Harmonie

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aiDer Weihnachtstag nahm noch eine sehr positive Wendung. Mein Auge schien immer besser abzuheilen. Teilweise konnte ich die Augenklappe sogar für ein paar Minuten abnehmen, ehe ich mir die nächsten Salben und Tropfen hinter die Bindehaut kippen musste. Fast stündlich.

Daniel meldete sich kurz vor 19 Uhr in Skype. Wir haben uns gestern spontan zum Einkaufen verabredet. Nach gut zwei Wochen haben wir uns wieder gesehn. Es tat gut. Ich habe mich bei ihm für einen bösen, dreiseitigen Brief, den ich ihm am 10.12. in den Briefkasten steckte, entschuldigt. Ich hab Mist gebaut. Er hatte das nicht verdient.

“Magst Du mit mir essen gehn?” schrieb ich ihm und suchte sehr lange nach geöffneten Restaurants – aber no chance. Schließlich bestellte ich uns zwei Pizzen. Plötzlich befand ich mich etwas im Organisationsfieber. Michi noch was Nettes vor die Tür legen, einen Kurzbesuch von zwei türkischen Kumpels abfertigen – und Daniel zu erwarten. Auch wenn wir getrennt sind; ich finde seine Anwesenheit sehr schön; vorallem, dass ich ihm wieder in die Augen sehen durfte. Mit meinem Brief, der teilweise sehr unter die Gürtellinie ging, hatte ich ihn fast für ganz verloren. Auch als Mensch und als Freund. Ich möchte einen solchen Umstand nie wieder herbeiführen.

Der Abend verlief harmonisch, mit ein, zwei Diskussionen über Geschehenes, die wir aber recht gut meisterten. Mit zwei White Russian, die Daniel mixte, mit Wort und mit ein wenig Witz.

Es war ein schöner Ausklang, der mir viel bedeutet, den ich in Erinnerung behalte. Die unerträgliche Last ist abgefallen. Ein anfänglicher Horror-Tag, nahm doch noch eine positive Wendung. Das Leben ist manchmal wirklich schwarz-weiß

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