Frühlingstage – ein Résumé

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krokus1Die letzten Wochen waren eher deprimierend als gemäßigt oder schön. Das Wetter spielte auch nur allzu selten ein paar Tage mit. Klaus und ich haben in der Zeit viel den Garten hergerichtet; auch einen ersten Grillabend mit Feuerstelle gab es schon unter den Nachbarn.

Die Stimmung im Haus und bei Herrn Huber wurde nach einer missglückten Facebook Party am 30.03. an der Würm mächtig giftig. Der neue Kosovo-Typ in der Kellerwohnung, zugleich auch Angestellter in der Firma des Vermieters lässt hier den Maulwurf raushängen. Er wird aber schon noch merken, dass das der Mehrheit im Haus nicht gefällt.

Markus ist mittlerweile ausgezogen; der neue Nachbar wirkt ganz nett, heißt Tiago. Christine und Carmen scheinen langsam auch zu lernen, dass man sich besser aus dem Weg geht, wenn die Stimmung zwischen den Beiden mal wieder überläuft. Klappt ganz gut. Michi und ich hatten auch unseren Clinch – exakt genau ein Jahr nach unserer Schlägerei im Treppenhaus 😀 Wir sind uns ein paar Tage aus dem Weg gegangen. Die Zeit heilt alle Wunden.

Auch Ayse bin ich einige Wochen bewusst aus dem Weg gegangen. Man grüßt sich aber freundlich. Ich bin mir sicher, dass auch wir irgendwann wieder einen guten Umgang miteinander finden.

Am 08. April lernte ich über Klaus den Mike aus dem gleichen Viertel kennen. Er ist 58 und hat einen Hund. Klaus hat ihn über Romeo kennengelernt. Wir verbringen manchmal den Abend bei ihm oder mit ihm im Cafe Zentrum. Er ist nett, hilfsbereit, redselig und hatte einige unschöne Schicksalschläge hinter sich. Letzterer ist seine zusehends schlechter werdende, gesundheitliche Verfassung.

Am Freitag traf ich mich mit Benny, einem 19jährigen Kroaten. Wir haben seit einigen Tagen Kontakt über Gayromeo, Facebook und Skype. Wir verbringen einen schönen, unterhaltsamen Abend, gehn um 4 ins Bett mit intimen Momenten  bis zum Morgengrauen.

Gegen 11 Uhr stehn wir auf und verbringen ein paar Stunden auf dem Balkon bei griechischer Musik, der ich in den letzten Tagen abermals und sehr heftig verfallen bin. Gegen 14 Uhr fährt er zurück. Wir werden in freundschaftlichem Kontakt bleiben.

Ich trinke würziges Bockbier aus dem Steinkrug bei 20° auf dem Balkon. Es ist herrlich. Meine Stimmung ebenfalls; leicht manisch. Die Musik ist laut. Markus, unser Ex-Nachbar sitzt im Garten. “Oan Cappuchino und eine Maracuja-Schorle bitte, aber flott!” ruft er mir zu. “Kommt sofort, Markus!” ruf ich zurück und gehe in die Küche, bereite das Bestellte zu und bring es ihm raus. Wir lachen uns beide kaputt; wir spielen gerne mit Sarkasmus und Ironie. Zwei Stunden später sitzt Markus mit Gitarre in der Schubkarre unsd spielt fröhliche Klänge. Es ist zum Schießen. Er holt noch seine Cajon und trommelt. Später funktioniert er eine Gießkanne zur Trompete um und läuft trötend durch den Garten – ich habe irgendwann üble Zwerchfellschmerzen, so sehr und viel musste ich lachen.

Daniel schreibt mich an. “Heute wäre ideales Biergartenwetter^^” Die Idee find ich gut – hatte es ihm ja letztens mal angeboten. Schön, dass er darauf zurückkommt. Wir fahren mit dem Bus zum Waldheim in Großhadern, nachdem wir erst ewig versucht haben, mit Daniels Karte an meine Zigaretten zu kommen. 😀

Wir trinken eine Maß – ich eine dunkle. Nach gut zwei Stunden wird es frisch und wir trinken aus. Ein Kurzeinkauf bei Penny und dann fahren wir nach Hause. Hab ihn zum Abendessen eingeladen. Derweil besuchen mich zwei türkische Freunde. Sie sind in letzter Zeit öfter mal hier zum Chillen. Carmen kommt hinzu, die Stimmung wird lustig; wir tanzen zu meiner griechischen Musik. Denis vom Dachgeschoß und Michi kommen noch dazu. Ehe Daniel zum Essen kommt, verläuft sich die Truppe. Ich bin total aufgedreht, verbringe noch ne Stunde mit Daniel, ehe er nach Hause geht und ich mit leichtem Filmriss einschlafe. Vielleicht waren das die zwei Gläschen Jägermeister von Denis. Trink so Zeug ja nicht mehr oder kaum mehr.

Der heutige Sonntag war ganz ruhig. Der Frühling scheint sich vorübergehend zu verabschieden. Ich hoffe, meine ausgewogen gute Stimmung hält an und steigert sich. Nur so komme ich zum Gewinn…

Abends ist Daniel kurz bei mir, er gibt die Kamera zurück, die ich ihm einige Zeit geliehen hatte. Ich biete ihm ein Bier an. Wir unterhalten uns ganz nett. Denis stößt überraschend dazu. Nach etwa einer Stunde geht Daniel nach Hause. Es tut mir gut, dass er mir das Gefühl geben kann, dass wir einen humanen Umgang mit einander pflegen könen.

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