Schön’s Blümelein

      Keine Kommentare zu Schön’s Blümelein

StiefmütterchenEinst stand da ein schön’s Blümelein
Vor einem alten Haus.
Es stand so einsam und allein;
Das hielt mein Herz nicht aus.

Behutsam nahm ich es zu mir
Und setzte es Zuhause ein.
Es war dann fortan hier,
Das zarte, junge Blümelein.

Es gedieh so wunderbar
Und blühte auf, in voller Pracht,
Seit es bei mir war,
So bei Tag und bei der Nacht.

Doch an jenem Sommertage,
Als von der Reise ich zurück,
Blieb die eine alte Frage:
Warum starb das junge Glück?

Den Topf des schönen Blümelein
Zierte nur noch toter Schmerz.
Es konnt’ nicht länger bei mir sein.
Mir zerriss es schier mein Herz.

Ein Jahr später, vor dem Garten,
Als der Schmerz verklungen,
Sah ich neue Blümlein warten,
Meine Seele hat gesungen!

Und so nahm ich notgedrungen
Eines mit nach Haus.
Ich hatte lang mit mir gerungen;
Dieses Blümchen war ein Graus!

Zwar glich es dem vom letzten Jahr
Wie ein Ei dem andern.
Doch seine Absicht war,
Von Topf zu wandern.

Auch das Blümlein, das hernach
Nicht lange bei mir blieb,
Hielt mich viele Nächte wach,
Entpuppte sich als Herzensdieb.

Ein Blümlein, das ich zu mir nahm,
Aus fremdem Untertopf
Blieb nichts, als alter Gram,
Und Wut in meinem Kopf.

So lass ich all die Blümelein
Künftig wo sie sind.
Erfreue mich an ihrem Schein,
An ihrem Tanz im Wind.

31.05.2014 – 21.18

Kindheit, Jugend, Herbst und Winter

      Keine Kommentare zu Kindheit, Jugend, Herbst und Winter

5vor121Ein Frühling voller Kindheitstage
Kühl, verregnet, grauenvoll.
Kindheit war die reinste Plage
Ein Frühling in H-Moll.

Der Sommer wollte besser sein
Die Jugend in C-Dur.
Liebe, Sex und roten Wein
Lebenslust und Freude pur.

Eines Tags bemerkte ich:
Mein Sommer wird zu heiß.
Und als er just dem Winter glich
Lag ich tot in kaltem Schweiß.

Viele Blätter sind gefallen
Sommerfarben sind verblichen.
Mein Herbst zeigt seine Krallen
Die Jugend ist verstrichen.

Auf die viel zu heißen Sommertage
Folgt ein Herbst der Ewigkeit.
Ich weiß nicht, ob ich ihn ertrage.
Es hat auch schon geschneit…

Der Winter steht vor meiner Tür.
Er wird kurz und heftig sein.
Jede Flocke, die ich spür
Bringt mir Schmerz und Pein.

Ich wünschte ein paar Sommerstunden
Inmitten des Novemberblues
Etwas Heil für meine Wunden
Vom Sommer nur ein kleiner Gruß.

Stattdessen wart ich weiter
Auf die dunkle Winterzeit.
Aus meinen Wunden quillt der Eiter
Zum Sterben bin ich nicht bereit.

18.02.2014 – 17.14

Genug

      Keine Kommentare zu Genug

GenugIch habe genug.

Genug von Dummheit,
Von Unehrlichkeit und Lügen;
Genug von Intrigen und Hass.

Ich habe genug.

Genug von Einsamkeit,
Von egoistischem Wohlwollen;
Genug von menschlicher Gier.

Ich habe genug.

Genug von kalten Tagen,
Von Trübheit und Novemberblues;
Genug vom Wetter.

Ich habe genug.

Genug von jedem Tag,
Von jeder Woche;
Ich habe genug vom Leben.

