 200 km/h und lächelt mich an. „Du möchtest sterben, John? Jetzt… Read more »

Mein Herz

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Das Jahr neigt sich dem Ende, Meine Seele bleibt allein. Das Herz sprach tausend Bände, Nun mag es nur noch schrei’n. Es schreit nach Liebe, schreit nach Luft Und windet sich vor Schmerz. Versperrt in dunkler Gruft, Das blutend, heiße Herz. Des Menschen kühler Hass Sperrte es dort ein. Ich fühle noch den Bass Der alten Schweinerei’n. Ich lass Gefühle… Read more »