Leeres Blatt Papier

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Leeres BlattIch sitz vor einem leeren Blatt Papier
und möchte so gerne Worte fassen.
Doch sie fliegen vorbei an mir,
wie fliegend leichte Untertassen.
Da kann ich’s Schreiben auch gleich lassen.

Ich sitz vor einem leeren Blatt Papier
und denke ganz tief drin in mir:
Wo sind all die Worte hin,
die meinem Fetisch Nahrung geben?
Macht es jetzt noch einen Sinn,
zu schreiben oder aufzugeben?

Ich sitz vor einem leeren Blatt Papier,
mein Geist ist ausgelaugt und leer.
Ich könnte brüllen wie ein Tier
doch auch das Sprechen fällt mir schwer.

Ich sitz vor einem leeren Blatt Papier;
der Wind weht’s auf den Boden.
Nun sitze ich allein vor mir
und sterb in tausend Toden,
sterbe aus der Gier
nach einem Leben,
welches für mich unerreichbar ist;
nur der Tod kann mir das geben,
was das Leben mir zerfrisst.

17.12.2011 – 20.08

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