14.01.2014 – 20.58

Der Clown

      2 Kommentare zu Der Clown

robin-williams

Manchmal erkenn ich mich nicht wieder;
Mein Geist schwimmt in Glückseligkeit.
Ich tanze auf alte Lieder
Und geb mich hin der Albernheit.

Doch wie es aussieht, ist es nicht;
Meine Seele möchte schrei‘n.
Nur der Clown lacht im Gesicht,
Und wahrt den falschen Schein.

Weinen möcht‘ er viele Tränen
In ein großes Tränenmeer.
Ich sollte noch erwähnen:
Eigentlich will er gar nicht mehr.

Ich zieh die Maske vom Gesicht
Und geh von dieser Welt.
Es ist nun meine letzte Pflicht,
Denn hier ist nichts, was mich noch hält.

05. Januar 2014 – 01.15 (gewidmet dem großartigen Schauspieler Robin Williams † 11.08.2014)

Traum aus Holz

      1 Kommentar zu Traum aus Holz

holzherzMir ist bewusst, mir geht es gut;
Ich dürfte gar nicht klagen.
Doch in mir herrscht eine Wut,
Und tausend alte Fragen.

Jeden Tag aufs Neue
Zeigt das Schicksal mir,
Auf was ich mich auch freue,
Es bleibt nicht lange hier.

Ob die Gründe nun bei mir
Oder einem andren liegen,
Bevor ich explodier,
Bleibe ich gediegen,
Trinke sieben Bier
Und möchte zu Dir fliegen.

Doch Du bist nicht hier…

Jeden Tag aufs Neue
Zeigt das Schicksal voller Stolz:
Auf was ich mich auch freue;
Es bleibt ein Traum aus Holz.

06.12.2013 – 23.32

Jede Nacht

      Keine Kommentare zu Jede Nacht

Lovers

Jede Nacht träum ich davon,
Wie Du daliegst neben mir.
Unser Atem spielt synchron;
Und im Hintergrund Klavier.

Zärtlich streich ich durch Dein Haar
Und küsse Deine Wangen.
Mit Genuss nimmst Du es wahr,
So lieblich, rein und unbefangen.

Und eh Dein Kuss dem meinen gleicht,
Verschmelze ich mit Dir.
Alles um mich wird ganz leicht,
Als wär ich nicht mehr hier.

Sterben möchte ich für die Stunde,
Die der Traum mir nachts gewährt,
Doch er nagt an meiner Wunde,
Welch‘ die Liebe zu Dir nährt.

Ehrlichkeit ist wichtig;
Doch auch durchaus schwer.
Ich kenn‘ Dich ja nur flüchtig,
Doch ich lieb Dich jetzt schon sehr.

25.11.1013 – 20.08

Novembertage

      Keine Kommentare zu Novembertage

hochnebelIm Nebel zieht mein Leben vorbei
Und hinterlässt unsichtbare Spuren.
Alte Gedanken werden wieder frei
Und drehn an meinen Uhren.

Täglich ohne Rast und Ruh‘
Seh ich dem November zu
Wie er mir die Seele raubt,
Meine letzten Früchte klaubt,
Es ist egal, was ich heut tu…

Sterb ich, leb ich wach ich,
Es tangiert mich peripher.
Das Leben sei, einst dacht ich,
Nicht so trostlos, grau und leer.

Und da sind die Kindertage
Vor mir in alten Bildern…
Den Schmerz, den ich heut trage,
Konnt‘ ich damals noch nicht schildern.

Ich kann den Weg vor mir nicht gehen,
Wenn hinter mir der Unrat liegt.
Täglich muss ich wieder sehen,
Wie mich alter Frust besiegt.

So oft wünscht‘ ich, ging dies‘ Leben
Mit einem Paukenschlag vorbei.
Doch meine Mutter hat’s gegeben;
Und sie dacht sich was dabei.

Was soll nun diese Farce?
Was soll mir das nun sagen?
Einmal Leben und das war’s –
Inklusive Bonustagen?

