Novembertage

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hochnebelIm Nebel zieht mein Leben vorbei
Und hinterlässt unsichtbare Spuren.
Alte Gedanken werden wieder frei
Und drehn an meinen Uhren.

Täglich ohne Rast und Ruh‘
Seh ich dem November zu
Wie er mir die Seele raubt,
Meine letzten Früchte klaubt,
Es ist egal, was ich heut tu…

Sterb ich, leb ich wach ich,
Es tangiert mich peripher.
Das Leben sei, einst dacht ich,
Nicht so trostlos, grau und leer.

Und da sind die Kindertage
Vor mir in alten Bildern…
Den Schmerz, den ich heut trage,
Konnt‘ ich damals noch nicht schildern.

Ich kann den Weg vor mir nicht gehen,
Wenn hinter mir der Unrat liegt.
Täglich muss ich wieder sehen,
Wie mich alter Frust besiegt.

So oft wünscht‘ ich, ging dies‘ Leben
Mit einem Paukenschlag vorbei.
Doch meine Mutter hat’s gegeben;
Und sie dacht sich was dabei.

Was soll nun diese Farce?
Was soll mir das nun sagen?
Einmal Leben und das war’s –
Inklusive Bonustagen?

Erklär mir bitte nur den Sinn
Hinter diesem Spiel.
Liegt der große Gewinn
Etwa nicht in meinem Ziel?

Ist mein Ziel ein Traum
Den’s für mich nicht gibt?
An das Leben glaub ich kaum;
Weil das Leben mich nicht liebt.

23.11.2013-19.37

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