Bittere Wahrheit

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Ich schrei nicht mehr nach euch,
nach jungen, lüst’ren Dienern.
Ich brauch’s nicht mehr, das Junggefleuch,
ich kann mir selbst noch einen wienern.

Ich fleh’ auch nie mehr nach der Liebe,
nach ewig jungen Dingern.
Ich kenn euch Herzensdiebe!
Kann mich selbst noch ganz gut fingern!

Und sei’s soweit, Du flehst nach mir.
Rauch ich mich breit und lach zu Dir:
Komm geh spielen, dummes Kind!
Tret’ aus meinem Leben, rasch! Geschwind!

Und solltest Du mein Herz beehren,
sag ich Dir forsch in Dein Gesicht:
Willst Du Dein Leben nicht erschweren,
so belüg mich möglichst nicht!

Denn wenn ich eines hasse,
ist das die Un-ehr-lich-keit.
Wenn ich die Antwort fasse,
ist die Wahrheit gar nicht weit.

Denn das Leben hat mir einst gesägt,
dass die Wahrheit, wenn auch bitter,
sich eher mit dem Leben trägt,
als Deines Hirnes Zwitter!

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