Erklär mir bitte nur den Sinn
Hinter diesem Spiel.
Liegt der große Gewinn
Etwa nicht in meinem Ziel?

Ist mein Ziel ein Traum
Den’s für mich nicht gibt?
An das Leben glaub ich kaum;
Weil das Leben mich nicht liebt.

23.11.2013-19.37

Lieber guter Nikolaus

      1 Kommentar zu Lieber guter Nikolaus

nikolausLieber guter Nikolaus,
Schick mir einen Mann nach Haus.
Ob blond, ob schwarz ob braun,
Ich liebe keine Frau’n!

Bring mir Liebe, bring mir Wärme,
Bring mir das in einem Mann.
Bring mir den, für den ich schwärme,
Weil ich ohne ihn nicht kann.

Lieber guter Nikolaus,
Nimm den Frust von meiner Seele;
Treib den Teufel in mir aus;
Nimm den Kloß aus meiner Kehle!
Schick mir einen Mann nach Haus!

15.11.2013 – 17.37

Digga

      Keine Kommentare zu Digga

scottWenn Dein Blick den meinen streift
Und Du täglich bei mir bist:
Jeden Tag die Liebe reift,
Die für Dich nicht greifbar ist.

Liebe, die aus meinem Herzen
Immer wieder auf Dich trifft,
Liebe, die mit großen Schmerzen
Mein Leid auf das Deine schifft.

Jede Runde Schach mit Dir
Erweckt in mir die Leidenschaft-
Leidenschaft und Gier:
Leidenschaft, die Leiden schafft.

Du bist für mich das Licht des Lebens
Und zugleich die Dunkelheit.
Dich zu lieben ist vergebens,
Denn Dein Herz ist noch zu weit.

Viel zu weit entfernt von mir,
Ich möchte Dich begehren!
Sei doch bitte einfach hier,
Ich muss an deinem Dasein zehren.

Digga, glaub mir, Du bist nice!
Like a brother, if you know!
Ich sag es Dir ganz leis’:
Ich liebe Dich und so…

Für Scott – 09.11.2013 – 23.55



Narben alter Sommertage

      Keine Kommentare zu Narben alter Sommertage

211013-003Aus dem Sommergrün entstiegen,
Golden, rotes Herbstgewand.
Wird bald auf der Erde liegen,
Überall im ganzen Land.

Heut noch, darf ich sie genießen,
Letzte, warme Sonnenstunden.
Nah dem Sommer, milde Brisen;
Bald ist dieses Bild verschwunden.

Eh des Winters eisig Klauen
Rauben all die letzten Farben;
Hier am Wald und in den Auen
Seh ich schon die ersten Narben.

Narben alter Sommertage,
Deren Stunden schon gezählt,
Als während der Regentage
Deutschland seinen Kanzler wählt.

Bleib noch, schwaches Sommerbild;
Lass Dich noch nicht besiegen!
Schon eh das Wintergrauen brüllt,
Bringt der Herbst Dich zum erliegen.

21.10.2013 – 16.30

Trostlos graue Wolkenbilder

      Keine Kommentare zu Trostlos graue Wolkenbilder

regenTrostlos graue Wolkenbilder
Hängen tief am Firmament.
Schwarze Vögel kreischen wilder;
Wind wird rau und turbulent.

Eisig stürmt er um die Gassen;
Herbstlaub tanzt am Wegesrand.
Dieses Grauen ist zum Hassen
Auf die Ewigkeit verdammt.

Dauerregen peitscht seit Tagen
Unerlässlich her,
Schafft mir stetig Unbehagen;
Mein Geist ist müd und leer.

Der Sommer dürft mir ewig bleiben,
Das tut er aber nicht.
Sobald die ersten Blüten treiben,
Optimismus aus mir spricht.

