Tag Archives: 2012

Ich bin wie das Wetter

      Keine Kommentare zu Ich bin wie das Wetter

Ich bin wie das Wetter Und schlag um mich her. Mal bin ich adretter, Mal traurig und schwer. Kann brausen und wüten Wie der schlimmste Orkan. Vor mir musst Du Dich hüten, Denn man sieht’s mir nicht an. Wenn ein edler Sonnenschein Umfließt Dein kleines Herz, Schlägt jäh ein greller Blitz hinein, Bringt Panik, Gram und Schmerz. Ich kann der… Read more »

Mein Herz

      2 Kommentare zu Mein Herz

Das Jahr neigt sich dem Ende, Meine Seele bleibt allein. Das Herz sprach tausend Bände, Nun mag es nur noch schrei’n. Es schreit nach Liebe, schreit nach Luft Und windet sich vor Schmerz. Versperrt in dunkler Gruft, Das blutend, heiße Herz. Des Menschen kühler Hass Sperrte es dort ein. Ich fühle noch den Bass Der alten Schweinerei’n. Ich lass Gefühle… Read more »

Novemberblues

      Keine Kommentare zu Novemberblues

In meinem dunklen Kämmerlein Schweig ich mit den Wänden. Freudlos und allein Mit leeren, schweren Händen, Händen schwer wie Stein, Möcht ich mein Werk vollenden, Doch es soll nicht sein. Draußen ächzt ein kalter Wind Durch die toten Gassen. Krähen um die Tausend sind Auf Bäumen und Terrassen; Kummervoll ihr Schrei erklingt, So traurig und verlassen. In ihm hör ich… Read more »

Oktobergold

      Keine Kommentare zu Oktobergold

Spätnachmittag am Waldesrand, Oktobergold und Purpurrot Bemalt die Flur im Land, Bevor ein dunkler Winter droht, Mit tiefem Sonnenstand. Letzte, zage Winde wehn Das Herbstlaub um ein Haus. Mit ihm muss nun der Sommer gehn, Das letzte Fest ist aus. Dafür möcht ich dankbar sein, Für jeden Tag Oktobergold, Für Waldesrot und Sonnenschein, Eh die Stimm‘ des Winters grollt. Ich… Read more »

Oktobersonne

      Keine Kommentare zu Oktobersonne

Warmer, sanfter Wind Durch Stoppelfelder weht. Da kommt ein Blatt geflogen. Des Winters Kind Am Zeitrad dreht. Der Herbst ist eingezogen. Oktobersonne, wärmst Du mich Heut gar zum letzten Mal? Bevor der kalte Winter sich Hier niederlässt im Tal. Baumkleid rot und golden Färbt sich tief im Wald. Der Sommer ist vorbei. Dürre Hollerdolden Die der Herbst bemalt. Von der… Read more »

Dieser wunderbare Sommertag

      Keine Kommentare zu Dieser wunderbare Sommertag

Ach, wie lieb ich diesen einen Wunderbaren Sommertag. Bis gestern konnt man meinen, Der Sommer bleibt so fad. Regen, Hagel, Donnerschlag, Graue Wolken, steife Briesen Nahezu an jedem Tag Im Frust mich baden ließen. Heut jedoch ist’s nicht zu kühl Und auch nicht brütend heiß. Die Uhr des Herbstes steht heut still. Wie lange noch? Wer weiß? Hätt nur einen… Read more »

Mainacht

      Keine Kommentare zu Mainacht

Vollmondstrahlen fallen leis‘ Auf nachtgetränkten Wald. Ob den Dächern, mondlicht-weiss, Ein Nachtigallenruf erschallt. Zwei junge Rehe ziehn sich eilig In den dunklen Wald zurück. Der Mondschein strahlt so heilig, Auf des Tages altes Glück. Auch der letzte Vogelsang Verstummt in müder Nacht. Ein Froschkonzert im Freudenklang, Aus fernem Hause wird gelacht. Eh verstummt der letzte Schrei, In klarer Vollmondnacht, Und… Read more »

Maientage

      Keine Kommentare zu Maientage

Ich sehe bunte Blumen sprießen, Täglich seh ich noch mehr Grün. Stetig höher unsre Wiesen, Birken werfen, Kirschen blühn. Sommerhitze, Kälteplage, Donner, Hagel, Schnee. Jeden, dieser Maientage Als ganzes Jahr ich seh. Rehe springen scheu durchs Korn, Maienkäfer fliegen. Der Sommer beginnt erneut von vorn, Um bald dem Winter zu erliegen. Auch das Kleingetier wird munter, Gräbt und spinnt und… Read more »