04./05.10.2013 – 15.00

Abschiedskonzert

      Keine Kommentare zu Abschiedskonzert

OktoberEin allerletzter Sommerhauch
Weht durch die Stoppelfelder.
Die Sonne scheint mir auf den Bauch;
Der Wind geht etwas kälter.

Letzte Vöglein singen
Zum Abschied ein Konzert.
Es mag nach Sommer klingen;
Doch der ist nichts mehr wert.

Die Kronen grüner Wälder
Altern vor sich hin.
Der Herbst wird stetig gelber;
Ein Sommertraum zerrinnt.

Bald zieht der Novemberblues
Seine Spur durchs Land.
Er gibt Dir den ersten Gruß
Des Winters in die Hand.

02./03.10.2013

Septemberblues

      Keine Kommentare zu Septemberblues

090813-001Regen, Dunst und Nebelschwaden
Ziehen durchs Septemberland.
Stürmisch kühl und ohne Gnaden
Braust der Wind durch mein Gewand.

Gelblich Herbstlaub ziert die Gassen;
Das Lied der Vögel ist verklungen.
Aus traurig grauen Wolkenmassen
Ist ein Herbst entsprungen.

Das graue Bild trübt mein Gemüt;
Ich mag es nicht ertragen.
Die Sommerfarben sind verblüht;
Nun blüht das Unbehagen.

27.09.2013 – 12.30

Geschützt: Kurgast – die ersten Tage

      Um die Kommentare zu sehen, musst du dein Passwort eingeben.

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Wochenenden

      1 Kommentar zu Wochenenden

roseweinAm Wochenende feiert, tanzt und lacht
Der halbe Rest der Welt.
Ich bleib allein, bis gegen Acht
Mein schwarzer Vorhang fällt.

Der rote Wein ist mein Begleiter
Durch diese tote Nacht.
Ich trink ihn immer weiter,
Bis er mich müde macht.

Diese graue Einsamkeit
Nüchtern zu ertragen,
Ist die pure Grausamkeit
An solchen toten Tagen.

Aber auch der rote Wein
Bringt mich nicht ans Ziel.
Am nächsten Morgen seh ich ein:
Das war wirklich viel zu viel.

Mein Wunsch ist nur, geliebt zu werden;
Doch der Traum weilt fern.
Hier auf triebverseuchten Erden
Hat die Liebe mich nicht gern.

Schenk mir nicht nur eine Nacht;
Schenk mir das ganze Leben!
Mit Dir bin ich einst aufgewacht.
Das wird es nie mehr geben.

07.09.2013 – 20.18/22.30

Mein Geist

      Keine Kommentare zu Mein Geist

trauer11Mein Geist liegt in Fetzen
Vor Euch zerstreut.
Und mit ihm die letzten
Gedanken von heut.

Erst schienen sie rein
Und wundersam echt.
Jetzt sind sie ein Reim;
Meiner Seele ist schlecht.

Mein Traum ist vorbei;
Er war nur ein Schwank.
Die Gedanken sind frei,
Meine Seele ist krank.

Ich geb mich nun hin
Einer anderen Welt,
Und suche den Sinn,
Welcher mich hier noch hält.

Ich finde ihn nicht,
Darum muss ich jetzt gehn.
Merk Dir mein Gesicht
Dann wirst Du verstehn –
Es ist mein Pflicht
Dieser Farce zu entgehn

03.09.2013 – 21.49

In blutig, triefend Leinen

      1 Kommentar zu In blutig, triefend Leinen

140215-002-smallIch reiße mir mein Herz heraus
Und werf es auf die Straße,
Dann nehme ich Reißaus,
Und blase in Ekstase
Das letzte Lichtlein aus.

Du Mensch hast es genommen
Und nie daran gedacht,
Dass, es zu bekommen,
Nicht jedem Freude macht!
Warst dumm und gabst nicht Acht.

Deine Lügen und Intrigen
Hab ich lange angehört.
Heut sind sie wie Eintagsfliegen,
Vom Leben kurz genährt.
Die Wahrheit wird doch siegen!
Die Erfahrung hat’s gelehrt.

Doch müd bin ich geworden,
Des Lebens und der Liebe.
Ich verdiene keinen Orden,
Auch nicht, wenn ich bliebe.
Es treiben keine neuen Triebe.

So beschließe ich kurzum:
Mein Herz bleibt hier,
Auf diesen nassen Steinen!
Und weder DIR
Noch irgendeinem
Ich es je servier.

Nur in blutig, triefend Leinen.

24.08. 2013 – 23.37



Der Glanz aus alten Kindertagen

      Keine Kommentare zu Der Glanz aus alten Kindertagen

salvador-dali-zerrinnende-uhrDer Glanz aus alten Kindertagen,
Alle Freuden dieser Welt,
Geborgenheit und Wohlbehagen,
Was dem Herz gefällt,
Zerfällt.

Keine dieser Menschenlüste
Spricht heut mehr zu Dir.
Du lebst in einer Seelenwüste
Aus Sehnsucht, Hass und Gier.

Selt’ne Tage jedoch scheinen
Wie ein Déjà-vu.
Fast möchtest Du dann meinen,
Dass ein neuer Frühling blüh.

Dein Glück ist gleichwohl nie von Dauer,
Oft nach Stunden schon zerstört.
Liegt tot an einer grauen Mauer,
Hat Dir nie gehört.

Ein wenig Hoffnung ist geblieben,
Dass der Glanz Dich neu berührt
Und Deinem Seelenfrieden
Ein neues Feuer schürt.

18.08.2013 – 21.15

Schlacht in der Nacht

      Keine Kommentare zu Schlacht in der Nacht

dunkelheitDer Wein schmeckt mir bitter
Und angstvoll die Nacht.
Auch heut kein Gewitter,
Doch in mir die Schlacht.

Die Schlacht um mein Leben;
Ich will es zurück!
Nichts kann mir mehr geben,
Als mein altes Glück.

Ich hatte verlernt,
Mir das Glück einzuteilen.
Dann hatt sich’s entfernt
Und bleibt fern – einstweilen.

Doch ich hol es mir wieder
Und sei’s durch den Tod.
Dann verklingen die Lieder
Um Sehnsucht und Not.

08.08.2013 – 19.09

An so manchen Tagen

      Keine Kommentare zu An so manchen Tagen

151215-001webneuAn so manchen Tagen
Wirst Du mich lachen sehn.
Doch keiner wird mich fragen,
Wie die Dinge wirklich stehn.

An so manchen Tagen
Schein ich voller Glück.
Ohne Zwietracht, ohne Klagen,
Mit Humor, latent verrückt.

In so manchen Stunden
Vergess ich kurz den Schmerz.
Vergesse alte Wunden
Und mein blutend Herz.

Die Wirklichkeit schmeckt bitter
Und nach vergang’ner Lust.
In mir herrscht ein Gewitter,
Gleich hinter meiner Brust.

Mag ich noch so scherzen
Und scheinbar fröhlich sein:
Tief in meinem Herzen
Möchte ich nur schrei‘n.

08.08.2013 – 18.47

Julihitze

      Keine Kommentare zu Julihitze

38-gradIn Mai und Juni kam der Regen
Und flutete das Land.
Der großen Wassermassen wegen,
Es jeder schrecklich fand.

Und nun seit vielen Wochen
Bleibt der Regen fern.
Die Badeseen kochen
Unterm Sonnenstern.

Die Flora trocknet aus;
Ich seh’s an jedem Strauch.
Fast 30° in meinem Haus;
Der Rasen löst sich auf in Rauch.

Ich will mich nicht beschweren;
Den Sommer mag ich sehr!
Doch möcht er sich bewähren,
Schick‘ er Gewitter her!

27.07.2013 – 18.20

Schließ Frieden!

      Keine Kommentare zu Schließ Frieden!