Und dann kam der Winter

      Keine Kommentare zu Und dann kam der Winter

Frühlingstage im Februar Bis weit in den März hinein. Wo eben noch der Winter war, Strahlte nun der Sonnenschein. Als der letzte Schnee zerrann Und sammelte sich in Seen Zog der Lenz mich in den Bann; Er sollt nie mehr vergehn! Und dann kam der Winter Eisern in den April zurück. Mit Schneefall und dahinter Ward es still und fern… Read more »

Ich seh den Frühling

      Keine Kommentare zu Ich seh den Frühling

Ich seh der Äcker erstes Grün Und Knospen an den Linden, Krokusse und Veilchen blühn, Winterfrust verschwinden. Ich seh den ersten Frühlingstanz Von tausend Schmetterlingen, Den schillernd bunten Glanz In ihren Flügelschwingen. Ich seh, wie die Natur erwacht, Noch trügerisch ihr Schein. Die Sonne bleibt uns bald bis acht, Herz und Seele werden rein. 21./22.03.2012

Im Märzen…

      1 Kommentar zu Im Märzen…

Himmel strahlend blau, Warmer Wind aus Ost. Wenn ich in die Ferne schau, Vergess ich altes Wintergrau, Genieß des Frühlings Kost. Bienen summen, Blümchen blühn, Über Friedrich‘s Hafen. Auf den Äckern erstes Grün, Möcht nie wieder schlafen. Genieß den letzten Tag In diesem warmen Ort. Den Winter ich nun frag: Bleibst Du für immer fort? Wünsch mir bunte Blüten, Himmelblau… Read more »

Frühling 2012

      Keine Kommentare zu Frühling 2012

Nach Wochen eis‘ger Nächte Kommt ein Frühlingstag daher. Es scheint, als dass er brächte Die Winterplag nie mehr. Lauer, warmer Frühlingswind, Scheinbar einem Märzen gleich, Seelig meinen Geist beschwingt Und Hoffnung bringt zugleich, Für ein paar gute Stunden. Winters Antlitz werde bleich! Lass meine Seel gesunden! Bald hab ichs überwunden. Die ersten Sonnenstrahlen Taun den letzten Schnee hinfort In fließenden… Read more »

Eisig kalte Stürme

      Keine Kommentare zu Eisig kalte Stürme

Eisig kalte Stürme brausen von Osten her durchs Land. War lange nicht da draußen. Fühl mich leer und ausgebrannt. Das Leben drauß‘ im Eis erstarrt, so wie die meine Seele. Grausam schwarze Gegenwart. Kloß in meiner Kehle. Ein Nichtstag jagt den andern und schlägt wie‘s Wetter auf mich ein. Möcht so gern im Frühling wandern, möcht so gern am Leben… Read more »

Unser letzter Tag

      Keine Kommentare zu Unser letzter Tag

„Das kannst Du doch jetzt nicht machen? Wo willst Du um Gottes Willen jetzt hin?“ rufe ich hysterisch und laufe ihm durchs Treppenhaus hinterher. „Lass mich in Ruhe“ schreit Patrick zurück, ehe sich die Eingangstür schließt. Ich höre ein lautes Knallen, meine Wohnungstür war zugefallen. „Scheiße, mein Schlüssel…“ fluche ich und renne nach draußen. Der Himmel hat sich schon seit… Read more »

Wär ich ein Stern

      Keine Kommentare zu Wär ich ein Stern

Ach, wie wär ich gern ein ganz andres Wesen. Ach, wäre ich ein Stern, wär vieles nicht gewesen. Würde es von oben sehn, wie Ihr die Welt mit Eurer Gier zerstört, durch Euer Missverstehn und der Menschen Geist erfriert. Wie ihr zu Euch Menschen seid, unberechenbar, gemein, unnachsichtig, ungescheit, so können nur Menschen sein! Und eines Tages würde ich Euch… Read more »

Mutters Geburtstag

      2 Kommentare zu Mutters Geburtstag

Zweiundfünfzig wärst Du heut geworden, und ich sehe Dich wie einst vor mir. Nächtlich blicke ich nach Norden; warum bist Du nicht mehr hier… Kannst nicht sehen, all den Schmerz und all das Elend dieser Welt. Sei froh und schone jetzt Dein Herz – es hätte sich zu Tod’ gequält. Schon als ich klein war, sahst Du in der Zukunft… Read more »

2012

      Keine Kommentare zu 2012

Katastrophen auf der Welt, es gab sie immer; seit der Mensch zu denken wagt. Jedoch sie werden stetig schlimmer; auch wurde es vorhergesagt. Nostradamus, Maya und die Bibel schworen das Ende schon früh herbei. Was kommt, bleibt irreversibel und ist uns jetzt noch einerlei. Bankenkrisen, Gier und Neid, Hungervölker, Beben, Fluten. Alles, was geschieht zur Zeit, lässt Schlimmeres vermuten. Auch… Read more »