FriedenWir wollen alle etwas Großes bewegen und geben uns lieber enttäuscht der Lethargie hin, anstatt im kleinen Frieden anzufangen. Schlösse ein Jeder Frieden mit sich und seinem Umfeld, wäre schon das Größte vollbracht.

Aber Nein! Uns geht es nur
Um all das schnöde Geld.
Ein jeder von uns ist ne Hur‘
Und vergiftet damit seine Welt!

Besser stehlen und betrügen;
Das ist unser wahrer Lohn!
Unsre Welt steckt voller Lügen,
Hass und abgrundtiefem Hohn!

Der Banker ist nur süchtig
Nach Erfolg und Neid.
Fairness kennt er flüchtig,
Aus seiner alten Zeit.

Dein Nachbar ist ein Blockwart
Und macht Dein Dasein schwer?
Vielleicht ist’s Deine Art;
Vielleicht bist Du nicht fair.

Die Frau ist Dir davongelaufen,
Mit dem Deinen Kind?
Hör vielleicht mal auf zu saufen
Und sei nie vor Liebe blind!

Du möchtest stetig besser sein,
Als der graue Rest?
Hör doch mal in Dich hinein;
Vielleicht hast Du die Pest!

Die Pest der toten Seelen,
Die nur sich selbst am Lieben,
Sich und andre quälen,
Mir Gier und Wohlstandstrieben.

Ist die unsre Politik
Dir niemals wirklich recht?
Dann zieh in Deinen Krieg
Und kämpfe um das Recht!

Hab doch einmal Demut
Blick auf Dich zurück!
Dein Leben war doch sehr gut;
Du hattest so viel Glück!

Hast keine tausend Stunden
Im Sterbebett verbracht
Und trägst jedoch die Wunden
Aus jener, alter Nacht.

So schließ doch endlich Frieden,
Als erstes nur mit Dir!
Und hast Du Dich geschieden,
Von der so großen Gier,
Dann. Dann erst, kommen wir.

25.07.2013 – 20.33

Trugbilder

      Keine Kommentare zu Trugbilder

Gefangen

Manchmal wünscht ich inniglich,
Mein Atem stünde still.
Und meinem Herz nur einen Stich,
Ja, das ist es, was ich will!

Alles Hoffen, Vorwärtsschauen
Hat nie etwas genützt.
Und erneut erscheint das Grauen,
Auf welches sich mein Kummer stützt.

Warum bringst Du mich nicht um,
Du ach so schönes Leben?
Sag, was muss ich dafür tun,
Um alles aufzugeben?

Jeden Tag aufs Neue
Erlebe ich Enttäuschung pur.
Und wenn ich mich auf etwas freue,
Stellt sich heraus: Ein Trugbild nur.

Ja, so bin ich, oftmals eigen,
Schwer in den Humor verliebt.
Damit möchte ich Euch zeigen,
Dass es mich auch zweimal gibt.

Doch das nützt nichts; ich muss weiter,
Weiter in die andre Welt.
Denn mein Leben ist wie Eiter;
Hier ist nichts, was mich noch hält.

Bitte, mach dem Trug ein Ende;
Ich erwarte es so sehr.
Ich geb mein Licht in Deine Hände,
Denn ich kann einfach nicht mehr.

18.07.2013 – 21.32

Erinnerung

      Keine Kommentare zu Erinnerung

ErinnerungErinnerung tut weh,
Ist sie auch noch so schön.
Stets, wenn ich sie seh,
Möcht an der Zeit ich drehn.

Erinnerung macht mürbe,
Denn sie kommt nie zurück.
Und wenn die Liebe stürbe:
Ich fühl noch heut ihr Glück.

Erinnerung ist Schmerz,
Der nie mehr vergeht.
Ich fühls in meinem Herz,
Wenn der Nordwind weht.

Erinnerung bist Du!
Du bist all mein Leid!
Ich komm niemals zur Ruh
Und denk an Dich zu jeder Zeit.

13.07.2013 – 20.51